Grazer Grundschulkongress 2026
6. - 8. Juli 2026 | Graz, Österreich
Veranstaltungsprogramm
Eine Übersicht aller Sessions/Sitzungen dieser Veranstaltung.
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EB2
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Beobachten, Beurteilen, Befähigen in inklusiven Hochschullernwerkstätten 1: KPH Wien/Niederösterreich, Österreich; 2: KPH Wien/Niederösterreich, Österreich Hochschullernwerkstätten schaffen konkrete Orte, die ein weites Inklusionsverständnis fördern wollen und Räume für kollaboratives, reflektierendes und forschendes Lernen unter Berücksichtigung von Diversität entstehen lassen. Angesichts aktueller gesellschaftlicher Herausforderungen scheint die Fokussierung einer zukunftsfähigen Ausbildung von Lehrkräften auf das sog. 4-K-Modell (Fadel et al., 2017) unausweichlich. Die Heterogenität der Studierenden in Hinblick auf ihre Lebenslagen wird von Schmude und Wedekind (2016:106) als zentraler Aspekt für Bildungsprozesse erkannt, auf den Strukturen und entsprechende Lehr-Lern-Angebote ausgerichtet werden müssen. Es stellt sich daher die Frage, wie Lehrveranstaltungskonzepte gestaltet werden müssen, um die Ansprüche einer inklusiven Hochschuldidaktik gerecht zu werden. Weiters steht im Zentrum dieses Beitrags die Frage, in welchem Kontext die B3-Triade Beobachten, Beurteilen, Befähigen zur Professionalisierung der Studierenden steht. Ganz im Sinne von Schmude und Wedekind (2019:48) stehen dabei nicht „‚Not‘ oder ‚Urteil‘ als Wortstämme von ‚Beurteilung‘ und ‚Benotung‘, sondern das Wort ‚Wert‘ […] im Zentrum der pädagogischen Bewertungspraxis im Kontext von Lernwerkstattarbeit.“ Ausgehend von der Darstellung der konkreten Hochschullernwerkstättenarbeit hat dieser Beitrag das Ziel, Modelle einer wertschätzenden Lernbegleitung, gelebter Feedbackkultur sowie individueller Reflexionsprozesse zu diskutieren, um abschließend Prüfungsformate für Lehrveranstaltungen in der inklusiven Hochschullernwerkstatt zu generieren. Für inklusive Hochschullernwerkstätten erlauben das HEAD-Wheel (Higher Education Awareness for Diversity) und der HEAD CD Frame (engl. Higher Education Awareness for Diversity Curriculum Design) in Anlehnung an Linde und Gaisch (2020) Leistungsfeststellungen explizit als Teil eines inklusiven Seminardesigns zu verstehen: Prüfungsformate und Feedbackpraktiken werden nicht isoliert, sondern im Zusammenhang mit Lehr-/Lernarrangements betrachtet und können so als Hebel inklusiver Leistungsbeurteilung weiterentwickelt werden. | ||
