7. Internationales Bodensee-Symposium
Frühe Kindheit 2026
12. und 13. Juni 2026
Pädagogische Hochschule Thurgau | Kreuzlingen
Veranstaltungsprogramm
Eine Übersicht aller Sessions/Sitzungen dieser Veranstaltung.
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Tagesübersicht |
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1.2 FP: Wirksamkeit früher Förderung ab Geburt: Neuste Erkenntnisse aus der ZEPPELIN Studie
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Wirksamkeit früher Förderung ab Geburt: Neuste Erkenntnisse aus der ZEPPELIN Studie Interkantonale Hochschule für Heilpädagogik HfH, Schweiz Die Bildungsungerechtigkeit ist nach wie vor insbesondere im deutschsprachigen Raum stark ausgeprägt (OECD, 2023). Psychosoziale Belastungen im System Familie (z.B. Armut, soziale Isolation, psychische Erkrankung) wirken sich negativ auf die kindliche Entwicklung aus (Zimmermann & Kindler, 2024). Programme früher selektiver Prävention können dem entgegenwirken und die kindliche Entwicklung positiv beeinflussen (z.B. Olds et al., 2007). In ZEPPELIN wird anhand eines randomisierten Längsschnittdesigns (N = 248) untersucht, ob sich a) die frühe Förderung (mit dem Programm PAT) bei Kindern aus Familien mit psychosozialen Belastungen auf die Entwicklung und den Bildungserfolg auswirkt und b) welche Wirkmechanismen allfälligen Effekten zugrunde liegen. Ab Studienbeginn im Jahr 2011 haben die Familien der Interventionsgruppe während drei Jahren am Frühförderprogramm «PAT – Mit Eltern lernen» teilgenommen, während die Kontrollgruppe keine zusätzliche Unterstützung erhielt. Seither wurden im Vorschulalter, im Kindergarten und in der Schule Erhebungen durchgeführt. Bisher konnten bis in die erste Klasse positive Effekte der Intervention in den Bereichen Verhalten, Selbstregulation und kognitive Kompetenzen gefunden werden (Schaub et al., 2019; 2021). Im Rahmen des Bodensee-Symposium sollen die aktuellen Erkenntnisse zur Wirksamkeit in der dritten Klasse präsentiert werden, sowie neue Erkenntnisse zu Wirkmechanismen im Bereich der Lesekompetenzentwicklung und erste Effekte auf den Übertrittsentscheid in die Oberstufe. Literatur OECD (2023). PISA 2022 Ergebnisse (Band I): Lernstände und Bildungsgerechtigkeit. PISA, OECD Publishing. https://doi.org/10.3278/6004956w Office of Planning, Research and Evaluation. (2023). Early Childhood Home Visiting Models: Reviewing Evidence of Effectiveness (No. OPRE Report #2023-294). U.S. Department of Health and Human Services. https://homvee.acf.hhs.gov/sites/default/files/2023-11/homvee-summary-brief-nov2023.pdf Olds, D. L., Sadler, L., & Kitzman, H. (2007). Programs for parents of infants and toddlers: Recent evidence from randomized trials. Journal of Child Psychology and Psychiatry, 48, 355–391. Schaub, S., Ramseier, E., Neuhauser, A., Burkhardt, S. C. A., & Lanfranchi, A. (2019). Effects of homebased early intervention on child outcomes: A randomized controlled trial of Parents as Teachers in Switzerland. Early Childhood Research Quarterly, 48(3), 173–185. https://doi.org/10.1016/j.ecresq.2019.03.007 Schaub, S., Eberli, R., Ramseier, E., Neuhauser, A. & Lanfranchi, A. (2021). Langzeiteffekte früher Förderung in psychosozial belasteten Familien. Schweizerische Zeitschrift für Bildungswissenschaften, 43(2), 285–296. doi.org/10.24452/sjer.43.2.8 Zimmermann, J. & Kindler, H. (2024). Belastung, Fürsorge und Entwicklung. In J. M. Fegert, Th. Meysen, H. Kindler, K. Chauviré-Geib, U. Hoffmann und E. Schumann (Hrsg.), Gute Kinderschutzverfahren (S. 183-196). Berlin: Springer.
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