Veranstaltungsprogramm
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4.3 PW: Familien in Trennungsprozessen professionell beraten und begleiten
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Familien in Trennungsprozessen professionell beraten und begleiten Pädagogische Hochschule Ludwigsburg, Deutschland Eine Trennung der Eltern stellt alle Familienmitglieder vor vielschichtige emotionale, aber auch praktische Herausforderungen, die sich insbesondere in der frühen Kindheit prägend auf die kindliche Entwicklung auswirken können. Die unterschiedlichen Bedürfnisse und Belastungen der einzelnen Familienmitglieder sind dabei in der Regel komplex miteinander verwoben, was eine differenzierte Betrachtung des Familiensystems erforderlich macht. Konfliktdynamiken und wechselseitige Verstrickungen zwischen den Eltern können dazu führen, dass die Bedürfnisse des Kindes aus dem Blick geraten; zudem erschweren sie nicht selten auch die konstruktive und kooperative Zusammenarbeit zwischen Eltern und pädagogischen Fachkräften. Beratung im Kontext der Interdisziplinären Frühförderung in Baden-Württemberg richtet sich dabei nicht nur auf das Kind, sondern auf die Familie als Ganzes. Im Kontext von Trennung und Scheidung agieren Beratende der Frühförderung deshalb im Spannungsfeld zwischen der allparteilichen Unterstützung aller Familienmitglieder und der Verantwortung, bei Bedarf die Bedürfnisse und Interessen des Kindes den Eltern gegenüber zu vertreten. Um dieser Herausforderung gerecht zu werden, bedarf professionelle Beratung eines systemischen Bezugsrahmens, der die Familie als komplexes Beziehungsgefüge im Trennungsprozess betrachtet und dabei auch die Rolle der Beratenden selbst mit einbezieht. Neben einem fundierten Fachwissen und Verständnis potenzieller Konfliktdynamiken benötigen Beratende auch eine hohe Kompetenz im Bereich der Selbst- und Prozessreflexion, um in diesem komplexen Feld professionell agieren zu können. Dieser Workshop verbindet theoretische Impulse zu Konflikt- und Beziehungsdynamiken sowie etablierte Beratungsansätze aus der Familienmediation und der Interdisziplinären Frühförderung mit der praxisorientierten Arbeit an Fallbeispielen. Dabei werden die komplexen Prozesse der Beratung und Begleitung von Familien in Trennung reflektiert, mögliche „Stolpersteine“ identifiziert und Ansätze des konstruktiven Umgangs mit diesen diskutiert. Ziel ist es, die Sensibilität für die vielschichtigen Bedürfnisse und Beziehungsgefüge zu schärfen und die professionelle Handlungs- und Beratungskompetenz im Kontext der Begleitung von Familien in Trennungssituationen zu stärken. | |