21. Jahrestagung der
Gesellschaft für Hochschulforschung (GfHf)
18.-20. März 2026 | Universität Paderborn
Veranstaltungsprogramm
Eine Übersicht aller Sessions/Sitzungen dieser Veranstaltung.
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Die momentane Konferenzzeit ist: 24. Aug. 2026 02:45:25 MESZ
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Tagesübersicht |
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Session 5.04: Fremdheitserfahrungen bezogen auf Gender und Bildungshintergrund Ort: Raum L2.202 Chair der Sitzung: Dr. Anke Lipinsky, GESIS-Leibniz Institut für Sozialwissenschaften | |
| Präsentation 3 | |
GendAReview - Intersektionale Geschlechterforschung als machtkritisches Analyseinstrument von Hochschulen GESIS - Lebnizinstitut für Sozialwissenschaften, Deutschland Die internationale Geschlechterforschung betont in ihrer Tradition schon lange, dass Forschende und Forschung nicht außerhalb gesellschaftlicher Machtverhältnisse stehen, sondern ein Teil dieser sind. Vor allem der Anspruch auf epistemologische Neutralität wird in diesem Kontext kritisch hinterfragt. Akademisches Wissen erscheint als situiert (Haraway 1997); jede Erkenntnis entsteht aus einer bestimmten geografischen, sozialen, historischen und körperlichen Positionierung heraus. Dabei stellen sich folgende Fragen: Welche Positionen werden sichtbar und welche werden marginalisiert (Spivak 1988)? Werden die Theoretisierungen, die überwiegend auf Daten des globalen Nordens beruhen ausreichend reflektiert? Welche Personen erhalten bevorzugt Zugang in den wissenschaftlichen Kontext und dürfen forschen und unter welchen Umständen? Hochschulen sind die Schauplätze der Wissensproduktion und wissenschaftlicher Karrierewege, sie sind jedoch selbst keine neutralen Institutionen, sondern produzieren und reproduzieren, ähnlich wie andere Organisationen, normative und normierende Strukturen und Machtverhältnisse (Acker 1990; 2006). Gleichzeitig bieten Sie im Sinne einer diversitätssensiblen Hochschulgovernance das Potenzial auf eine demokratische und inklusive Gesellschaft hinzuwirken. Die vielschichtige Rolle von Hochschulen, macht sie zu einem idealen Untersuchungsfeld für eine machtkritische Betrachtungsweise (Grzanka et al. 2023), die zeigt, wie intersektionale Ungleichheitspraktiken in und durch die Wissenschaft, reproduziert werden. Der Einzelvortrag präsentiert die Ergebnisse einer Literaturanalyse der Themen Wissensproduktion, wissenschaftliche Karrierewege und Hochschulgovernance aus intersektionaler Geschlechterperspektive. Grundlage des Beitrags sind die Befunde von drei Literaturübersichtsarbeiten (Scoping Reviews). Die Reviews arbeiten den Forschungsstand aus 30 ausgewählten akademischen Journals der internationalen Geschlechterforschung auf. Das Vorgehen folgt dabei dem PRISMA-Schema (Tricco et al. 2018; Wegner 2024). Ziel ist es darzustellen, wie die internationale Geschlechterforschung auf normative und normierende Leistungsbereiche der Hochschule blickt. Dabei betont der Vortrag das Potenzial von Forschung mit klar positionierter Haltung, die einen Beitrag dazu leistet, Barrieren und epistemische Ungleichheiten an Hochschulen abzubauen. | |