Grazer Grundschulkongress 2026
6. - 8. Juli 2026 | Graz, Österreich
Veranstaltungsprogramm
Eine Übersicht aller Sessions/Sitzungen dieser Veranstaltung.
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Tagesübersicht |
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EB19
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Zum Konzept der 'learning disability' - Ein systematisches Literaturreview (1960 - 2000) Universität Bielefeld, Deutschland Die Operationen des Beobachtens, Beurteilens und Befähigens basieren - zumindest für bestimmte Gruppen - auf vorangelegten Konzepten, so z.B. für eine Untergruppe der leistungsschwachen Schüler/innen. Um diese Untergruppe zu identifizieren und zu beschreiben wird, zumindest im deutschsprachigen Raum, auf Konzepte wie etwa den 'sonderpädagogischen Förderbedarf' oder Äquivalente zurückgegriffen (Powell & Pfahl 2012) - Kategorien, die meist innerhalb der Grundschulzeit erstmalig vergeben werden. Die gegenwärtig genutzten Konzepte sowie ihre historischen Vorgängerinnen (z.B. Lernbehinderung) kennzeichnen sich meist durch enorme Vagheit und werden in gewisser Regelmäßigkeit überarbeitet und/oder ersetzt (vgl. Melzer, Buschhaus & Hempel 2025). Der vorliegende Beitrag möchte an diesem Punkt ansetzen, indem er die internationalen Verhandlungen und Ausformungen eines für die Sonderpädagogik zentralen Konzeptes ('learning disability') für den Zeitraum von 1960 bis 2000 nachvollzieht bzw. kartographiert. Im internationalen Kontexte wurde learning disability erstmalig 1962 von Kirk als solche benannt; das Jahr 2000 markiert - folgt man den Ausführungen von Kavale, Spaulding & Beam (2009) - den Zeitpunkt, in dem die konzeptionelle Verständigung zugunsten von praxisorientierten Arbeitsdefinitionen aufgegeben worden ist. Für diesen Zeitraum möchte der vorliegende Beitrag Ergebnisse eines systematischen Literaturreviews (quantitative Beschreibung der Publikationsfunde & thematische Analyse der Inhalte) präsentieren, für das insgesamt 82 Zeitschriftenartikel analysiert wurden. Im Zentrum steht dabei die Frage, auf welche Facetten des vielschichtigen Konstruktes der 'learning disability' in der Forschung fokussiert worden ist und welche Perspektiven nachrangig behandelt worden sind. Damit möchte dieser Beitrag Grundlagenarbeit für eine enorm relevante Beobachtungs- und Förderkategorie leisten, die u.a. auch den deutschsprachigen Diskurs bereichern, ggf. aber auch provozieren/irritieren könnte. | ||
