7. Internationales Bodensee-Symposium
Frühe Kindheit 2026
12. und 13. Juni 2026
Pädagogische Hochschule Thurgau | Kreuzlingen
Veranstaltungsprogramm
Eine Übersicht aller Sessions/Sitzungen dieser Veranstaltung.
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Tagesübersicht |
| Datum: Freitag, 12.06.2026 | ||
| 13:00 - 13:30 | Anmeldung Ort: Z-Foyer | |
| 13:30 - 13:45 | Begrüssung und Eröffnung Ort: M 107 Referent*in: Prof. Dr. Sabina Larcher Klee, Pädagogische Hochschule Thurgau Referent*in: Denise Neuweiler, Regierungsrätin Referent*in: Prof. Dr. Carine Burkhardt Bossi, Pädagogische Hochschule Thurgau | |
| 13:45 - 14:45 | Keynote I: Erziehung, Beziehung, Bedürfnis- oder Bindungsorientierung – vom Begriffskarussell zur Wissenschaft Ort: M 107 Referent*in: Dr. Yvonne Reyhing, Pädagogische Hochschule Thurgau | |
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Erziehung, Beziehung, Bedürfnis- oder Bindungsorientierung – vom Begriffskarussell zur Wissenschaft Pädagogische Hochschule Thurgau, Schweiz In Gesprächen über Erziehung können diverse Begriffe wahrgenommen werden, deren Definition aus empirischer Perspektive nicht oder nur schwer gelingt. Der Erziehungsbegriff wird von einigen Praktiker:innen und Eltern abgelehnt und durch Begriffe wie «Beziehung» ersetzt. Doch was steckt hinter dieser Diskussion? Wie hängen weitere Themen wie die Bedürfnis- oder Bindungsorientierung damit zusammen und von was genau sprechen wir überhaupt, wenn es um diese aktuellen Erziehungsansätze geht? Schon immer unterliegen Elternschaft und Erziehung dem gesellschaftlichen Diskurs und verändern sich stetig. Wie in allen Lebensbereichen spielen auch hier die sozialen Medien eine relevante Rolle. Wie «gute Erziehung» aussehen soll, was eine «gute Mutter» ist und wie Kinder «glücklich» werden, wird auf sozialen Medien diskutiert und inszeniert. Zwei Themen haben in diesem Zusammenhang zunehmend an Bedeutung gewonnen: Die Bedürfnisorientierte Erziehung (auch Bindungsorientierte Erziehung oder generell «Gentele Parenting») und „Intensive Parenting“, was eine übermässige Einmischung und unrealistische Erziehungsstandards beschreibt. Im Referat werden diese beiden Ansätze, die häufig Parallelen beziehungsweise Überschneidungen aufweisen, kritisch beleuchtet. Das Referat versucht einen Ein- und Überblick über aktuelle Entwicklungen in der Erziehung und deren Konsequenzen für Kinder und Elternschaft zu geben und dabei einzuordnen welche empirischen Erkenntnisse hierbei zu Verfügung stehen.
