Veranstaltungsprogramm
Eine Übersicht aller Sessions/Sitzungen dieser Veranstaltung.
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Partizipative Bildungsentwicklung: Kompetenzen, Curricula und Lernformate (deutsch)
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ID: 1102
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Research in Progress Themen: Track - Partizipation in digitalen Bildungsprozessen Stichworte: digitalisierungsbezogene Kompetenzen, Unterrichtsgegenstand, DPACK, Trainingsevaluation DiKofaL - Ein Training zur Integration digitalisierungsbezogener Kompetenzen als Gegenstand des Unterrichts aller Fächer 1: TU Dresden, Professur für Didaktik der Informatik; 2: Universität Leipzig, Professur für Didaktik der Informatik; 3: TU Dresden, Zentrum für Lehrkräftebildung, Schul- und Berufsbildungsforschung <p>Digitalisierungsbezogene Kompetenzen (dK) gelten als eine zentrale Schlüsselqualifikation des 21. Jahrhunderts [1;2]. Dennoch wird die Digitalisierung in Schulen häufig auf die reine Nutzung digitaler Geräte reduziert [3]. Ein wesentliches Problem besteht darin, dass der bloße Einsatz digitaler Geräte durch Lehrkräfte oder Schüler:innen nicht zwangsläufig zur systematischen Entwicklung digitalisierungsbezogener Kompetenzen Seitens der Schüler:innen führt. Lehrkräfte stehen zudem vor Herausforderungen bei der Umsetzung von dK als fächerübergreifende Aufgabe, da bestehende Kompetenzrahmen oft nicht operationalisiert sind und keine vorgegebene Zuordnung zu Schulfächern und Jahrgangsstufen vorliegt [4;5]. Dieser Beitrag stellt die Konzeption und Weiterentwicklung des Seminars DiKofaL (Digitalisierungsbezogene Kompetenzen für alle Lernenden) vor. Es hat die Befähigung von Lehramtsstudierenden aller Fächer und Schulformen zur systematischen Integration von dK in ihren Fachunterricht zum Ziel.</p> <p>Basierend auf den Ergebnissen einer Vorerhebung mit Lehrkräften an weiterführenden Schulen wird das Seminar seit dem Sommersemester 2024 als Training implementiert und iterativ weiterentwickelt. Es wurde nach dem Vier-Komponenten Instruktionsdesign Model (4C/ID) [6] konzipiert, einem didaktischen Ansatz, der auf komplexes Lernen fokussiert. Aufbauend auf dem Modell des Digital Pedagogical Content Knowledge (DPACK) [7;8] und der didaktischen Unterscheidung zwischen Unterrichtsmedium, -werkzeug und -gegenstand erwerben die Teilnehmenden Kompetenzen zur Integration digitaler Artefakte als Gegenstand ihres Fachunterrichts. Ein zentraler Bestandteil des Trainings ist die Entwicklung detaillierter Umsetzungsbeispiele, die sowohl als Lerngelegenheit als auch als Leistungsnachweis dienen. Die Evaluation des Trainings erfasst drei der vier Ebenen des Kirkpatrick-Modells zur Trainingsevaluation [9;10], indem Reaktions-, Lern- und Transferebene adressiert werden. Dazu werden die Merkmale Zufriedenheit, Selbstwirksamkeit, Wissen und dessen Transfer sowie Transfermotivation als Indikatoren für den Trainingserfolg sowie die Qualität der entwickelten Umsetzungsvorschläge erhoben und ausgewertet.</p> <p>Erste Ergebnisse aus dem Jahr 2026 zeigen die Wirksamkeit des Trainings sowohl auf der Reaktions- als auch auf der Lernebene. Indikatoren auf der Transferebene liefern ebenfalls Hinweise auf positive Trainingseffekte. Die Evaluationsergebnisse bestätigen, dass strukturierte Interventionen die Integration digitalisierungsbezogener Kompetenzen in den Fachunterricht fördern können. Das Training bietet ein replizierbares Modell für die systematische Integration von dK als Unterrichtsgegenstand in alle Schulfächer und adressiert damit eine zentrale Lücke in der Lehrkräfteausbildung. Die Evaluationsinstrumente werden weiterentwickelt und das Training iterativ auf Basis der Evaluationsergebnisse verbessert, um die nachhaltige Förderung von dK bei Schüler:innen sicherzustellen.</p> ID: 1114
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Research in Progress Themen: Track - Partizipation in digitalen Bildungsprozessen Stichworte: Voraussetzungen partizipativer Bildungsprozesse, Lehrkräfteperspektiven, Berufsbildende Schulen, Digitale Infrastruktur Zwischen Anspruch und Umsetzbarkeit - Voraussetzungen partizipativer Gestaltung digitaler Bildungsprozesse in berufsbildenden Schulen TU Dresden, Deutschland <p>Digitale Partizipation und die partizipative Gestaltung digitaler Bildungsprozesse gelten als zentrale Leitmotive zeitgemäßer beruflicher Bildung und sind eng mit dem Anspruch digitaler Souveränität verbunden (Forum Bildung Digitalisierung, 2025; Schlicht, 2021). Insbesondere in (berufsbildenden) Schulen stellt sich jedoch die Frage, inwiefern die Voraussetzungen für eine solche Gestaltung unter den aktuell gegebenen institutionellen und infrastrukturellen Rahmenbedingungen tatsächlich vorhanden sind (z. B. Gerholz et al., 2022). Der Beitrag greift diese Fragestellung auf und fokussiert exemplarisch diesbezügliche Perspektiven von berufsbildenden Lehrkräften im Bereich Ernährung und Hauswirtschaft in Sachsen.