Veranstaltungsprogramm
Eine Übersicht aller Sessions/Sitzungen dieser Veranstaltung.
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EB1
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Vom Lehrplan zur Praxis: Quellenarbeit im Sachunterricht – eine Kooperation von PH-Tirol und Tiroler Landesmuseen 1: Pädagogische Hochschule Tirol, Österreich; 2: Tiroler Landesmuseen Der Beitrag präsentiert eine Kooperation zwischen der Pädagogischen Hochschule Tirol (PHT) und den Tiroler Landesmuseen, die darauf abzielt, historische Quellen der Bibliothek des Ferdinandeums für den Sachunterricht nutzbar zu machen. Theoretisch orientiert sich das Projekt an einem Verständnis von Geschichte, als quellenbasierter, gegenwartsgebundene Rekonstruktion: Jordan beschreibt Geschichte als „aus der Gegenwart heraus entstehende Erzählung“ über die Vergangenheit, die sich auf Quellen stützt (Jordan, 2021, S. 21f.), von Reeken als "Rekonstruktions- und Konstruktionsprozess" aus der Perspektive der Gegenwart“ (Reeken, 2020, S. 5). Rüsen betont, dass historisches Lernen auf die Gewinnung historischen Sinns abzielt (Rüsen, 2013). Die Strukturierung des Projekts stützt sich auf Pandels Dimensionen des Geschichtsbewusstseins (Pandel, 1987) sowie am Perspektivrahmen Sachunterricht (Gesellschaft für Didaktik des Sachunterrichts, 2013), der historische Frage-, Methoden-/Medien- und Narrationskompetenz als zentrale Denk- und Arbeitsweisen ausweist. Im Rahmen eines Seminars entwickelten Studierende erste konzeptionelle Ideen für quellenorientierte Lernarrangements. Diese waren noch nicht für den unmittelbaren Unterrichtseinsatz ausgearbeitet, lieferten jedoch zentrale Impulse für die Auswahl geeigneter Quellen und methodischer Zugänge. Darauf aufbauend entstand ein Prototyp zur Quelle „Feuerordnung von 1765“, der die Historische Fragehand (Becher & Gläser, 2016) als zentrales Scaffolding-Instrument nutzt und als flexibel anschlussfähiges Unterrichtsmaterial konzipiert ist. Der Prototyp wurde im Herbst 2025 in einer 4. Klasse der Praxisschule der PHT erprobt. Der Beitrag skizziert das methodische Design der Pilotphase, zeigt Lernprozesse der Kinder im Umgang mit historischen Quellen und diskutiert, wie die Kooperation zwischen Museum und Hochschule zur Professionalisierung angehender Lehrpersonen sowie zur Förderung reflektierten historischen Denkens im Sinne des Lehrplans 2023 beitragen kann. | ||