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| 14:45 - 15:15 | Kaffeepause & etwas Süsses Ort: Z-Foyer | |
| 15:15 - 16:15 | 1.1 FP: Gelingende Elternkooperation und Zugehörigkeitsgefühl von Eltern: Die Bedeutung diversitätssensiblen pädagogischen Handelns in der Kita Ort: Z 041 Referent*in: Geisa Braganca Selle, Pädagogische Hochschule Thurgau Referent*in: Prof. Dr. Sonja Perren, Universität Konstanz | |
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Gelingende Elternkooperation und Zugehörigkeitsgefühl von Eltern: Die Bedeutung diversitätssensiblen pädagogischen Handelns in der Kita 1: Universität Konstanz; 2: Pädagogische Hochschule Thurgau Unsere Gesellschaft zeichnet sich durch eine multidimensionale Diversität aus, die über Merkmale wie Migrationshintergrund und Sprache hinausgeht und auch die Vielfalt von Familienformen, Geschlechteridentitäten sowie die Lebensrealitäten von Menschen mit Behinderungen umfasst. Frühkindliche Bildungs- und Betreuungsinstitutionen sind herausgefordert, mit der Diversität in der Kindergruppe und der Elternschaft kompetent umzugehen. Das Projekt «Toleranzbox» der Stiftung Erziehung zur Toleranz (SET) bildet Fachpersonen im Frühbereich zum Umgang mit Diversität weiter. Dazu werden praxisnahe Materialien und Anregungen zur Verfügung gestellt, um mit Kindern über Unterschiede und Gemeinsamkeiten zu sprechen und diese erlebbar zu machen. Ein kompetenter Umgang mit Diversität schliesst auch eine diversitätssensible Zusammenarbeit mit den Eltern mit ein. In der DACHS-Studie (Diversität, Akzeptanz, Chancengerechtigkeit für eine starke frühkindliche Bildung) untersuchen wir, ob die Toleranzbox (Weiterbildung mit begleitendem Material) das diversitätssensible Handeln der Fachpersonen fördert. In Anlehnung an den Anti-Bias Approach definieren wir diversitätssensibles Handeln mit den vier Dimensionen Identität (alle Kinder in ihrer personalen und sozialen Identität stärken), Wertschätzung von Diversität (allen Kindern bewusste Erfahrungen mit Diversität machen lassen), Vorurteilsbewusstheit (kritisches Denken gegenüber Vorurteilen und für Gerechtigkeit und Fairness anregen) und Antidiskriminierung (Kinder stärken, aktiv gegen Unrecht und Diskriminierung anzugehen). Vierzig Kitas mit jeweils mehreren Kitagruppen nahmen an der Studie teil. Die Fachpersonen wurden mehrmals befragt und beobachtet. Zur Einschätzung des diversitätssensiblen Handelns werden die Bereiche Lernumgebung, Fachperson-Kind Interaktion, Zusammenarbeit mit Eltern und Zusammenarbeit im Team berücksichtigt. Die Eltern füllten einen Fragebogen aus. Die Eltern gaben unter anderem Auskunft über ihr Zugehörigkeitsgefühl zur Kita (z.B. «Wenn ich die Kita betrete, habe ich das Gefühl, dass die Kita einladend ist und dass die Eltern hierher gehören») und die diversitätssensible Kooperation zwischen Kita und Eltern (z.B. «Die Fachpersonen zeigen Respekt und Verständnis, auch wenn unsere unterschiedlichen Hintergründe und Erwartungen aufeinandertreffen»). Im Workshop werden wir aktuelle Resultate zu den Zusammenhängen zwischen dem diversitätssensiblen Handeln der Fachpersonen und der Einschätzung der Eltern vorstellen. Die Resultate werden hinsichtlich ihrer Implikationen für die Praxis diskutiert. | |
| 15:15 - 16:15 | 1.2 FP: Wirksamkeit früher Förderung ab Geburt: Neuste Erkenntnisse aus der ZEPPELIN Studie Ort: Z 109 Referent*in: Lynn Bolliger, Interkantonale Hochschule für Heilpädagogik HfH | |
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Wirksamkeit früher Förderung ab Geburt: Neuste Erkenntnisse aus der ZEPPELIN Studie Interkantonale Hochschule für Heilpädagogik HfH, Schweiz Die Bildungsungerechtigkeit ist nach wie vor insbesondere im deutschsprachigen Raum stark ausgeprägt (OECD, 2023). Psychosoziale Belastungen im System Familie (z.B. Armut, soziale Isolation, psychische Erkrankung) wirken sich negativ auf die kindliche Entwicklung aus (Zimmermann & Kindler, 2024). Programme früher selektiver Prävention können dem entgegenwirken und die kindliche Entwicklung positiv beeinflussen (z.B. Olds et al., 2007). In ZEPPELIN wird anhand eines randomisierten