7. Internationales Bodensee-Symposium
Frühe Kindheit 2026
12. und 13. Juni 2026
Pädagogische Hochschule Thurgau | Kreuzlingen
Veranstaltungsprogramm
Eine Übersicht aller Sessions/Sitzungen dieser Veranstaltung.
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1.4 PW: Praxisbroschüre Eingewöhnung in Kitas – Fokus: Bei der Zusammenarbeit mit Eltern Sprachbarrieren überwinden
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Praxisbroschüre Eingewöhnung in Kitas – Fokus: Bei der Zusammenarbeit mit Eltern Sprachbarrieren überwinden Pädagogische Hochschule St.Gallen, Schweiz Zahlreiche Initiativen in der Schweiz motivieren Eltern, ihrem Kind den Erwerb der Lokalsprache schon vor dem Kindergarteneintritt zu ermöglichen und es in eine Kita zu bringen. Erfahrungen in der Praxis zeigen, dass die Eingewöhnungsprozesse für die Familien und Fachpersonen teilweise herausfordernd sind, wenn sich Fachpersonen und Eltern nicht in einer gemeinsamen Sprache verständigen können. Obwohl basierend auf der Transitionstheorie und der Bindungstheorie, sowie aus entwicklungspsychologischen und pädagogischen Befunden, Eingewöhnungsmodelle entwickelt, erprobt und erforscht wurden, gibt es keine Befunde zur spezifischen Herausforderung, wenn Eltern nur über wenige Kenntnisse der Lokalsprache verfügen (Deiner, 2024). Für das Kind ist es zu Beginn in der Kita ebenfalls eine zusätzliche Herausforderung, wenn es die in der Kita gesprochene Sprache noch nicht versteht und von den Fachpersonen nicht verstanden wird, wenn es seine Familiensprache spricht. Auch diese besondere Herausforderung der Eingewöhnung von Kindern, die die lokale Sprache nur wenig verstehen und sprechen, wurde bisher noch kaum in die Eingewöhnung einbezogen. Im Zentrum des Workshops stehen Praxistipps: Was können Fachpersonen und Kitas tun, um Kinder und Eltern in der Eingewöhnung zu unterstützen? Einige Tipps sind für alle Familien wichtig, einige Tipps fokussieren darauf, wie Sprachbarrieren überwunden werden können, damit die Eingewöhnung auch dann gelingt, wenn Fachpersonen, Eltern und Kinder über keine gemeinsame Sprache verfügen. Die Praxistipps in dieser Broschüre basieren auf dem Forschungsprojekt «Eingewöhnung in Kitas mit Kindern und Eltern mit geringen Kenntnissen der Lokalsprache». Das Forschungsprojekt wurde vom Institut Frühe Bildung 0 bis 8 durchgeführt mit finanzieller Unterstützung des Bundesamts für Kultur, des Zentrums Mehrsprachigkeit der Universität Freiburg und des Staatssekretariats für Migration. Im Forschungsprojekt wurden vier Eingewöhnungsprozesse in Kitas beobachtet und Gespräche mit Kita-Fachpersonen, Kita-Leitungen und Eltern geführt. Die ethnographischen Fallstudien ermöglichten die Erfassung von nonverbaler und verbaler Kommunikation, damit auch der Rolle der Mehrsprachigkeit in den Eingewöhnungsprozessen (Neumann, 2013; Panagiotopoulou, 2016) Rechnung getragen wird. Die Feldnotizen und Interviewtranskripte wurden inhaltsanalytisch (Mayring, 2022) sowie mittels Grounded Theory Method (Glaser et al., 2010) analysiert. Der Forschungsbericht ist online zugänglich (Vogt et al., 2025). In der Praxisbroschüre werden kurze, konkrete Situationen beschrieben, um die Anregungen zu konkretisieren. Diese Situationen sind erfunden, sie sind inspiriert davon, was Forschende und Praktiker:innen beobachtet haben und beschreiben. Die Broschüre soll zu einer Eingewöhnungspraxis beitragen, die allen Kindern einen guten Start in die frühe Bildung ermöglicht. Im Praxisworkshops werden die Praxistipps präsentiert und Implikationen für die Praxis diskutiert.
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