21. Jahrestagung der
Gesellschaft für Hochschulforschung (GfHf)
18.-20. März 2026 | Universität Paderborn
Veranstaltungsprogramm
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Die momentane Konferenzzeit ist: 24. Aug. 2026 02:47:25 MESZ
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Tagesübersicht |
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Posterpitch Ort: Hörsaal L1 | |
| Präsentation 4 | |
Subjektive Wahrnehmungen von Rollenspielsimulationen im Lehramtsstudium: Chancen für Professionalisierung und Reflexion TU Dortmund, Deutschland Die universitäre Lehrer:innenbildung steht vor der Aufgabe, Professionalisierungsprozesse so zu gestalten, dass Studierende sowohl fachliche als auch überfachliche Kompetenzen in einem reflexiven, verantwortungsbewussten und normativ sensiblen Rahmen entwickeln können (z. B. Baumert & Kunter 2013; KMK 2004, 2016). Ein zentraler Aspekt ist dabei die Förderung kommunikativer Handlungskompetenzen in authentischen, zugleich didaktisch strukturierten Settings. Der Beitrag untersucht, wie Lehramtsstudierende Simulationen in Form von Rollenspielen wahrnehmen und welche subjektiven Bedeutungen sie diesen für ihre Professionalisierung zuschreiben. Grundlage ist ein hochschuldidaktisches Lehr-Lern-Format, in dem angehende Lehrkräfte mit professionellen Schauspielpersonen berufstypische Kommunikationssituationen in digitalen Lernumgebungen erproben – basierend auf dem Rollenspiel-Format von Braun et al. (2018). Im Anschluss an die Simulationen, welche hier als Reflexionsanlass dienen, erhielten die Studierenden vorstrukturierte Reflexionsfragen, um ein tiefergehendes Verständnis von den Erfahrungen der Studierenden (n = 61 ) des allgemeinen und beruflichen Lehramts zu erhalten.. Die Auswertung erfolgte entlang der inhaltlich-strukturierenden qualitativen Inhaltsanalyse nach Mayring (2015). Die Auswertung der Reflexionen zeigt, dass insbesondere die Authentizität der Szenarien, die Möglichkeit zur direkten Erfahrung sowie der Rückgriff auf zuvor erworbenes theoretisches Wissen als gewinnbringend wahrgenommen werden. Gleichzeitig wird deutlich, dass Studierende des allgemeinen und beruflichen Lehramts unterschiedliche Perspektiven und Erwartungen mitbringen: Einige nutzen ihre Vorerfahrungen gezielt und sehen Simulationen als Lernchance, andere wünschen sich stärker weiterführende Anleitung und systematische Nachbereitung, besonders wenn ihre Erwartungshorizonte weniger klar ausgeprägt oder theoriebezogen sind. Insgesamt verdeutlichen die Befunde, dass Rollenspielsimulationen eine hohe subjektive Relevanz für die eigene Professionalisierung besitzen, indem sie Reflexion anregen, Handlungssicherheit stärken und Theorie-Praxis-Bezüge erlebbar machen. Erwartungshorizonte strukturieren diesen Prozess maßgeblich, indem sie beeinflussen, wie Erfahrungen gedeutet, Wissen angewandt und Lernchancen wahrgenommen werden. Damit wird ein Beitrag zur Debatte um die Gestaltung universitärer Professionalisierungsräume geleistet, die sowohl Theorie-Praxis-Integration als auch die Entwicklung wertbezogener Handlungskompetenz adressieren. | |