Längsschnittdesigns (N = 248) untersucht, ob sich a) die frühe Förderung (mit dem Programm PAT) bei Kindern aus Familien mit psychosozialen Belastungen auf die Entwicklung und den Bildungserfolg auswirkt und b) welche Wirkmechanismen allfälligen Effekten zugrunde liegen. Ab Studienbeginn im Jahr 2011 haben die Familien der Interventionsgruppe während drei Jahren am Frühförderprogramm «PAT – Mit Eltern lernen» teilgenommen, während die Kontrollgruppe keine zusätzliche Unterstützung erhielt. Seither wurden im Vorschulalter, im Kindergarten und in der Schule Erhebungen durchgeführt. Bisher konnten bis in die erste Klasse positive Effekte der Intervention in den Bereichen Verhalten, Selbstregulation und kognitive Kompetenzen gefunden werden (Schaub et al., 2019; 2021). Im Rahmen des Bodensee-Symposium sollen die aktuellen Erkenntnisse zur Wirksamkeit in der dritten Klasse präsentiert werden, sowie neue Erkenntnisse zu Wirkmechanismen im Bereich der Lesekompetenzentwicklung und erste Effekte auf den Übertrittsentscheid in die Oberstufe. Literatur OECD (2023). PISA 2022 Ergebnisse (Band I): Lernstände und Bildungsgerechtigkeit. PISA, OECD Publishing. https://doi.org/10.3278/6004956w Office of Planning, Research and Evaluation. (2023). Early Childhood Home Visiting Models: Reviewing Evidence of Effectiveness (No. OPRE Report #2023-294). U.S. Department of Health and Human Services. https://homvee.acf.hhs.gov/sites/default/files/2023-11/homvee-summary-brief-nov2023.pdf Olds, D. L., Sadler, L., & Kitzman, H. (2007). Programs for parents of infants and toddlers: Recent evidence from randomized trials. Journal of Child Psychology and Psychiatry, 48, 355–391. Schaub, S., Ramseier, E., Neuhauser, A., Burkhardt, S. C. A., & Lanfranchi, A. (2019). Effects of homebased early intervention on child outcomes: A randomized controlled trial of Parents as Teachers in Switzerland. Early Childhood Research Quarterly, 48(3), 173–185. https://doi.org/10.1016/j.ecresq.2019.03.007 Schaub, S., Eberli, R., Ramseier, E., Neuhauser, A. & Lanfranchi, A. (2021). Langzeiteffekte früher Förderung in psychosozial belasteten Familien. Schweizerische Zeitschrift für Bildungswissenschaften, 43(2), 285–296. doi.org/10.24452/sjer.43.2.8 Zimmermann, J. & Kindler, H. (2024). Belastung, Fürsorge und Entwicklung. In J. M. Fegert, Th. Meysen, H. Kindler, K. Chauviré-Geib, U. Hoffmann und E. Schumann (Hrsg.), Gute Kinderschutzverfahren (S. 183-196). Berlin: Springer.
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| 15:15 - 16:15 | 1.3 PW: Familienzentrierte Vernetzung - ein Konzept zur nachhaltigen Begleitung von Eltern Ort: M 107 Referent*in: Anke Moors, Verein a:primo | |
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Familienzentrierte Vernetzung - ein Konzept zur nachhaltigen Begleitung von Eltern Verein a:primo, Schweiz Familienzentrierte Vernetzung – ein Konzept für die nachhaltige Begleitung von Eltern Wie können insbesondere Familien in sozialen Belastungssituationen die Unterstützung bekommen, die sie wünschen und brauchen? Diese Frage beschäftigt viele Fachpersonen. Das Konzept der familienzentrierten Vernetzung bietet hier einen Lösungsansatz. Das Konzept trägt dazu bei, die Ressourcen und Risiken von Kindern und Eltern mit erhöhtem Unterstützungsbedarf frühzeitig zu erkennen und vorhandene Stärken zu fördern und Risiken zu verringern. Die familienzentrierte Vernetzung basiert auf einer gemeinsamen Grundhaltung und den drei Kernelementen – interprofessionelles Netzwerk, Netzwerkmanagement und der koordinierenden Familienbegleitung. In der Schweiz besteht ein grosses Interesse an diesem Konzept und zahlreiche Kantone und Gemeinden sind daran die Einführung zu prüfen. Die familienzentrierte Vernetzung wird überall dort, wo sie eingeführt wird, in bestehende Strukturen integriert und vorhandene Ressourcen werden genutzt. In dem Workshop wird das Konzept vorgestellt. Anschliessend werden gemeinsam Fragen zum Konzept und zur Umsetzung diskutiert. Inwiefern trägt das Konzept zur nachhaltigen Begleitung von Eltern bei? Was verändert sich durch das Konzept in der Arbeit mit den Eltern?
