Grazer Grundschulkongress 2026
6. - 8. Juli 2026 | Graz, Österreich
Veranstaltungsprogramm
Eine Übersicht aller Sessions/Sitzungen dieser Veranstaltung.
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Tagesübersicht |
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EB17 Ort: PHSt_A02.24 | |
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„So war das nicht gemeint! – Pragmatik im Klassenzimmer“ (PiK) 1: Diözese Linz – Priv. PH – B5, Österreich; 2: Universität Graz; 3: Peter Petersen Landesschule St. Isidor Kinder mit traumatisierenden Erfahrungen zeigen häufig spezifische sprachliche Schwierigkeiten, insbesondere im Bereich der Pragmatik, die ihre Kommunikation und Interaktion beeinträchtigen (Di Sante et al., 2019; Helland et al., 2014). Sie interpretieren Gesprächssituationen oft anders als intendiert, was zu Missverständnissen und Verhaltensauffälligkeiten führen kann. Beispielsweise kann die Frage „Weißt du, wie spät es ist?“ als Angriff missverstanden werden („Natürlich weiß ich das!“), was mit aggressivem Verhalten einhergehen kann. Trotz der Relevanz pragmatischer Schwierigkeiten für den schulischen Alltag werden diese in Forschung und Praxis bislang nur unzureichend berücksichtigt (Di Sante et al., 2019). Das Projekt PiK -Pragmatik im Klassenzimmer adressiert diese Forschungslücke. Ziel ist es, zu untersuchen, wie pragmatische Defizite das Verhalten von Kindern mit traumatisierenden Erfahrungen im schulischen Kontext beeinflussen können. Auf Seite der Lehrpersonen wird untersucht ob kollegiale Supervision das Bewusstsein von Lehrpersonen für diese Problematik schärfen und die Lehrpersonen-Schüler*innenbeziehung verbessern kann. In einer Interventionsstudie in einer oberösterreichischen Sonderschule (01/2026 – 05/2026) werden zunächst Kommunikationssituationen, die zu Verhaltensauffälligkeiten bei Schüler*innen mit traumatisierenden Erfahrungen (n=8) führen, durch Tagebucheinträge von Lehrpersonen (n=5) dokumentiert. Nach 6 und 12 Wochen finden kollegiale Supervisionen statt, in denen pragmatische Schwierigkeiten als mögliche Ursache für die misslungenen Kommunikationssituationen diskutiert werden. Ergänzend werden Interviews (Prä- & Posttest) mit den Lehrpersonen und Erhebungen des Wohlbefindens der Schüler*innen (Prätest) durchgeführt. Der Beitrag präsentiert erste Ergebnisse dieser Studie und zeigt, ob Lehrpersonen durch gezielte Beobachtung und kollegiale Supervision pragmatische Defizite erkennen und für die Unterstützung bei Verhaltensauffälligkeiten nutzen können. | |
