Grazer Grundschulkongress 2026
6. - 8. Juli 2026 | Graz, Österreich
Veranstaltungsprogramm
Eine Übersicht aller Sessions/Sitzungen dieser Veranstaltung.
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Tagesübersicht |
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Einzelbeitrag 6
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Lerngelegenheiten im Primarstufenstudium – Eine Analyse unterschiedlicher Studienangebote 1: Pädagogische Hochschule Oberösterreich, Österreich; 2: Pädagogische Hochschule Vorarlberg, Österreich; 3: Pädagogische Hochschule Thurgau, Schweiz; 4: Johannes Kepler Universität, Linz Die Qualität der professionellen Kompetenzen angehender Primarstufenlehrkräfte hängt wesentlich von den Lerngelegenheiten ab, die ihnen während des Studiums zur Verfügung stehen (Klemenz et al., 2019; König et al., 2017). Diagnostischen und beurteilungsbezogenen Kompetenzen werden im Rahmen der Professionalisierung von Lehrkräften eine besondere Bedeutung beigemessen (KMK, 2022). Entsprechende Lerngelegenheiten sollen somit in der Erstausbildung von Lehrkräften verankert werden (u.a. Stürmer et al., 2021). Als Reaktion auf den Lehrkräftemangel wurden in den letzten Jahren neben traditionellen Ausbildungsmodellen auch neue – wie beispielsweise Studien mit erhöhten Fernstudienanteilen – Modelle entwickelt und angeboten (Groß Ophoff et al., 2024). Der vorliegende Beitrag untersucht, ob es unterschiedlichen Studienformaten – u.a. einem Studium mit erhöhten Fernstudienanteilen und einem traditionellen Studiengang – gelingt, vergleichbare Lerngelegenheiten im Bereich des Beurteilens für angehende Primarstufenlehrkräfte zu bieten. Der Beitrag greift auf Daten der auf Vorarlberg erweiterten Linzer Längsschnittstudie zur Lehrer*innenbildung (Weber et al., 2021; Groß Ophoff et al., 2024) zurück. Auf Grundlage von 335 Primarstufenstudierenden, von denen 30 % in einem Fernstudium sind (in den Semestern 2, 4, 6), wird analysiert, ob es den Studiengängen gleichermaßen gelingt, entsprechende Lerngelegenheiten zu implementieren. Vorläufige Ergebnisse weisen darauf hin, dass Studierende mit erhöhtem Distanzstudienanteilen gleichermaßen von beurteilungsbezogenen Lerngelegenheiten berichten (z.B. Leistungsfortschritt mit unterschiedlichen Instrumenten feststellen) wie regulär Studierende. Die Ergebnisse weisen aber auch darauf hin, dass reguläre Studierende die gebotenen Lerngelegenheiten entsprechend ihrer Angaben etwas weniger intensiv nutzen. Implikationen für Forschung und Lehrer*innenbildung werden diskutiert. | ||
