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Didaktische Verankerung der interprofessional education in gesundheitswissenschaftlichen Studiengängen: Implementierungsstrategien für neue und bestehende Studiengänge
Jan-Hendrik Ortloff
Universität Witten/Herdecke, Deutschland
Hintergrund: In der deutschen Gesundheitsversorgung gewinnt die interprofessionelle Zusammenarbeit zunehmend an Bedeutung für die Bewältigung aktueller und zukünftiger Herausforderungen (Wissen-schaftsrat, 2012). Fachkräfte müssen im Studium Kompetenzen erwerben, um effektiv mit anderen zu-sammenzuarbeiten und sowohl das eigene Rollenverständnis zu stärken als auch andere Berufe wertzu-schätzen. Die Interprofessionale Education ist daher eine Voraussetzung für die interprofessionelle Zu-sammenarbeit (Sottas et al., 2020) und wird zunehmend als Voraussetzung für eine patientenzentrierte und zukunftsorientierte Zusammenarbeit in der Gesundheitsversorgung angesehen (Walkenhorst & Holl-weg, 2023). Ziel/Fragestellung: Im Rahmen der Promotion des Autors, die innerhalb des BMFTR-geförderten Ver-bund-Projektes „Einflussfaktoren auf neue Lehr-Lernkonzepte an privaten Hochschulen“ (www.ellph.de) erfolgt, sollen förderliche und hinderliche Faktoren zur Implementierung der Interprofessional Education identifiziert und u. a. die Fragen beantwortet werden: • Wie kann die Implementierung der Interprofessional Education in neuen und bestehenden Studi-engängen umgesetzt werden? • Welche Rolle spielt die Organisation der Hochschule und die Vernetzung zu externen Kooperati-onspartnern bei der Umsetzung der Interprofessional Education Methoden: Aufbauend auf der erweiterten Normalisierungsprozesstheorie (May, 2013) wurde ein leitfa-dengestützter Interviewleitfaden entwickelt. Darauf aufbauend konnten aus 12 Experteninterviews mittels qualitativer Inhaltsanalyse (nach Kuckartz) individuelle Beiträge und Best-Practice-Ansätze für die Implementierung der Interprofessional Education identifiziert werden. Ergebnisse: Seitens der Experten zeigen sich verschiedene Lehrformate und Themen für die Interprofes-sional Education. Betont wird zudem die Bedeutung von Rahmenbedingungen und der Hochschulorgani-sation, etwa Vernetzung, Kooperationen und curricular verankerte Praxiseinsätze. Schlussfolgerungen: Hochschulen bieten ein differenziertes Angebot an Studiengängen, in denen die Interprofessional Education punktuell verankert ist. Die Besonderheiten der Studienangebote, die Organi-sation der Hochschule aber auch die curriculare Verankerung lassen eine heterogene Landschaft erken-nen. Für eine effiziente Umsetzung der IPE müssen förderliche Rahmenbedingungen und effiziente Im-plementierungsstrategien daher noch identifiziert werden.