</p> <p>Als Research in Progress sollen zwei explorative Teilstudien zusammengeführt werden: eine qualitative Interviewstudie zum Thema „Digitalisierung in der Hotellerie“ (n = 4), die im Rahmen einer studentischen Abschlussarbeit durchgeführt wurde, sowie eine digitale Lehrkräftebefragung zur Nutzung digitaler Medien und Anwendungen an berufsbildenden Schulen in Sachsen (n = 25). Grundlage der Befragung stellt ein indikatorenbasierter Fragebogen dar, der sich an bildungspolitischer Vorgaben orientiert (RL Digitale Schulen, 2019; MobilEndFöVO, 2020; LehrerEndFöVO, 2021; ITAdminFöVO, 2021). Dieser erfasst Potenziale und begrenzende Faktoren digital gestützter Lehr-Lernprozesse.</p> <p>Die Ergebnisse verweisen auf ein Spannungsverhältnis zwischen dem Anspruch partizipativer Gestaltung digitaler Bildungsprozesse und den tatsächlichen Möglichkeiten zur Entwicklung digitaler Souveränität, insbesondere im Hinblick auf die Stärkung der digitalen Kompetenzen von Lernenden unter aktuellen berufsschulischen Rahmenbedingungen. Zwar werden digitale Medien und Anwendungen von Lehrkräften als Erweiterung von Beteiligungs- und Gestaltungsspielräumen wahrgenommen (siehe auch Gerholz et al., 2022; Risius et al., 2024), zugleich zeigen sich jedoch deutliche Einschränkungen insbesondere im Hinblick auf die technische Infrastruktur der jeweiligen Bildungseinrichtung, die Verfügbarkeit von Endgeräten für Lernende sowie die nachhaltige Sicherstellung von Wartung und Administration digitaler Endgeräte. Bestehende Unterstützungsstrukturen werden dabei als nicht ausreichend beschrieben, um eine kontinuierliche Integration digitaler Medien zu gewährleisten.</p> <p>Der Beitrag soll vor diesem Hintergrund Voraussetzungen und Grenzen partizipativer Gestaltung digitaler Bildungsprozesse in berufsbildenden Schulen im Spannungsfeld struktureller Rahmenbedingungen und individueller Handlungsspielräume diskutieren. Er soll damit einen empirisch fundierten Beitrag zur Frage leisten, unter welchen Bedingungen digitale Souveränität im berufsschulischen Kontext angebahnt werden kann, und zeigt Ansatzpunkte für die Weiterentwicklung partizipativer digitaler Lehr-Lernprozesse auf.</p> ID: 1108
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Anwendungen in der Praxis Themen: Track - Partizipation in digitalen Bildungsprozessen Stichworte: partizipative Curriculumentwicklung, Querschnittsthemen-Integration, Ko-Kreation Lehre, fachidiomatische Übersetzung, Change Management Partizipative Curriculumsentwicklung als generisches Tool zur Integration von Querschnittsthemen in ingenieurwissenschaftliche Studiengänge FH Aachen, Deutschland ID: 1146
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Anwendungen in der Praxis Themen: Track - Partizipation in digitalen Bildungsprozessen Prozess zur partnerschaftlichen Hochschulentwicklung als strategischer Gesamtaufgabe 1: Universität Düsseldorf; 2: Technische Hochschule Mittelhessen; 3: Hochschule Hamm-Lippstadt; 4: Hochschule Stralsund; 5: TU Braunschweig; 6: HAW Hamburg ID: 1170
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Research in Progress Themen: Track - Partizipation in digitalen Bildungsprozessen Planspiele als Weg zu Interaktion und Teamfähigkeit im Fernstudium AKAD University, Deutschland Kollaborative Lernformate fehlen im Fernstudium häufig als systematisch verankerte Lerngelegenheiten (Vladova et al., 2021). Dieser Beitrag untersucht anhand einer laufenden Längsschnittstudie, welche Entwicklungen ein BWL-Planspiel im berufsbegleitenden Fernstudium im Hinblick auf Teamkompetenz, Shared Leadership und betriebswirtschaftliches Transferverständnis sichtbar macht. Die Studie ist als explorative Prozessanalyse in einem realen Lehrsetting angelegt. In einem Prä-Post-Design mit wöchentlichen Zwischenerhebungen wurden validierte Instrumente auf einer fünfstufigen Likert-Skala eingesetzt; höhere Werte zeigen eine stärkere Zustimmung an. Erste Pilotergebnisse liefern Hinweise auf positive Entwicklungen über den Spielverlauf hinweg: Shared Leadership weist den deutlichsten Zuwachs aller untersuchten Konstrukte auf (Ø 3.73 → 4.45, Δ +0.73), Teamkoordination steigt von Ø 3.77 auf Ø 4.10. Das betriebswirtschaftliche Transferverständnis fällt insgesamt positiv aus, wobei komplexe Systemzusammenhänge höher bewertet werden als der subjektiv wahrgenommene Lernzuwachs. Der Beitrag diskutiert Implikationen für die didaktische Verankerung partizipativer Lernformate in digitalen Bildungsprozessen. | ||
