Grazer Grundschulkongress 2026
6. - 8. Juli 2026 | Graz, Österreich
Veranstaltungsprogramm
Eine Übersicht aller Sessions/Sitzungen dieser Veranstaltung.
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Tagesübersicht |
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EB10 Ort: PPH_B.3.26 | |
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Befähigt? Berufseinstieg während des Bachelorstudiums Lehramt Primarstufe Pädagogische Hochschule Wien, Österreich Eingebettet in das Forschungsprojekt „Lebenswelten von Berufseinsteiger:innen“ der PH Wien wird der Blick im vorliegenden Beitrag auf eine spezifische Gruppe von Berufseinsteiger:innen gerichtet, die infolge des Lehrpersonenmangels zunehmend an Bedeutung gewonnen hat (Kreis et al., 2024; Pädagogische Hochschulen Österreichs, 2025): In den Fokus rücken Lehrpersonen der Primarstufe, die ihr Studium – konkret das Bachelorstudium Lehramt Primarstufe – noch nicht abgeschlossen haben. Ziel ist es, zu untersuchen, wie diese Lehrpersonen ihren Berufseinstieg erleben und auf welche Weise sie als befähigt verstanden werden können, den vielfältigen Anforderungen zu begegnen, die an sie als Berufseinsteiger:innen, als Studierende und als Personen gestellt werden. Der Begriff Befähigung wird dabei im aristotelischen Sinne als „dynamis“ gefasst – als ein kontextgebundenes Potenzial, das sich im Spannungsfeld individueller Ressourcen, institutioneller Rahmenbedingungen und konkreter Erfahrungen entfaltet. Befähigung steht dabei in einem engen Verhältnis mit Machtprozessen und umfasst sowohl die Handlungsmöglichkeit „potentia activa“ als auch die Erlebnis- und Leidensfähigkeit „potentia passiva“ (Röttgers, 2002). Folgende Forschungsfrage wird bearbeitet: In welcher Weise zeigt sich Befähigung – verstanden als Handlungsmöglichkeit „potentia activa“ sowie als Erlebnis- und Leidensfähigkeit „potentia passiva“ – im Kontext des Berufseinstiegs? Durch eine an der Grounded Theory orientierten Auswertung von neun Expert:inneninterviews (Strauss & Corbin, 1996; Döringer, 2021) wird beschreibbar, wie sich Befähigung im Berufseinstieg jener Lehrpersonen manifestiert. Sichtbar gemacht werden Prozesse, in denen Berufseinsteigende gestalten und verändern (potentia activia) oder sich als (nicht) empfänglich für Veränderung und Erfahrung zeigen (potentia passiva). Aus den Ergebnissen lassen sich Implikationen für das Lehramtsstudium, die Induktionsphase sowie für die Gestaltung schulischer Rahmenbedingungen ableiten. | |
