7. Internationales Bodensee-Symposium
Frühe Kindheit 2026
12. und 13. Juni 2026
Pädagogische Hochschule Thurgau | Kreuzlingen
Veranstaltungsprogramm
Eine Übersicht aller Sessions/Sitzungen dieser Veranstaltung.
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3.2 FP: Und wie geht es eigentlich den Eltern? Einblicke in das laufende Forschungsprojekt «Parental Wellbeing & Family Care»
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Und wie geht es eigentlich den Eltern? Einblicke in das laufende Forschungsprojekt «Parental Wellbeing & Family Care» OST Ostschweizer Fachhochschule, Schweiz In der frühkindlichen Förderung liegt traditionell der Schwerpunkt auf der Entwicklung und dem Wohlbefinden der Kinder. Um Erziehung und Förderung jedoch umfassend zu verstehen, müssen auch die Situation und das Wohlbefinden der Eltern berücksichtigt werden. Forschungsarbeiten zeigen, dass sich die Zufriedenheit und das Wohlbefinden der Eltern positiv auf die familiären Beziehungen und somit auf die Kinder auswirken. Rückt dies mit in den Fokus gelingt es, Reaktionen der Eltern in der Zusammenarbeit mit Institutionen und Fachpersonen sowie ihr Erziehungsverhalten besser zu verstehen, eine erfolgreiche Kooperation aufzubauen und somit sowohl die Eltern als auch die Entwicklung der Kinder positiv und nachhaltig zu stärken. In unserem Beitrag geben wir Einblick in unser laufendes Forschungsprojekt „Parental Wellbeing – Family Care between Reward and Overload“, das vom Schweizerischen Nationalfonds (SNF) gefördert wird. Erste Ergebnisse zeigen, dass sich Eltern innerhalb ihrer vielfältigen Anforderungen in einem erheblichen Spannungsfeld bewegen, in welchem sie vielfältigen Anforderungen und Bedürfnissen gerecht werden müssen. In Paarinterviews berichten sie von Herausforderungen in diesem Spannungsfeld, aber auch von ihren Hoffnungen und Wünschen nach Verbesserungen sowie von gelingenden Momenten. Angesichts widersprüchlicher Rahmenbedingungen und zum Teil unvereinbarer Erwartungen müssen Eltern eine grosse Menge an Care-Arbeit leisten und immer wieder Wege finden, um sowohl die Bedürfnisse ihrer Kinder als auch die eigenen zu erfüllen. Sie sind gefordert, ein funktionierendes Care-System aufzubauen, ihre Lebensgrundlagen zu sichern, positive Beziehungen zu ihren Kindern zu gestalten, Erziehungsnormen zu erfüllen, als Paar zu “funktionieren” und einschneidende Familienereignisse zu bewältigen. Dabei schwankt ihr Wohlbefinden zwischen erfüllenden Momenten, gelingender Erziehung und einem Gefühl der Überforderung und Erschöpfung. Unser Beitrag präsentiert ein Modell, das die verschiedenen Anforderungsbereiche, in denen Eltern aktiv sind, systematisch erfasst. Mithilfe dieses Instruments können wir besser verstehen, wie Eltern ihren Familienalltag erleben und gestalten. Auf dieser Grundlage können angemessene Erwartungen formuliert und gezielte Unterstützung angeboten werden. Indem wir elterliche Care-Arbeit umfassend verstehen tragen wir dazu bei, dass die Kinder in einem förderlichen Umfeld aufwachsen können. So wird eine nachhaltige und positive Zusammenarbeit zwischen Familien, Fachpersonen und Institutionen der frühkindlichen Förderung ermöglicht. | ||

