21. Jahrestagung der
Gesellschaft für Hochschulforschung (GfHf)
18.-20. März 2026 | Universität Paderborn
Veranstaltungsprogramm
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Die momentane Konferenzzeit ist: 24. Aug. 2026 02:45:26 MESZ
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Tagesübersicht |
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Posterpitch Ort: Hörsaal L1 | |
| Präsentation 3 | |
Intersektionalität in der Hochschulbildung Technische Universität Dortmund, Deutschland In Studien konnte aufgezeigt werden, dass, obwohl es viele Initiativen zur Bekämpfung von Ungleichheiten in der Hochschulbildung gibt, die Umsetzung nicht immer erfolgreich ist. Dies liegt zum einen daran, dass Universitäten lockere Kopplungen aufweisen (Weick, 1976) und zum anderen daran, dass viele dieser Initiativen sich auf eine bestimmte Dimension von Diversität konzentrieren, während andere Dimensionen unberücksichtigt bleiben. Daher ist es von hoher Bedeutung zu hinterfragen, wie Hochschulen strukturelle Ungleichheiten adressieren und zur Förderung inklusiver gesellschaftlicher Verhältnisse beitragen können. Konzepte wie Diversität, Intersektionalität und Inklusion spielen dabei eine zentrale Rolle, werden jedoch in der Forschung uneinheitlich operationalisiert (Lukkien, 2024). Um die Entwicklung von Intersektionalität in Hochschullehre und -lernen zu verstehen, untersuchen wir folgende Forschungsfragen: Welche thematischen Entwicklungen lassen sich in Bezug auf Intersektionalität in der Hochschulbildung identifizieren? Um diese Forschungsfrage zu beantworten, nehmen wir ein systematisches Literatur-Review (SLR) (Boland et al., 2024) vor. Es soll nachvollzogen werden, wie oft und in welchem Kontext Intersektionalität in der Hochschullehre in den Jahren 2020 bis 2025 in einer Auswahl an Fachzeitschriften behandelt wird. Ziel des SLR ist es, zu erkennen, inwieweit die Hochschulbildung in wissenschaftlichen Diskursen als Katalysator für die Schaffung einer inklusiven Gesellschaft wahrgenommen wird und welche Erkenntnisse aus der Forschung für die Weiterentwicklung der Hochschullehre von Bedeutung sind. Die vorliegende Untersuchung trägt somit nicht nur zur Klärung des aktuellen Forschungsstandes bei, sondern intendiert, wertvolle Impulse für zukünftige politische und hochschuldidaktische Initiativen in der Hochschulbildung zu geben, die auf die Förderung einer demokratischen und inklusiven Gesellschaft abzielen (Siri, 2022). Die Ergebnisse des SLR zeigen, dass Intersektionalität zwar häufig theoretisch eingeführt, empirisch jedoch selten in ihrer Mehrdimensionalität adressiert wird. Viele Studien fokussieren einzelne Kategorien (z. B. Gender), während Überschneidungen mit Klasse, Ethnizität oder Disability unterbeleuchtet bleiben (Crenshaw, 1991). Für zukünftige Forschung empfehlen wir daher vertiefte empirische Analysen, die intersektionale Mehrdimensionalität im Hochschulkontext berücksichtigen. | |