Veranstaltungsprogramm
Eine Übersicht aller Sessions/Sitzungen dieser Veranstaltung.
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Tagesübersicht |
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Digitale Lernumgebungen gestalten (deutsch) Ort: MS1.302 Seminarraum 1, Do. ZooM-Login | |
| Präsentation 4 | |
ID: 1165
/ D1-S1-T1: 4
Research in Progress Themen: Track - Partizipative Forschung, Track - Zukunft digitaler Partizipation, Track - Partizipation in digitalen Bildungsprozessen Training ohne Gegenüber? KI als neuer Akteur im sozialen Kompetenztrainings 1: HSPV NRW, Deutschland; 2: Helmut-Schmidt-University; 3: Fachhochschule Südwestfalen; 4: Fernuniversität Hagen <p>Für eine erfolgreiche Bewältigung polizeilicher Einsatzlagen sind neben fachlichen Qualifikationen und körperlichen Fähigkeiten insbesondere ausgeprägte sozial-kommunikative Handlungskompetenzen erforderlich (Lorey, 2025). Die Qualität dieses Umgangs prägt nicht nur die unmittelbare Interaktion, sondern auch das gesellschaftliche Bild der Polizei. Entsprechend gewinnen dialogorientierte Kommunikationskompetenzen, Deeskalationsfähigkeit sowie Sensibilität für ambivalente soziale Situationen zunehmend an Bedeutung.</p> <p>Im Studium des Polizeivollzugsdienstes ist das „Training sozialer Kompetenzen“ (TSK) curricular verankert und dient der verhaltensnahen Vorbereitung auf komplexe Einsatzsituationen. Studierende werden dabei mit anspruchsvollen Kommunikationsanforderungen konfrontiert, etwa beim Überbringen von Todesnachrichten oder im Umgang mit Opfern, Angehörigen sowie psychisch belasteten Personen. Solche Situationen gelten als schwer vorhersehbar und stellen hohe Anforderungen an Kommunikation, Emotionsregulation und situative Urteilsfähigkeit (Lorey & Fegert, 2021). Funktionale Handlungsoptionen werden bislang primär in Rollenspielen erprobt und anschließend reflektiert.</p> <p>Parallel dazu eröffnet der Einsatz Künstlicher Intelligenz (KI) im Lehr- und Lernkontext neue Möglichkeiten zur Gestaltung adaptiver, individualisierter und interaktiver Lernumgebungen. Insbesondere KI-basierte Systeme zur natürlichen Sprachverarbeitung ermöglichen simulationsbasierte Trainingsformate, in denen Lernende komplexe Kommunikationssituationen wiederholt, variabel und mit reduziertem sozialen Risiko erproben können.</p> <p>Vor diesem Hintergrund untersucht die vorliegende Studie die Integration KI-gestützter, sprachbasierter Interaktionssysteme in das TSK sowie deren Potenziale für die Weiterentwicklung kommunikativer Kompetenzen. Zum Einsatz kommen KI-basierte Systeme mit natürlicher Sprachinteraktion, die realitätsnahe Gesprächssituationen simulieren. Die KI übernimmt dabei unterschiedliche Rollen als fiktive Personen.</p> <p>Methodisch folgt die Untersuchung einem anwendungsorientierten Design. Auf Basis typischer polizeilicher Einsatzsituationen wurden strukturierte Gesprächsszenarien entwickelt und in den Trainings eingesetzt.</p> <p>Die Evaluation erfolgt durch die Einschätzungen der Teilnehmenden hinsichtlich Realitätsnähe, Lernwirksamkeit und Handhabbarkeit erhoben. Zusätzlich bewerten Beobachter:innen die Qualität der Interaktionen.</p> <p>Die Ergebnisse zeigen, dass KI-gestützte Gesprächssimulationen insbesondere durch ihre Verfügbarkeit, Variabilität und Fehlertoleranz als lernförderlich wahrgenommen werden. Gleichzeitig bestehen Einschränkungen hinsichtlich der wahrgenommenen Authentizität und emotionalen Tiefe. Insgesamt deutet sich an, dass KI-basierte Systeme eine sinnvolle Ergänzung bestehender Trainingsformate darstellen, insbesondere für standardisierte Übungssituationen und initiale Kompetenzaufbauphasen.</p> | |
