Grazer Grundschulkongress 2026
6. - 8. Juli 2026 | Graz, Österreich
Veranstaltungsprogramm
Eine Übersicht aller Sessions/Sitzungen dieser Veranstaltung.
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Tagesübersicht |
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Einzelbeitrag 2
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Doing Time im Studium: Eine qualitative Studie zu Zeitpraktiken im (Studien-)Alltag Universität Regensburg, Deutschland Ausgangslage & theoretischer Hintergrund: Übergänge im studentischen Alltag sind organisatorische und temporale Schnittstellen, in denen institutionelle Rhythmen und subjektive Perspektiven zusammenspielen. Hochschulische Lehr-Lernkontexte folgen dabei spezifischen Zeitregimen mit Erwartungen an Verfügbarkeit, Effizienz und lineare Studienverläufe. Zugleich sind Studierende in räumlich-materiellen Arrangements situiert, die zeitliche Praktiken ermöglichen oder begrenzen. So umfasst der studentische Alltag heterogene Zeitrhythmen, die sich bedingt synchronisieren lassen. Die Diskrepanz zwischen Verfügbarmachung und Unverfügbarkeit erzeugt ein Spannungsfeld zwischen Fremd- und Selbststeuerung sowie dem Bedürfnis nach Resonanz. Forschungsfrage & Ziele: Fokussiert werden alltägliche Zeitpraktiken, in denen Studierende Zeit strukturieren, rhythmisieren und aushandeln sowie Übergänge im Studium konstituieren: Wie gestalten Lehramtsstudierende ihre Zeit im Studienalltag, und welche Praktiken werden besonders in Übergängen sichtbar? Ziel ist es, Zeitpraktiken zu identifizieren und daraus Möglichkeiten für die Gestaltung hochschulischer Lehr-Lernprozesse abzuleiten. Forschungsdesign: Die im Rahmen eines mehrphasigen Mixed-Methods-Projekts erhobenen Storyboards wurden von Lehramtsstudierenden (N=15) in einem partizipativen Workshop erstellt. Als Selbstdokumente ermöglichen sie Einblicke in den Studienalltag und zeigen Relevanzsetzungen. Sie bieten einen methodischen Zugang, um Zeitpraktiken ästhetisch-narrativ zu erfassen. Die Bild- und Texterzeugnisse werden ethnographienah ausgewertet, um Zeitpraktiken zu rekonstruieren und in fallbezogenen Vignetten zu verdichten. Ergebnisse & Diskussion: Studentische Zeitpraktiken bewegen sich in Spannungsfeldern zwischen Unter- und Überforderung, Fremd- und Selbstbestimmung, Strukturbedürfnis und Flexibilität sowie Vereinzelung und sozialer Resonanz. Übergänge (beispielsweise zwischen Mobilität, Lehrveranstaltungen, Lernphasen und Ruhezeiten) erscheinen als Räume, in denen diese Spannungen hervortreten. Die Diskussion zeigt, dass studentische Zeitpraktiken häufig quer zu institutionellen Zeitregimen liegen. Sie eröffnen Herausforderungen und Ansatzpunkte für die reflexive Gestaltung universitärer Lehr-, Lern- und Übergangsstrukturen. | ||