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| 15:15 - 16:15 | 1.4 PW: Praxisbroschüre Eingewöhnung in Kitas – Fokus: Bei der Zusammenarbeit mit Eltern Sprachbarrieren überwinden Ort: Z 042 Referent*in: Fabienne Bohler, Pädagogische Hochschule St.Gallen | |
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Praxisbroschüre Eingewöhnung in Kitas – Fokus: Bei der Zusammenarbeit mit Eltern Sprachbarrieren überwinden Pädagogische Hochschule St.Gallen, Schweiz Zahlreiche Initiativen in der Schweiz motivieren Eltern, ihrem Kind den Erwerb der Lokalsprache schon vor dem Kindergarteneintritt zu ermöglichen und es in eine Kita zu bringen. Erfahrungen in der Praxis zeigen, dass die Eingewöhnungsprozesse für die Familien und Fachpersonen teilweise herausfordernd sind, wenn sich Fachpersonen und Eltern nicht in einer gemeinsamen Sprache verständigen können. Obwohl basierend auf der Transitionstheorie und der Bindungstheorie, sowie aus entwicklungspsychologischen und pädagogischen Befunden, Eingewöhnungsmodelle entwickelt, erprobt und erforscht wurden, gibt es keine Befunde zur spezifischen Herausforderung, wenn Eltern nur über wenige Kenntnisse der Lokalsprache verfügen (Deiner, 2024). Für das Kind ist es zu Beginn in der Kita ebenfalls eine zusätzliche Herausforderung, wenn es die in der Kita gesprochene Sprache noch nicht versteht und von den Fachpersonen nicht verstanden wird, wenn es seine Familiensprache spricht. Auch diese besondere Herausforderung der Eingewöhnung von Kindern, die die lokale Sprache nur wenig verstehen und sprechen, wurde bisher noch kaum in die Eingewöhnung einbezogen. Im Zentrum des Workshops stehen Praxistipps: Was können Fachpersonen und Kitas tun, um Kinder und Eltern in der Eingewöhnung zu unterstützen? Einige Tipps sind für alle Familien wichtig, einige Tipps fokussieren darauf, wie Sprachbarrieren überwunden werden können, damit die Eingewöhnung auch dann gelingt, wenn Fachpersonen, Eltern und Kinder über keine gemeinsame Sprache verfügen. Die Praxistipps in dieser Broschüre basieren auf dem Forschungsprojekt «Eingewöhnung in Kitas mit Kindern und Eltern mit geringen Kenntnissen der Lokalsprache». Das Forschungsprojekt wurde vom Institut Frühe Bildung 0 bis 8 durchgeführt mit finanzieller Unterstützung des Bundesamts für Kultur, des Zentrums Mehrsprachigkeit der Universität Freiburg und des Staatssekretariats für Migration. Im Forschungsprojekt wurden vier Eingewöhnungsprozesse in Kitas beobachtet und Gespräche mit Kita-Fachpersonen, Kita-Leitungen und Eltern geführt. Die ethnographischen Fallstudien ermöglichten die Erfassung von nonverbaler und verbaler Kommunikation, damit auch der Rolle der Mehrsprachigkeit in den Eingewöhnungsprozessen (Neumann, 2013; Panagiotopoulou, 2016) Rechnung getragen wird. Die Feldnotizen und Interviewtranskripte wurden inhaltsanalytisch (Mayring, 2022) sowie mittels Grounded Theory Method (Glaser et al., 2010) analysiert. Der Forschungsbericht ist online zugänglich (Vogt et al., 2025). In der Praxisbroschüre werden kurze, konkrete Situationen beschrieben, um die Anregungen zu konkretisieren. Diese Situationen sind erfunden, sie sind inspiriert davon, was Forschende und Praktiker:innen beobachtet haben und beschreiben. Die Broschüre soll zu einer Eingewöhnungspraxis beitragen, die allen Kindern einen guten Start in die frühe Bildung ermöglicht. Im Praxisworkshops werden die Praxistipps präsentiert und Implikationen für die Praxis diskutiert.
