Veranstaltungsprogramm
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Tagesübersicht |
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Responsive und inklusive Partizipation im KI-Zeitalter (deutsch) Ort: MS1.303 Seminarraum 2, Fr. ZooM-Login | |
| Präsentation 4 | |
ID: 1172
/ D2-S2-T2: 4
Research in Progress Themen: Track - Zukunft digitaler Partizipation, Track - Partizipation in digitalen und hybriden Gemeinschaften Stichworte: univocal, partizipation, digital, oss, dbir Autonome und responsive Partizipation im digitalen Raum: Neue Wege studentischer Mitgestaltung am Beispiel von Univocal 1: Leuphana Universität, Deutschland; 2: Johann Wolfgang Goethe Universität, Deutschland <p dir="ltr">Trotz legislativer Anforderungen und normativer Forderungen nach mehr demokratischer Teilhabe und partizipativer Hochschulentwicklung (Forum Hochschule der Nationalen Plattform BNE, 2025; Behm, 2025; HRG, 1999, § 7; Steger, 2024) ist der Weg zur Mitgestaltung an universitären Gestaltungsprozessen durch Studierende oft an die Anerkennung durch offizielle Gremien und Strukturen der akademischen Selbstverwaltung gekoppelt (Steger, 2024; Heilsberger, 2021), die nur einer geringe Anzahl an Studierenden zuteil wird.</p> <p dir="ltr">Der vorliegende Beitrag widmet sich genau jener Lücke und geht der zentralen Forschungsfrage nach: Wie können Studierende, die nicht Teil der offiziellen akademischen Selbstverwaltung sind, ihr Studium und die Universität mithilfe von digitalen Tools mitgestalten? Als Lösungsansatz und Untersuchungsgegenstand dient dabei die digitale Plattform “Univocal”. Die Plattform wurde von den Autor*innen entwickelt und als Open-Source-Software veröffentlicht (https://github.com/eduinteractive/univocal-oss), um beteiligungsorientierte Arbeit im Universitätsbetrieb zu vereinfachen.</p> <p dir="ltr">Hierfür unterscheiden wir zwischen zwei Gruppen von Partizipation, angelehnt an die Partizipationsstufen von Roger Hart (2013, S. 41):</p> <ol> <li dir="ltr"> <p dir="ltr">"autonom partizipative": Studierende in einer durch die Universität zugewiesene Studierendenvertretungsrolle, welche innerhalb der eigenen Konstituiertheit Selbstbestimmt, -verwaltet und -organisiert agieren (Stufen 8-9 nach Hart)</p> </li> </ol><ol start="2"> <li dir="ltr"> <p dir="ltr">"responsiv partizipative": Studierende ohne eine durch die Universität zugewiesene Studierendenvertretungsrolle, welche auf Angebote von Teilhabe, Anhörung, Einbeziehung, Mitwirkung oder Mitbestimmung reagieren, die durch Gruppe 1 zur Verfügung gestellt werden (Stufen 3-7 nach Hart)</p> </li> </ol> <p dir="ltr">Im Fokus der Untersuchung stehen die Wechselbeziehungen zwischen beiden Gruppen. Methodisch wird das Projekt hierfür als Design Based Implementation Research (DBIR) (Fishman et al., 2013) angelegt und befindet sich derzeit im Aufbau (Research in Progress).</p> <p dir="ltr">Die kontinuierliche Datenerhebung ist eng mit der iterativen Entwicklung und Nutzung der Plattform im laufenden universitären Betrieb verzahnt. Es werden Fokusgruppen gebildet und interviewt, in der kontinuierlich Nutzungserfahrungen aufgenommen, reflektiert und in konkrete iterative Weiterentwicklungen der Plattform überführt werden. Der technische Changelog dient als strukturierender Bezugspunkt, um Entwicklungsstände, Anpassungen und Nutzung systematisch miteinander in Beziehung zu setzen. Erfasst werden quantitative Nutzungsmetriken (insbesondere Zeit- und Verlaufsdaten/Timelinedaten) sowie Interaktionsdaten zentraler Funktionen (z. B. Wiki, Umfragen, Veranstaltungsorganisation) über integrierte Logging-Mechanismen. Ziel ist es, Nutzungsmuster digitaler Beteiligung sichtbar zu machen und nachzuvollziehen, wie und in welchen Formen Mitgestaltung über digitale Partizipationsplattformen möglich ist. Eine Veröffentlichung der Daten soll in einem Open-Data-Hub erfolgen.</p> | |
