21. Jahrestagung der
Gesellschaft für Hochschulforschung (GfHf)
18.-20. März 2026 | Universität Paderborn
Veranstaltungsprogramm
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Die momentane Konferenzzeit ist: 24. Aug. 2026 02:47:06 MESZ
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Tagesübersicht |
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Session 2.03: Fokus auf Lehre 1 Ort: Raum L2.201 Chair der Sitzung: Mandy Hauser, Universität Leipzig | |
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Zum Verhältnis und Normativität und Emotionen im Kontext Hochschule Universität Leipzig, Deutschland Innerhalb der Frage nach Normativität in Forschung und Lehre und in Bezugnahme zum Themenfeld 1 „Normativität als implizite Grundlage wissenschaftlicher Praxis“ (CfP) möchte ich in meinem Beitrag diskutieren, in welcher Art und Weise Emotionen wissenschaftliches Arbeiten prägen, inwiefern sie die normativen Dimensionen von Hochschule mitbedingen und so zur (De)Stabilisierung von Normen und normativen Ansätzen beitragen (können). Normativität als Praxis der Bewertung entlang einer Dichotomie von richtig und falsch ist gerade mit Blick auf moralische Normen unweigerlich mit Emotionen verbunden (Landweer 2007). Diese zeigen, (re)produzieren und (de)stabilisieren sich in sozialen Arrangements, die immer auch „zugleich emotionale Arrangements [sind]“ (Illouz 2004, 11) – und so auch im wissenschaftlichen Handeln, das sich in Lehre und Forschung als soziale Praxis zeigt (Rieger-Ladich 2017). Dabei stehen Normen und Emotionen in einem relationalen Verhältnis zueinander: Zum einen wird die Wirksamkeit von Normen „durch deren emotionale Inkorporierung mit abgesichert“ (Niedenzu 2022, 71), zum anderen „werden affektiv-emotionale Befindlichkeiten normativ bearbeitet und sozial strukturiert“ (ebd.). Im Rahmen der Auseinandersetzung um die diversitätssensible Öffnung von Hochschulen für bisher ausgeschlossene Personen sowie für deren Perspektiven (siehe CfP) ist die Betrachtung von Emotionen als stabilisierende Komponente normativ aufgeladener Praxis von großer Bedeutung (Hauser 2024). In meinem Beitrag diskutiere ich das bisherige Ausklammern und Tabuisieren emotionaler Anteile wissenschaftlichen Arbeitens und die Fokussierung auf Rationalität und Objektivität (Trabert 2021) als Teil einer Dominanzkultur und die explizite Bezugnahme auf und das Sichtbarmachen von Emotionen als Möglichkeitsraum einer transformativen Hochschule (Hochschulbarometer 2022). Die transformative Hochschule versteht sich in diesem Sinne als „Teilsystem der Gesellschaft“ (siehe CfP) und hebt sich nicht von gesellschaftlichen Transformationsprozessen ab, sondern begreift sich als auf verschiedenen Ebenen (individuell, institutionell, strukturell) eng darin verwoben. In diesem Zusammenhang möchte ich zudem Emotionen im Kontext Hochschule als Forschungsdesiderat markieren und gemeinsam mit den Teilnehmenden methodologische und methodische Zugangsmöglichkeiten diskutieren. | |