7. Internationales Bodensee-Symposium
Frühe Kindheit 2026
12. und 13. Juni 2026
Pädagogische Hochschule Thurgau | Kreuzlingen
Veranstaltungsprogramm
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4.1 FP: Bedürfnisorientierte Erziehung und intensivierte Elternschaft – Eine empirische Betrachtung aktueller Trends der elterlichen Erziehung im Kontext des Kindergarteneintritts
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Bedürfnisorientierte Erziehung und intensivierte Elternschaft – Eine empirische Betrachtung aktueller Trends der elterlichen Erziehung im Kontext des Kindergarteneintritts Pädagogische Hochschule Thurgau, Schweiz Die elterliche Erziehung unterlag in den vergangenen Jahren starken Veränderungen. Eltern orientieren sich bei der Erziehung ihrer Kinder vermehrt an Sozialen Medien und treffen dort auf Ansätze wie bspw. die bindungs- resp. bedürfnisorientierte Erziehung. Diese Erziehungsansätze werden jedoch sehr uneinheitlich interpretiert und häufig mit grossen Erfolgsversprechen und Tendenz zur intensivierten Elternschaft inszeniert. Zur Wirkung von intensivierter Elternschaft im Bereich der bedürfnisorientierten Erziehung auf das alltägliche Familienleben können bisher lediglich Hypothesen gebildet werden. Der Kindergarteneintritt ist eine Phase, in der die Kinder aus der privaten Familiensphäre in eine öffentliche Institution eintreten. Daher bietet dieser Übergang einen guten Rahmen, um die Wirkung unterschiedlicher elterlicher Erziehung zu untersuchen. Studien zum Kindergarteneintritt verdeutlichen, dass etwa die Hälfte der Kinder nach dem Übergang sozial kompetentes Verhalten zeigen. Einige Kinder haben jedoch grössere Anpassungsprobleme resp. Verhaltensprobleme, insbesondere bei der sozialen Integration. Es stellt sich die Frage, ob die elterliche Erziehung, insbesondere die zu intensivierter Elternschaft tendierende bedürfnisorientierte Erziehung, einen Einfluss auf das Erleben des Kindergarteneintritts hat. Um dem nachzugehen, wurden Eltern anhand einer Online-Erhebung vor und nach dem Kindergarteneintritt ihres Kindes befragt (T1: n=152; T2: n=139). Hierfür wurde eine eigens entwickelte Skala zur Erfassung der elterlichen Erziehung eingesetzt. Die Eltern schätzen den Verlauf des Kindergarteneintritts anhand von offenen Antworten ein, welche quantifiziert in einer linearen Regressionsanalyse verwendet wurden. Die Ergebnisse der Erhebung vor Kindergarteneintritt liegen bereits vor. Es zeigte sich ein gemischtes Bild: Manche Eltern (12.2%) äussern sich (sehr) besorgt über den bevorstehenden Übergang, manche haben gemischte Gefühle (38.4%) und andere wiederum blicken diesem (sehr) offen und optimistisch entgegen (49.5%). Im Vortrag werden die Ergebnisse des Projektes vorgestellt und in gesellschaftliche Entwicklungen eingeordnet. Auch der professionelle Umgang mit intensivierter Elternschaft sowie den in den Sozialen Medien verhandelten Erziehungstrends wird diskutiert. | ||

