Grazer Grundschulkongress 2026
6. - 8. Juli 2026 | Graz, Österreich
Veranstaltungsprogramm
Eine Übersicht aller Sessions/Sitzungen dieser Veranstaltung.
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Tagesübersicht |
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Ad-Hoc-Gruppe 3: Ad-Hoc-Gruppe 3 Ort: PHSt_A02.27 Chair der Sitzung: Clemens Löcker | |
| Präsentation 1 | |
Wie bewerte ich eine gute Frage? Bewertung im Sachunterricht zwischen Forschungsprozess und Narration Wer schon einmal einen Forschungsprozess im Sachunterricht begleitet und bewertet hat, kennt das Spannungsfeld: Ein Kind formuliert eine überraschend kluge Frage, entwickelt eigenständig Vermutungen und verfolgt einen erkennbar eigenen Denkweg – die Dokumentation bleibt jedoch lückenhaft. Ein anderes Kind liefert ein formal korrektes Ergebnis, eine weiterführende fragende Auseinandersetzung ist jedoch kaum erkennbar. Mit dem österreichischen Volksschullehrplan 2023 rückt die Frage nach einer kompetenzorientierten Leistungsbewertung noch stärker in den Mittelpunkt. Gerade im Sachunterricht zeigt sich dabei eine besondere Herausforderung: Als vielperspektivisches und lebensweltorientiertes Fach zielt er nicht auf die bloße Aneinanderreihung einzelner Fachzugänge, sondern auf die vernetzte Erschließung von Welt und auf die Auseinandersetzung mit den Lebenswirklichkeiten der Kinder (Peschel & Mammes, 2022). Damit geraten Lernprozesse in den Blick, die sich nicht allein über fertige Produkte erfassen lassen. Forschendes Lernen bietet hierfür einen zentralen didaktischen Zugang. Es versteht Lernen als offenen, nicht-linearen Prozess, in dem Kinder eigene Fragen entwickeln, diesen nachgehen und Erkenntnisse generieren. Dem Fragen kommt dabei eine Schlüsselrolle zu: Eigene Fragen fungieren als Ausgangs- und Bezugspunkt des Forschens, strukturieren den weiteren Prozess und machen individuelle Zugänge sichtbar (Schroeder & Ernst, 2026). Gleichzeitig zeigen empirische und theoretische Arbeiten, dass Fragen sowohl subjektiv bedeutsam als auch tragfähig für eine forschende Auseinandersetzung sein müssen (Ernst et al., 2026). Auch aus didaktischer Perspektive des Sachunterrichts gewinnt die Qualität von Fragen an Bedeutung. Themen entstehen nicht zufällig, sondern als pädagogisch gehaltvolle Fragestellungen, die lebensweltliche Bezüge herstellen und kompetenzorientierte Lernprozesse anstoßen (Grey et al., 2025). Eine „gute Frage“ eröffnet dabei unterschiedliche Perspektiven auf ein Phänomen und ermöglicht es Kindern, ihre Umwelt aktiv zu erschließen. Vor diesem Hintergrund stellt sich folgende zentrale Frage: Wann ist eine Frage eigentlich eine gute Frage – und wie kann sie im Unterricht sichtbar gemacht, gewürdigt und bewertet werden? Die Ad-hoc-Gruppe setzt genau hier an und lädt zur gemeinsamen Auseinandersetzung ein. Ausgangspunkt sind konkrete Praxisbeispiele, die unterschiedliche Lernmaterialien gegenüberstellen und zur Diskussion anregen. Darauf aufbauend entwickeln die Teilnehmenden in Kleingruppen Kriterien für die Bewertung von Forschungsprozessen, kindlichen Fragestellungen und möglichen Formen der Dokumentation. Ziel ist es, eigene Bewertungsmaßstäbe sichtbar zu machen, kritisch zu reflektieren und im Sinne einer kompetenzorientierten Rückmeldungskultur im Sachunterricht weiterzuentwickeln. Beiträge des Symposiums Wie bewerte ich eine gute Frage? Bewertung im Sachunterricht zwischen Forschungsprozess und Narration Wie bewerte ich eine gute Frage? Bewertung im Sachunterricht zwischen Forschungsprozess und Narration Wie bewerte ich eine gute Frage? Bewertung im Sachunterricht zwischen Forschungsprozess und Narration Wie bewerte ich eine gute Frage? Bewertung im Sachunterricht zwischen Forschungsprozess und Narration Wie bewerte ich eine gute Frage? Bewertung im Sachunterricht zwischen Forschungsprozess und Narration Wie bewerte ich eine gute Frage? Bewertung im Sachunterricht zwischen Forschungsprozess und Narration | |
