Veranstaltungsprogramm
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Tagesübersicht |
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Digitale Infrastrukturen für Lernen, Offenheit und Beteiligung (deutsch) Ort: MS1.302 Seminarraum 1, Fr. ZooM-Login | |
| Präsentation 3 | |
ID: 1157
/ D2-S1-T2: 3
Projektbeitrag (Work In Progress) Themen: Track - Partizipation in digitalen Bildungsprozessen Stichworte: Studentische Partizipation, Private Hochschulen, Organisationale Partizipation, Didaktisch-Curriculare Partizipation, Digitale Studienformate Systematische Analyse rechtlicher Grundlagen und institutioneller Strukturen studentischer Partizipation an privaten Hochschulen im Kontext digitaler Studienformate AKAD University of Applied Sciences <p>Studentische Partizipation gilt als konstitutives Element demokratischer Hochschulentwicklung. Empirisch zeigt sich jedoch ein paradoxes Bild. Während die formalen Beteiligungsrechte in den vergangenen Jahrzehnten formal deutlich ausgebaut wurden, sind die tatsächlichen Beteiligungsquoten dennoch rückläufig (Biehl, 2024). Ursachen liegen in beschleunigten Studienverläufen, ökonomischen Zwängen sowie in der zunehmenden Verbreitung digitaler, berufsbegleitender und hybrider Studienformate, welche wiederum fortwährend neue Anforderungen an partizipative Strukturen stellen. Obwohl private Hochschulen heute bereits rund 30 Prozent der deutschen Hochschullandschaft ausmachen und durch ihre typischerweise hohe Heterogenität in Trägerschaften, Governance-Strukturen und Studienmodellen eine entsprechend besondere Stellung in dieser Diskussion einnehmen, sind sie in der Hochschulforschung bislang jedoch deutlich unterrepräsentiert. </p> <p>Vor diesem Hintergrund adressiert das vom BMFTR geförderte Forschungsprojekt [BLINDED] eine doppelte Forschungslücke, da sowohl systematische empirische Kenntnis über rechtliche Grundlagen, institutionelle Strukturen und gelebte Beteiligungspraxis an privaten Hochschulen fehlt, als auch die Kombination organisationaler Partizipation und didaktisch-curricularer Partizipation bislang kaum untersucht ist (Ditzel & Bergt, 2013; Raffaele & Rediger, 2021). </p> <p>Methodisch steht im Mittelpunkt der laufenden Analysephase zunächst eine strukturierte komparative Dokumentenanalyse der öffentlich zugänglichen Quellen hochschulrechtlicher Grundlagen (v.a. Landeshochschulgesetze sowie Satzungen, Ordnungen und Gremienstrukturen), orientiert an den theoretischen Konzepten „Student Engagement" (Trowler, 2010) und „Students as Partners" (Healey et al., 2016). Ergänzend soll eine Sichtbarkeits- und Zugänglichkeitsanalyse den theoretischen und rechtlichen Rahmen um einen Abgleich zur gelebten Praxis aus studentischer Perspektive ergänzen und dabei aufzeigen, inwieweit relevante Informationen für Studierende (insbesondere im Fernstudium und hybriden Lernen) tatsächlich auffindbar und verständlich sind. </p> <p>Basierend auf dem bisherigen Forschungsstand ergeben sich die folgenden ersten Hypothesen. Die rechtliche Ausgestaltung studentischer Partizipation variiert demnach erheblich zwischen Hochschultypen und Trägerschaften. Da der gesetzliche Rahmen für private Hochschulen primär nur das Vorhandensein studentischer Beteiligung vorgibt, obliegt die tatsächliche Ausgestaltung den institutionellen Satzungen. Entsprechend ist anzunehmen, dass sich besonders im Vergleich der Satzungen und Ordnungen privater Hochschulen, eine äußerst divergente individuelle Nutzung des Gestaltungsspielraums zeigt, mit heterogenen Auswirkungen auf Sichtbarkeit und Zugänglichkeit, insbesondere in digitalen Formaten. Der Beitrag diskutiert diese Hypothesen im Kontext bestehender Partizipationstheorien und bereitet die nachfolgende empirische Erhebungsphase vor.</p> | |
