21. Jahrestagung der
Gesellschaft für Hochschulforschung (GfHf)
18.-20. März 2026 | Universität Paderborn
Veranstaltungsprogramm
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Die momentane Konferenzzeit ist: 09. März 2026 22:33:19 MEZ
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Sitzungsübersicht |
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Session 5.03: Methodische und methodologische Fragen 2
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| Präsentationen | ||
Vom Fall zur Fallstudie: Über Ansätze, Designs und methodologische Zugänge in der Hochschulforschung Leibniz Center for Science and Society, Leibniz Universität Hannover Fallstudien- oder Case-Study-Designs scheinen in der Hochschulforschung- und Wissenschaftsforschung weit verbreitet. In den Titeln von Publikationen und Vorträgen finden sich häufig Bezeichnungen wie ‚Fallstudie‘ oder ‚(empirischer) Fall‘. Die Ausführungen zum zugrundeliegenden Fallstudienansatz der Studien sind allerdings meist oberflächlich. Aufbauend auf dieser Beobachtung stellt sich die übergeordnete Frage, was eine sozialwissenschaftliche Fallstudie eigentlich ausmacht. Diese Frage lässt sich mit einem vergleichenden Blick in die einschlägige Literatur allerdings nicht so leicht beantworten. Ziel des vorliegenden Beitrages ist es entsprechend, sich der übergeordneten Frage anzunähern, dabei zunächst erstmal – aufgrund ihrer disziplinären Vielfalt – ausschließlich die Hochschulforschung in den Blick zu nehmen. Im Fokus des Beitrags stehen zwei Fragen:
Datengrundlage der Analyse sind empirische Forschungsartikel der Jahre 2014-2024 von zehn für die Hochschulforschung einschlägigen internationalen Fachzeitschriften. Primäre Datenquelle ist die Web of Science Core Collection, als ergänzende Datenquellen werden die Plattformen ERIC sowie FIS-Bildung herangezogen. Die Auswahl der zu analysierenden Beiträge wird auf Basis der Titel und Abstracts getroffen. Die Artikel werden sodann qualitativ analysiert, um ein Bild vom method(olog)ischen Zugang sowie dem Fallstudien- und Fallverständnis zu erhalten. Die systematische Analyse soll verschiedene methodologische Ansätze, die Verwendung unterschiedlicher Kombinationen von Erhebungs- und Auswertungsmethoden sowie unterschiedliche Typen von Fallstudien explorieren. Außerdem sollen Falleinheiten der Analysen und Themen identifiziert werden, die mittels Fallstudien in der Hochschulforschung bearbeitet werden. Der Beitrag ist ein Ausschnitt einer umfangreicheren Studie, die sich auf Basis von dreißig internationalen Fachjournalen mit dem Fallstudien- und Fallverständnis in der Wissenschaft- und Hochschulforschung beschäftigen wird. Die Diskussion der Erkenntnisse, die sich zunächst auf die Beiträge in einschlägigen Fachzeitschriften der Hochschulforschung beschränken, soll in die Überlegungen der weitergehenden Analysen einfließen. Nur das, was man von hier aus sehen kann FernUniversität in Hagen, Deutschland Mit dem Versuch sozialwissenschaftlicher Forschung eine naturwissenschaftlicher Forschung vergleichbare Gültigkeit zu erlangen, gehen meist positivistische Grundannahmen und quantitative Zugänge einher. Wenngleich qualitativ-interpretative Forschung sich davon abgrenzt, halten sich auch dort positivistische Ansprüche hartnäckig, wenn etwa quantitative Methoden integriert werden in der Hoffnung, relevant für politische Maßnahmen oder erfolgreich in meist neoliberal geprägten (quantitative Forschung bevorzugenden) Forschungsförderlogiken zu sein (Clarke et al., 2015). Ethische Begründungen für gute wissenschaftliche Praxis als Ausdruck von Normativitätsreflexion bezüglich Wissenschaft und Forschung Evangelische Hochschule Ludwigsburg, Deutschland Die Reflexion der ethischen Normativität von Wissenschaft und Forschung besitzt eine überragende Bedeutung für die Konstitution des akademischen Lebens. Allgemein formulierte Kriterien für gute wissenschaftliche Praxis wurden in Deutschland durch hochrangige Institutionen entwickelt, wie Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG), Hochschulrektorenkonferenz (HRK), Wissenschaftsrat und Deutschen Hochschulverband (DHV). | ||