Veranstaltungsprogramm
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Einzelbeitrag 92
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Organisationsstrukturen als Voraussetzung professioneller Lernprozesse: Fortbildung an Pädagogischen Hochschulen 1: PH Steiermark, Österreich; 2: KPH Wien/Niederösterreich; 3: PH Oberösterreich Die Fähigkeit von Lehrpersonen, Lernprozesse professionell zu beobachten, zu beurteilen und Schüler:innen in ihrer Entwicklung zu befähigen, gilt als zentrales Merkmal professioneller Lehrer:innenkompetenz und als Schlüssel zu qualitativ hochwertigem Unterricht (vgl. Baumert & Kunter, 2011). In der Forschung besteht weitgehende Einigkeit darüber, dass solche professionellen Kompetenzen nicht allein in der Erstausbildung oder durch Unterrichtserfahrung entstehen. Entscheidend sind kontinuierliche, strukturierte Lerngelegenheiten im gesamten Berufsverlauf (; Lipowsky & Rzejak, 2021). Damit rückt die Frage in den Fokus, wie Fortbildung organisatorisch gestaltet sein muss, damit professionelle Entwicklung von Lehrpersonen über die Erstausbildung hinaus unterstützt werden kann. Der Beitrag präsentiert Ergebnisse des explorativen Forschungsprojekts „Fortbildung–Organisation–Professionalität“ (FOPRO), das die organisatorische Verankerung der schulischen Fortbildung an drei österreichischen Pädagogischen Hochschulen untersucht. Auf der Grundlage von Dokumentenanalysen, PH-Online-Daten und leitfadengestützten Interviews mit Fortbildungsverantwortlichen (pro Hochschule je zwei Interviews, analysiert mittels qualitativer Inhaltsanalyse nach Mayring) wurden unterschiedliche Organisationslogiken, Koordinationsprozesse und Governance-Arrangements rekonstruiert. Die Ergebnisse zeigen zwei dominante Modelle – eigenständige Institute für Fortbildung versus in Organisationseinheiten integrierte Fortbildungsstrukturen – und verdeutlichen deren Implikationen für Sichtbarkeit, Kooperationsprozesse und Anschlussfähigkeit an das Professionalisierungskontinuum. Sichtbar wird dabei, dass Fortbildung im Hochschulalltag trotz ihres hohen professionellen Anspruchs oft hinter ausbildungsbezogenen Prioritäten zurücktritt und ihr institutioneller Stellenwert nicht immer dem entspricht, was für nachhaltige Professionalisierung erforderlich wäre. Der Beitrag leistet damit einen organisationsanalytischen Input zur Frage, unter welchen Bedingungen (Planung, Qualitätsmanagement, personelle Besetzung) Fortbildung an Pädagogischen Hochschulen zu einem Ort kontinuierlicher Professionalisierung werden kann. | ||