21. Jahrestagung der
Gesellschaft für Hochschulforschung (GfHf)
18.-20. März 2026 | Universität Paderborn
Veranstaltungsprogramm
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Die momentane Konferenzzeit ist: 24. Aug. 2026 02:45:25 MESZ
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Posterpitch Ort: Hörsaal L1 | |
| Präsentation 7 | |
Wer bin ich in meiner Forschung? - Rollen in Design-Based-Research und das Verhältnis zur Neutralität DHBW Stuttgart, Deutschland Design-Based Research (DBR) ist durch die enge Verknüpfung von Forschung und Praxis geprägt und erfordert das gleichzeitige Einnehmen mehrerer Rollen. Im Zentrum dieses Posters steht die Reflexion der Rollen von Hochschullehrenden, Forschenden, Teilnehmenden und Gestaltenden (sowie möglicher weiterer Rollen) im Rahmen eines DBR-Prozesses, sowohl allgemein als auch aus der Perspektive der Arbeit der Autorin. Diese Rollen sind nicht strikt voneinander zu trennen, sondern stehen in einem wechselseitigen Verhältnis, das den Forschungsprozess maßgeblich prägt. Als Hochschullehrende werden pädagogische und organisatorische Anforderungen der Lehre in die Forschung eingebracht, die Rolle der Forschenden betont methodische Strenge, theoretische Fundierung und analytische Distanz. Die Position der Teilnehmenden impliziert eine unmittelbare Einbindung in das Feld und dessen soziale Dynamiken, während die Rolle der Gestaltenden aktive Interventionen und die Entwicklung praxisorientierter Lösungen umfasst. In Anlehnung an McKenney und Reeves (2019) wird DBR als zyklischer Prozess verstanden, der die iterative Entwicklung, Evaluation und Theoriebildung in realen Kontexten verbindet. Dabei wird Forschung nicht als distanziertes Beobachten, sondern als ko-konstruktiver Prozess begriffen, in dem Forschende aktiv in die Gestaltung und Umsetzung von Interventionen eingebunden sind. Euler (2014) hebt hervor, dass sich in diesem Spannungsfeld wissenschaftliche und praktische Rationalitäten verschränken und forschendes Handeln stets von institutionellen, normativen und persönlichen Faktoren beeinflusst wird. Fragestellung: Welche Spannungsfelder entstehen durch das gleichzeitige Einnehmen von Lehrenden-, Forschenden-, Teilnehmenden- und Gestaltendenrollen im DBR? Methodisches Vorgehen: Zur methodischen Erfassung dieser Rollenreflexion wurden Reflexionsprotokolle von der Autorin geführt, die fortlaufend Erfahrungen, Entscheidungen und Spannungsfelder dokumentieren. Diese dienten als Grundlage einer Meta-Reflexion (Reinmann, 2023), in der die Wechselwirkungen zwischen Rollenverständnis, Forschungsentscheidungen und Ergebnisinterpretation analysiert werden. Die gleichzeitige Wahrnehmung multipler Rollen stellt die Neutralität der Forschungsergebnisse infrage. Zur Sicherung von Validität, Glaubwürdigkeit und Transparenz sind Reflexivität und methodische Triangulation zentrale Qualitätskriterien. Neutralität wird dabei als fortlaufender, reflexiver Aushandlungsprozess verstanden, der für die wissenschaftliche Fundierung und Praxisrelevanz von DBR konstitutiv ist. | |