7. Internationales Bodensee-Symposium
Frühe Kindheit 2026
12. und 13. Juni 2026
Pädagogische Hochschule Thurgau | Kreuzlingen
Veranstaltungsprogramm
Eine Übersicht aller Sessions/Sitzungen dieser Veranstaltung.
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Tagesübersicht |
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1.1 FP: Gelingende Elternkooperation und Zugehörigkeitsgefühl von Eltern: Die Bedeutung diversitätssensiblen pädagogischen Handelns in der Kita
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Gelingende Elternkooperation und Zugehörigkeitsgefühl von Eltern: Die Bedeutung diversitätssensiblen pädagogischen Handelns in der Kita 1Universität Konstanz; 2Pädagogische Hochschule Thurgau Unsere Gesellschaft zeichnet sich durch eine multidimensionale Diversität aus, die über Merkmale wie Migrationshintergrund und Sprache hinausgeht und auch die Vielfalt von Familienformen, Geschlechteridentitäten sowie die Lebensrealitäten von Menschen mit Behinderungen umfasst. Frühkindliche Bildungs- und Betreuungsinstitutionen sind herausgefordert, mit der Diversität in der Kindergruppe und der Elternschaft kompetent umzugehen. Das Projekt «Toleranzbox» der Stiftung Erziehung zur Toleranz (SET) bildet Fachpersonen im Frühbereich zum Umgang mit Diversität weiter. Dazu werden praxisnahe Materialien und Anregungen zur Verfügung gestellt, um mit Kindern über Unterschiede und Gemeinsamkeiten zu sprechen und diese erlebbar zu machen. Ein kompetenter Umgang mit Diversität schliesst auch eine diversitätssensible Zusammenarbeit mit den Eltern mit ein. In der DACHS-Studie (Diversität, Akzeptanz, Chancengerechtigkeit für eine starke frühkindliche Bildung) untersuchen wir, ob die Toleranzbox (Weiterbildung mit begleitendem Material) das diversitätssensible Handeln der Fachpersonen fördert. In Anlehnung an den Anti-Bias Approach definieren wir diversitätssensibles Handeln mit den vier Dimensionen Identität (alle Kinder in ihrer personalen und sozialen Identität stärken), Wertschätzung von Diversität (allen Kindern bewusste Erfahrungen mit Diversität machen lassen), Vorurteilsbewusstheit (kritisches Denken gegenüber Vorurteilen und für Gerechtigkeit und Fairness anregen) und Antidiskriminierung (Kinder stärken, aktiv gegen Unrecht und Diskriminierung anzugehen). Vierzig Kitas mit jeweils mehreren Kitagruppen nahmen an der Studie teil. Die Fachpersonen wurden mehrmals befragt und beobachtet. Zur Einschätzung des diversitätssensiblen Handelns werden die Bereiche Lernumgebung, Fachperson-Kind Interaktion, Zusammenarbeit mit Eltern und Zusammenarbeit im Team berücksichtigt. Die Eltern füllten einen Fragebogen aus. Die Eltern gaben unter anderem Auskunft über ihr Zugehörigkeitsgefühl zur Kita (z.B. «Wenn ich die Kita betrete, habe ich das Gefühl, dass die Kita einladend ist und dass die Eltern hierher gehören») und die diversitätssensible Kooperation zwischen Kita und Eltern (z.B. «Die Fachpersonen zeigen Respekt und Verständnis, auch wenn unsere unterschiedlichen Hintergründe und Erwartungen aufeinandertreffen»). Im Workshop werden wir aktuelle Resultate zu den Zusammenhängen zwischen dem diversitätssensiblen Handeln der Fachpersonen und der Einschätzung der Eltern vorstellen. Die Resultate werden hinsichtlich ihrer Implikationen für die Praxis diskutiert. | ||