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| 15:15 - 16:15 | 1.5 PW: Wie gelingt der Austausch mit Eltern über "Gewaltfreie Erziehung"? - Praxisbeispiel mit dem Moderationsset "Gewaltfrei erziehen" Ort: Z 110 Referent*in: Yvonne Gahler Meta, Amt für Jugend und Berufsberatung Referent*in: Dora Marti, Amt für Jugend und Berufsberatung | |
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Wie gelingt der Austausch mit Eltern über "Gewaltfreie Erziehung"? - Praxisbeispiel mit dem Moderationsset "Gewaltfrei erziehen" Amt für Jugend und Berufsberatung Zürich / Geschäftsstelle Elternbildung, Schweiz Wie können Fachpersonen mit Eltern über gewaltfreie Erziehung ins Gespräch kommen und mit ihnen Alternativreaktionen erarbeiten? Im Rahmen des Inputs lernen Sie das Moderationsset "Gewaltfrei erziehen", die Umsetzung in der Praxis, sowie Gelingensbedingungen und Stolpersteine kennen. Im anschliessenden Kurzaustausch bleibt Zeit für Ihre Fragen. Informationen zum Moderationsset "Gewaltfrei erziehen": Moderationsset «Gewaltfrei erziehen» | Kanton Zürich | |
| 16:15 - 16:30 | Raumwechsel | |
| 16:30 - 17:30 | Podiumsdiskussion: Eltern im Hamsterrad – zwischen gesellschaftlichen Erwartungen und Familienalltag Ort: M 107 Chair: Prof. Dr. Carine Burkhardt Bossi, Pädagogische Hochschule Thurgau Referent*in: Denise Neuweiler, Regierungsrätin Referent*in: Prof. Dr. Ulf Sauerbrey, Universität Erfurt Referent*in: Paula Pereira, Perspektive Thurgau Referent*in: Daniela Melone, Elternbildung CH Referent*in: Christian Wewezow, Großer Preis Mittelstand, Managing Partner Clockwise Consulting GmbH, fabforce GmbH & Co. KG, Startify GmbH
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Eltern im Hamsterrad – zwischen gesellschaftlichen Erwartungen und Familienalltag Pädagogische Hochschule Thurgau, Schweiz Im Rahmen unserer Podiumsdiskussion möchten wir mit Eltern sowie Vertreter:innen aus Wissenschaft, Wirtschaft, Verbänden und Politik multiperspektivisch über das Hamsterrad diskutieren, in dem so viele Eltern sich abmühen. Welche Rolle spielen dabei gesellschaftliche Erwartungen? Wer trägt welche Verantwortung? Und wie können Eltern nachhaltig entlastet werden? Wir freuen uns für dieses Podium folgende Personen gewonnen zu haben: - Daniela Melone, Geschäftsführerin Elternbildung CH - Regierungsrätin Denise Neuweiler, Departement für Erziehung und Kultur (TG) - Prof. Dr. Andreas Lange, Professor für Soziologie in den Handlungsfeldern Soziale Arbeit, Gesundheit und Pflege an der Hochschule Ravensburg-Weingarten - Paula Pereira, Moderatorin Femmes-Tische Thurgau - Christian Wewezow, Stiftungsvorstand Großer Preis Mittelstand, Managing Partner Clockwise Consulting GmbH, fabforce GmbH & Co. KG, Startify GmbH Moderiert wird das Podium von Prof. Dr. Carine Burkhardt Bossi Das Podium ist initiiert von Elternbildung CH und der Pädagogischen Hochschule Thurgau | |
| 17:30 - 17:45 | Raumwechsel | |
| 17:45 - 18:45 | 2.1 FP: Zusammenarbeit mit Eltern mehrsprachiger Kinder in Kindertagesstätten Ort: M 107 Referent*in: Prof. Dr. Steffi Sachse, Pädagogische Hochschule Heidelberg | |
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Zusammenarbeit mit Eltern mehrsprachiger Kinder in Kindertagesstätten 1: Pädagogische Hochschule Heidelberg, Deutschland; 2: Zentrum für Entwicklung und Lernen Heidelberg; 3: Hochschule Nordhausen Ein hoher Anteil an Kindern wächst mehrsprachig auf. Im aktuellen Bundesbildungsbericht betrifft dies deutschlandweit 24 % aller Kinder. Im Rahmen von Bildungsplänen wird vor diesem Hintergrund gefordert, innerhalb von Kindertagesstätten nicht nur den ausschließlichen Fokus auf das Erlernen der deutschen Sprache zu richten, sondern alle Sprachen der Kinder einzubeziehen, wertzuschätzen und zu deren