21. Jahrestagung der
Gesellschaft für Hochschulforschung (GfHf)
18.-20. März 2026 | Universität Paderborn
Veranstaltungsprogramm
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Die momentane Konferenzzeit ist: 24. Aug. 2026 02:46:18 MESZ
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Tagesübersicht |
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Session 4.02: Der Blick auf Studierende Ort: Raum L1.202 Chair der Sitzung: Eileen Lübcke, Universität Hamburg | |
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Wandel des Mindsets durch internationale Studienerfahrungen: Stipendiatinnen aus Kolumbien, Ghana und Indonesien 1: IU Internationale Hochschule, Deutschland; 2: Hochschule Fulda; 3: Universität Gießen Wir beleuchten die internationale Mobilität von Studierenden, die oft als „High Potentials“ in den Arbeitsmarkt eintreten. Studien deuten darauf hin, dass sie ihre lokalen und globalen Gemeinschaften prägen, indem sie die soziale und wirtschaftliche Entwicklung ihrer Heimatländer vorantreiben (Krannich/Hunger 2020; King/Raghuram 2013). Unser Fokus liegt dabei auf ehemaligen Student*innen, die aus dem Globalen Süden kommen und im Globalen Norden mit Hilfe eines Stipendiums studiert haben. Im Zentrum steht die Frage, ob und wie sich ihr Mindset durch das Auslandsstudium verändert hat – etwa in Bezug auf gesellschaftliche Wertvorstellungen, berufliche Kompetenzen und persönliche Haltungen (Kyle et al. 2018). Damit adressiert unsere Untersuchung auch die normativen Dimensionen von Bildung und Wissenschaft: Hochschulen vermitteln nicht nur Fachwissen, sondern prägen Werte, demokratische Haltungen und Verantwortungsbewusstsein (vgl. de Haas 2012, Faist et al. 2013, Portes/Fernández-Kelly 2015). Die Informationen wurden im Rahmen eines kürzlich abgeschlossenen internationalen DFG-Projekts erhoben und beruhen auf einer quantitativen Befragung von über 1000 Alumni aus Kolumbien, Ghana und Indonesien, die mit einem Stipendium in Deutschland oder den USA studiert haben. Diese ergänzen wir durch Interviews, die wir in den drei Ländern mit Rückkehrer*innen und Expert*innen geführt haben. Zusätzlich stellen ghanaische Alumni, die ein Stipendium im Heimatland erhielten (ohne Auslandsaufenthalt), eine Kontrollgruppe dar. In den Befragungen geben die Alumni aus den drei Ländern durchweg einen Mentalitätswandel an: die Alumni sind deutlich widerstandsfähiger gegenüber Hindernissen, offener für kulturelle Normen und besser in der Lage, berufliche Probleme zu lösen. Insbesondere ist auch ihre Bereitschaft gewachsen, sich für die Entwicklung ihres Heimatlandes einzusetzen. In den mündlichen Interviews betonen insbesondere Frauen aus Indonesien, dass sie an Selbstvertrauen und Durchsetzungsfähigkeit gewonnen haben und das Auslandsstudium entscheidend zu ihrer Persönlichkeitsentwicklung beigetragen hat. Insgesamt wird deutlich, dass internationale Studienerfahrungen nicht nur individuelle Bildungsbiografien prägen, sondern auch normative Orientierungen und Verantwortungsübernahmen verstärken und damit Innovationspotenziale für die Gesellschaft freisetzen. | |