Grazer Grundschulkongress 2026
6. - 8. Juli 2026 | Graz, Österreich
Veranstaltungsprogramm
Eine Übersicht aller Sessions/Sitzungen dieser Veranstaltung.
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Tagesübersicht |
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Einzelbeitrag 32 Ort: PPH_C.3.52 | |
| Präsentation 1 | |
Zwischen einem Gesamtkonzept sprachlicher Bildung und gesetzlicher Vorgaben zur Leistungsbeurteilung. Spannungsfelder in der Leistungsbewertung mehrsprachig aufwachsender Lernender PH Vorarlberg, Österreich Mit der Lehrplangeneration 2023/24 wird für die Primar- und Sekundarstufe I auf der Makroebene des österreichischen Bildungssystems erstmals explizit ein „Gesamtkonzept sprachlicher Bildung“ ausgewiesen. In Schulungsmaterialien zu den Lehrplänen für Deutsch als Zweitsprache und den Erstsprachenunterricht wird der Erwerb des Deutschen als Zweitsprache im Kontext einer Gesamtkonzepts zur Sprachenbildung verortet. Dabei sollen schulische Angebote in den Sprachenfächern sowie fachlicher Unterricht zusammengedacht werden, um damit aus der Perspektive von mehrsprachig aufwachsenden Lernenden eine durchgängige Sprachenbildung zu unterstützen. Vor diesem Hintergrund nimmt der Beitrag das Spannungsfeld zwischen diesem auf der Makroebene formulierten Gesamtkonzept und der Leistungsbeurteilung entlang der aktuell gültigen Leistungsbeurteilungsverordnung (LBVO) in den Blick. Im Fokus steht die Frage, inwiefern normative Vorgaben, die auf eine gesamtsprachliche, ressourcenorientierte Sprachenbildung zielen, mit einer primär selektiv wirksamen Beurteilungslogik vereinbar sind – insbesondere im Hinblick auf mehrsprachig aufwachsende Lernende in Deutschförder- und Erst- und Fremdsprachenkontexten. Methodisch basiert der Beitrag auf einer dokumentenanalytischen Gegenüberstellung der LBVO, einschlägiger Passagen aus dem Lehrplan für die Volksschule, Schulungsmaterialien (aus dem Pädagogikpaket und anderen) zum Gesamtkonzept sprachlicher Bildung sowie zum integrativen Englischunterricht bzw. der Verwendung von Englisch als Arbeitssprache in allen Fächern (CLIL). Ziel ist es, (1) die normativen Rahmungen vom Gesamtkonzept sprachlicher Bildung sowie vom fachlichen Konzept „Kultur und Gesellschaft“ – und die darauf gründenden Bildungs- und Lehraufgaben des frühen Englischunterrichts (u.a. Englisch als Brückensprache zu Deutsch und anderen Erstsprachen) und Leistungsbeurteilung systematisch zu kontrastieren, (2) daraus resultierende Brüche, Spannungsfelder für die Leistungsbewertung v.a. mehrsprachiger Schüler:innen herauszuarbeiten und (3) Gestaltungsspielräume für eine sprachenbewusste bzw. sprachengerechte Leistungsbeurteilung zu diskutieren. | |
