Veranstaltungsprogramm
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Tagesübersicht |
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Partizipative Bildungsentwicklung: Kompetenzen, Curricula und Lernformate (deutsch) Ort: MS1.302 Seminarraum 1, Fr. ZooM-Login | |
| Präsentation 2 | |
ID: 1114
/ D2-S1-T1: 2
Research in Progress Themen: Track - Partizipation in digitalen Bildungsprozessen Stichworte: Voraussetzungen partizipativer Bildungsprozesse, Lehrkräfteperspektiven, Berufsbildende Schulen, Digitale Infrastruktur Zwischen Anspruch und Umsetzbarkeit - Voraussetzungen partizipativer Gestaltung digitaler Bildungsprozesse in berufsbildenden Schulen TU Dresden, Deutschland <p>Digitale Partizipation und die partizipative Gestaltung digitaler Bildungsprozesse gelten als zentrale Leitmotive zeitgemäßer beruflicher Bildung und sind eng mit dem Anspruch digitaler Souveränität verbunden (Forum Bildung Digitalisierung, 2025; Schlicht, 2021). Insbesondere in (berufsbildenden) Schulen stellt sich jedoch die Frage, inwiefern die Voraussetzungen für eine solche Gestaltung unter den aktuell gegebenen institutionellen und infrastrukturellen Rahmenbedingungen tatsächlich vorhanden sind (z. B. Gerholz et al., 2022). Der Beitrag greift diese Fragestellung auf und fokussiert exemplarisch diesbezügliche Perspektiven von berufsbildenden Lehrkräften im Bereich Ernährung und Hauswirtschaft in Sachsen.</p> <p>Als Research in Progress sollen zwei explorative Teilstudien zusammengeführt werden: eine qualitative Interviewstudie zum Thema „Digitalisierung in der Hotellerie“ (n = 4), die im Rahmen einer studentischen Abschlussarbeit durchgeführt wurde, sowie eine digitale Lehrkräftebefragung zur Nutzung digitaler Medien und Anwendungen an berufsbildenden Schulen in Sachsen (n = 25). Grundlage der Befragung stellt ein indikatorenbasierter Fragebogen dar, der sich an bildungspolitischer Vorgaben orientiert (RL Digitale Schulen, 2019; MobilEndFöVO, 2020; LehrerEndFöVO, 2021; ITAdminFöVO, 2021). Dieser erfasst Potenziale und begrenzende Faktoren digital gestützter Lehr-Lernprozesse.</p> <p>Die Ergebnisse verweisen auf ein Spannungsverhältnis zwischen dem Anspruch partizipativer Gestaltung digitaler Bildungsprozesse und den tatsächlichen Möglichkeiten zur Entwicklung digitaler Souveränität, insbesondere im Hinblick auf die Stärkung der digitalen Kompetenzen von Lernenden unter aktuellen berufsschulischen Rahmenbedingungen. Zwar werden digitale Medien und Anwendungen von Lehrkräften als Erweiterung von Beteiligungs- und Gestaltungsspielräumen wahrgenommen (siehe auch Gerholz et al., 2022; Risius et al., 2024), zugleich zeigen sich jedoch deutliche Einschränkungen insbesondere im Hinblick auf die technische Infrastruktur der jeweiligen Bildungseinrichtung, die Verfügbarkeit von Endgeräten für Lernende sowie die nachhaltige Sicherstellung von Wartung und Administration digitaler Endgeräte. Bestehende Unterstützungsstrukturen werden dabei als nicht ausreichend beschrieben, um eine kontinuierliche Integration digitaler Medien zu gewährleisten.</p> <p>Der Beitrag soll vor diesem Hintergrund Voraussetzungen und Grenzen partizipativer Gestaltung digitaler Bildungsprozesse in berufsbildenden Schulen im Spannungsfeld struktureller Rahmenbedingungen und individueller Handlungsspielräume diskutieren. Er soll damit einen empirisch fundierten Beitrag zur Frage leisten, unter welchen Bedingungen digitale Souveränität im berufsschulischen Kontext angebahnt werden kann, und zeigt Ansatzpunkte für die Weiterentwicklung partizipativer digitaler Lehr-Lernprozesse auf.</p> | |
