21. Jahrestagung der
Gesellschaft für Hochschulforschung (GfHf)
18.-20. März 2026 | Universität Paderborn
Veranstaltungsprogramm
Eine Übersicht aller Sessions/Sitzungen dieser Veranstaltung.
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Die momentane Konferenzzeit ist: 24. Aug. 2026 02:45:48 MESZ
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Tagesübersicht |
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Session 1.01: Demokratie und Demokratiebildung Ort: Raum L1.201 Chair der Sitzung: Eva Cendon, FernUniversität in Hagen | |
| Präsentation 3 | |
Zukunft gestalten lernen: Die Zukunftswerkstatt als demokratieförderndes Lehr-Lern-Format in der Hochschulbildung FernUniversität in Hagen, Deutschland Die Frage, wie Menschen darauf vorbereitet werden können, vor dem Hintergrund von Polykrisen, der Klimakatastrophe, aber auch den aktuellen demokratiegefährenden Entwicklungen handlungsfähig zu werden und zu bleiben, gewinnt zunehmend an Dringlichkeit. Dieses Thema hat in den letzten Jahren insbesondere im Rahmen von hochschul- und bildungspolitischen Dokumenten (u.a. UNESCO, 2021) an Bedeutung gewonnen. Dabei geht es immer wieder um das Erlangen einer sogenannten Futures Literacy, also einer Zukunftsgestaltungskompetenz, die das Neudenken, das Imaginieren, Antizipieren und Visionieren von Zukünften und das Berücksichtigen dieser Vorstellungen in der Gestaltung der Gegenwart ermöglichen soll (Miller, 2018; Sippl et al., 2023). Für die Hochschulbildung rückt damit die Frage in den Fokus, durch welche Lehr-Lern-Formate diese Zukunftsgestaltungskompetenz in die Hochschullehre integriert werden kann. Im Mittelpunkt des Vortrags steht die Zukunftswerkstatt als Methode, die in den 1970er Jahren über die Friedens- und Demokratiebewegung Eingang in den Bildungsbereich als „Veränderungen von unten“ (Müllert 2009, S. 271) gefunden und als Form der partizipativen Bildungsarbeit den Anspruch hat, zukunftsorientiert und demokratiefördernd zu wirken (Jungk & Müllert, 1981; Müllert, 2009). Sie wird in einem Modul zu Erwachsenen- und Weiterbildung im bildungswissenschaftlichen Masterstudium an einer FernUniversität eingesetzt: als partizipative Methode der Erwachsenenbildung und als Format der Selbstermächtigung und der Demokratisierung. Der Vortrag geht der Frage nach, inwiefern die Zukunftswerkstatt als Lernraum Prozesse der Selbstermächtigung anregen kann – verstanden als die Fähigkeit, gesellschaftliche Herausforderungen wahrzunehmen, kritisch zu reflektieren und daraus selbstbestimmt Handlungsmöglichkeiten zu entwickeln. Zu diesem Zweck wurden die von den Studierenden verfassten Methodenreflexionen sowie die im Rahmen des Moduls entwickelten Konzepte ausgewertet. Diese Materialien geben Aufschluss darüber, welche Reflexions- und Lernprozesse die Studierenden im Rahmen der Zukunftswerkstatt durchlaufen und inwiefern diese Erfahrungen dazu beitragen, gesellschaftliche Herausforderungen zu antizipieren und eigene Handlungsperspektiven zu entwickeln. | |