21. Jahrestagung der
Gesellschaft für Hochschulforschung (GfHf)
18.-20. März 2026 | Universität Paderborn
Veranstaltungsprogramm
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Die momentane Konferenzzeit ist: 24. Aug. 2026 02:47:24 MESZ
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Tagesübersicht |
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Posterpitch Ort: Hörsaal L1 | |
| Präsentation 9 | |
Ethische Reflexion in Flipped Learning fördern 1: Internationales Zentrum für Ethik in den Wissenschaften, Universität Tübingen, Deutschland; 2: Arbeitsstelle Hochschuldidaktik, Universität Tübingen In Zeiten gefühlter gesellschaftlicher Polarisierung und drängender ökologischer Krisen geraten vermeintlich stabile moralische Gewissheiten ins Wanken. Damit wächst der Bedarf an Vergewisserung gemeinsamer normativer Grundlagen und an begründeten Handlungsoptionen, um sich aktuellen wie zukünftigen Herausforderungen stellen zu können. Auch die universitäre Ethiklehre sieht sich hier in der Verantwortung: Sie muss Studierende mit unterschiedlichen Wertvorstellungen, Bildungserfahrungen und kulturellen Identitäten nicht nur zusammenführen, sondern deren Fähigkeit fördern, mit divergierenden normativen Leitbildern kritisch und konstruktiv umzugehen. Das Projekt Ethische Reflexion in Flipped Learning fördern (am Internationalen Zentrum für Ethik in den Wissenschaften der Universität Tübingen) knüpft an diese Aufgabe an und entwickelt innovative Lehr-Lern-Einheiten, die im Sinne eines Flipped Learning Konzepts zentrale Elemente ethischer Grundbildung vermitteln. Studierende eignen sich zunächst im Selbststudium ein „ethisches Vokabular“ und eine „ethische Grammatik“ an – Grundlagen, die für die kritische Auseinandersetzung mit normativen Leitbildern unerlässlich sind. Die Präsenzphasen können dadurch konsequent auf die Bearbeitung konkreter Praxisbeispiele, die argumentative Auseinandersetzung, die Erprobung reflexiver Fähigkeiten sowie den Austausch über unterschiedliche Wertperspektiven konzentriert werden. Ziel ist es, Räume zu schaffen, in denen Studierende nicht nur bestehende moralische Konzepte reproduzieren, sondern deren Reichweite, Grenzen und Transformationspotenziale diskutieren. Flipped Learning bietet hierfür einen didaktischen Rahmen, der individuelle Vorbereitung mit kollektiver Verständigung verbindet. Dabei werden sowohl reflektierende (problemorientierte) wie auch reflexive (selbstorientierte) Fähigkeiten gestärkt. Das Poster stellt das Projekt vor, zeigt die Umsetzung in der universitären Praxis und präsentiert erste Evaluationsergebnisse. So wird deutlich, wie digitale Selbstlernmodule und begleitende Materialien zu einer interdisziplinären und zukunftsgerichteten Ethiklehre beitragen, die Studierende befähigt, normative Konflikte kritisch-konstruktiv zu bearbeiten und eine reflexive Kultur des Streitens und Verstehens zu fördern. | |