Veranstaltungsprogramm
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Tagesübersicht |
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Ko-Kreation in digitalen Bildungs- und Wissensräumen (deutsch) Ort: MS1.303 Seminarraum 2, Fr. ZooM-Login | |
| Präsentation 2 | |
ID: 1137
/ D2-S2-T1: 2
Forschungsbeitrag Themen: Track - Partizipative Forschung, Track - Partizipation als Ko-Kreation, Track - Partizipation in digitalen Bildungsprozessen Stichworte: Third Mission, partizipative Forschung, Digitale Lernökosysteme, Ko-Konstruktion, LemaS, Selbstwirksamkeit, Governance Digitale Partizipation als Komplexitätsbewältigung: Third Mission in der LemaS-Transferstrategie 1: Technische Universität Dresden; 2: Universität Leipzig <p>Die Gestaltung bundesweiter digitaler Lernökosysteme wie der Plattform des Projektes „Leistung macht Schule“ (LemaS)[1] steht vor der Herausforderung, die strukturelle Komplexität der deutschen Bildungslandschaft mit den spezifischen Bedarfen heterogener Stakeholdergruppen (Lehrkräfte, Schulverwaltung, Politik und Forschung) zu vereinen (Weigand 2021; siehe Abbildung[2]). Angesichts föderaler Fragmentierung stoßen rein hierarchische Steuerlogiken an ihre Grenzen. In diesem Kontext wird die LemaS-Plattform nicht nur als technisches Werkzeug, sondern als soziotechnisches System begriffen, dessen Erfolg maßgeblich von der Passfähigkeit zwischen technischer Logik und (schul-)praktischer Expertise abhängt (Kernebeck & Fischer, 2024). Der vorliegende Beitrag untersucht am Beispiel der Workspace-Strukturen (digitale, kollaborative Arbeitsräume mit Communityfunktionen) auf der LemaS-Plattform, wie partizipative Formate fungieren, um den wechselseitigen Transfer zwischen Forschung und Praxis im Sinne der <em>Third Mission </em>(Wissenschaftsrat 2016; BMBF 2020) zu realisieren. Die theoretische Basis bildet das Konzept der <em>Third Spaces</em> (Bhabha 1990; Zeichner 2010), welche innerhalb der digitalen Infrastruktur die Etablierung von Community of Practise (Kreuzmann 2022) ermöglichen. Mittels qualitativer Fokusgruppendiskussion (geplant für Quartal 2-3) soll untersucht werden, (I) inwieweit die Teilnehmenden durch dialogorientierte Formate ihre Selbstwirksamkeit in der Mitgestaltung des Systems erleben und (II) ob die digitale Workspace-Architektur auf der Plattform die funktionalen Anforderungen an ko-konstruktive Aushandlungsprozesse aus Sicht der Stakeholder erfüllt. Im Fokus steht die Gruppe der Landes- und Schulmultiplikator*innen (Verwaltungspersonal Lehrkräftefortbildung sowie Lehrkräfte). Die Auswertung erfolgt mittels induktiv-deduktiver Kategorienbildung nach Mayring (2019), wobei insbesondere Gruppendynamiken mit potenziellem Konsens und Dissens hinsichtlich der soziotechnischen Passfähigkeit der LemaS-Plattform analysiert werden. Die zum Konferenzzeitpunkt vorliegenden<em> </em>Ergebnisse geben Aufschluss darüber, wie partizipative Formate die Akzeptanz komplexer digitaler Infrastrukturen sichern und inwieweit die Einbindung als „lebensweltliche“, hier vor allem bildungspraktische Expert*innen (Unger 2014) das Commitment und damit die Governance zur Plattform stärkt. Der Beitrag liefert wertvolle Impulse für die Evaluation von Large-Scale-Projekten und die Transformation digitaler Bildungsräume und leistet einen theoretischen und empirischen Beitrag zur Debatte über die methodische Integration von Partizipation in komplexen Projekten innerhalb der Bildungsforschung.</p> <p>[1] Projektwebseite: https://lemas-forschung.de/</p> <p>[2] Die Abbildung zeigt die Projektstruktur von LemaS, die im Rahmen einer Online-Lernplattform abgebildet und deren Workflows und Transferstrategien digital untersetzt werden sollen.</p> | |
