Grazer Grundschulkongress 2026
6. - 8. Juli 2026 | Graz, Österreich
Veranstaltungsprogramm
Eine Übersicht aller Sessions/Sitzungen dieser Veranstaltung.
Bitte wählen Sie einen Ort oder ein Datum aus, um nur die betreffenden Sitzungen anzuzeigen. Wählen Sie eine Sitzung aus, um zur Detailanzeige zu gelangen.
|
Tagesübersicht |
| Sitzung | |
|
EB6 Ort: PHSt_A02.14 | |
| Präsentation 1 | |
Partizipatives Schüler*innenhandeln an Grundschulen– eine Interviewstudie mit Grundschullehrkräften Universität Münster, Deutschland Die Schule der Zukunft hat die Aufgabe, Schülerinnen systematisch auf die demokratische Teilhabe in der Gesellschaft vorzubereiten. Vor diesem Hintergrund ist es essenziell, bereits Grundschulkinder in der Entwicklung ihrer sozialen, partizipativen und demokratischen Kompetenzen zu fördern (vgl. Baumgardt 2025). Besonders die demokratische Handlungskompetenz bildet das Fundament für ein selbstwirksames, selbstgesteuertes und partizipatives Handeln der Schülerinnen. Die Grundschule stellt somit den primären demokratischen Lernort dar, der ein demokratisches Miteinander fördert und die politischen Vorstellungen der Kinder aufgreift (vgl. Brügelmann 2020). Für die Didaktik der Grundschule bedeutet dies, Partizipationsprozesse und eine freie Urteilsbildung als zentrale Schwerpunkte der Unterrichtsgestaltung zu verankern (vgl. Rucker 2018). Demokratie sollte dabei in der Grundschule als gelebte Lebensform erfahrbar gemacht werden bspw. in Form von demokratischen Schulgremien oder einem schüler*innenorientierten Unterricht, der individuelle Lernwege sowie die Teilhabe der Grundschulschüler*innen fördert. Aus dem aktuellen Forschungsstand kann hervorgehoben werden, dass Partizipationschancen seitens der Grundschulkinder häufig unzureichend wahrgenommen werden oder tendenziell eher Prozesse der Scheinpartizipation in Grundschulen zu beobachten sind. Deshalb ist es umso relevanter, die demokratische Teilhabe im Grundschulunterricht auszubauen und Grundschulschüler*innen über ihre eigenen Rechte aufzuklären. Im Rahmen des vorliegenden Forschungsprojekts werden Grundschullehrkräfte aus Nordrhein-Westfalen mittels eines halbstrukturierten Interviewleitfadens zu individuell wahrgenommenen Möglichkeiten und Grenzen partizipativer Unterrichtsgestaltung interviewt. Außerdem fokussiert die Interviewstudie die Relevanz von Demokratiebildung an Grundschulen sowie die Bedeutung von Partizipationserfahrungen für die Grundschulkinder. Gleichzeitig werden die Überzeugungen der Lehrkräfte betrachtet, welche das individuelle Unterrichtshandeln und somit die Gestaltung von Lernprozessen maßgeblich beeinflussen. Erste Ergebnisse der Studie werden berichtet und diskutiert. | |