weitere Entwicklung zu unterstützen. Um dieses Ziel zu erreichen und auch insgesamt die mehrsprachige Entwicklung gut in den Blick zu nehmen, ist einen intensive Zusammenarbeit mit den Eltern unerlässlich. Im Vortrag werden Daten von zwei Projekten vorgestellt („Gemeinsam zur Sprache – gelingend mehrsprachig aufwachsen“ und „Mehrsprachigkeit in Kindertagesstätten“), innerhalb derer jeweils unterschiedliche Strategien zur Zusammenarbeit und Einbeziehung der Eltern in die pädagogische Arbeit implementiert und evaluiert wurden. Es handelte sich dabei z. B. um das Führen von Elterngesprächen mit dem Ziel, mehr über die sprachlich-familiären Hintergründe der Familien zu erfahren, die Durchführung von Elternworkshops, um Eltern hinsichtlich des Umgangs mit mehreren Sprachen im Alltag der Kinder zu beraten sowie Möglichkeiten, Eltern und deren Sprachen in die pädagogische Arbeit z. B. über Vorleseangebote einzubeziehen. Deutlich wurde, dass die Zusammenarbeit mit Eltern oft sehr ausbaufähig ist. Gleichzeitig bestehen gerade hier große Hürden bei der Umsetzung. Selbst mit intensiver Begleitung und Supervision bei der Einführung der genannten Elemente der Zusammenarbeit mit Eltern sind Veränderungen auf Einrichtungsebene nur sehr mühsam erreichbar. Ein reines Thematisieren innerhalb von Fortbildungen erscheint nicht ausreichend, aber auch ein intensiver Coaching ist kein Garant für eine dauerhafte Implementation. Gründe hierfür werden abschließend diskutiert.
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| 17:45 - 18:45 | 2.3 PW: Zusammenarbeit mit Familien gestalten - Impulse aus dem weiterentwickelten Orientierungsplan Ort: Z 110 Referent*in: Prof. Dr. Nataliya Soultanian, Forum Frühkindliche Bildung Baden-Württemberg Referent*in: Dr. Petra Haas, Forum Frühkindliche Bildung Baden-Württemberg | |
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Zusammenarbeit mit Familien gestalten - Impulse aus dem weiterentwickelten Orientierungsplan Forum Frühkindliche Bildung Baden-Württemberg, Deutschland Mit Familien zusammenzuarbeiten ist eine wichtige und kontinuierliche Aufgabe frühkindlicher Bildung. Kein Kind kommt alleine in die Kita, sondern stets mit seinem Beziehungssystem, seiner Familie. Der weiterentwickelte Orientierungsplan für Bildung und Erziehung in baden-württembergischen Kindertageseinrichtungen und Kindertagespflege bietet fachliche Impulse zur Zusammenarbeit mit Familien – von der Eingewöhnung des Kindes, der täglichen Kooperation bis hin zum Übergang in die Schule. Der Orientierungsplan zeigt auf, wie pädagogische Fachkräfte professionell mit Familien arbeiten können - mit Wertschätzung, Transparenz und vielfältigen Formen der Beteiligung. Neben der fachlichen Kompetenz, wird insbesondere eine reflektierte Haltung der Fachkraft hervorgehoben. In diesem Workshop erfahren Sie, wie die Zusammenarbeit mit Familien im pädagogischen Alltag bewusst gestaltet werden kann und welche hilfreichen Ansätze der Orientierungsplan dabei bietet. Gemeinsam haben pädagogische Fachkräfte und Familien ein Ziel vor Augen: die Bildung, Entwicklung und das Wohlbefinden jedes Kindes. | |
| 17:45 - 18:45 | 2.4 PW: Neue Wege in der Familienberatung: Praxiserfahrungen mit EPB® und EBT4-10® bei Autismus Ort: Z 042 Referent*in: Dr. Anne Künster, Institut Kindheit und Entwicklung | |
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Neue Wege in der Familienberatung: Praxiserfahrungen mit EPB® und EBT4-10® bei Autismus 1: Institut Kindheit und Entwicklung, Deutschland; 2: Arbeitsstelle Frühförderung Bayern, Deutschland Der Workshop thematisiert die Beratung von Familien mit Kindern im Autismus-Spektrum auf Basis von EPB® und EBT4-10®. Dabei steht die Stärkung der Eltern-Kind-Beziehung im Mittelpunkt, indem die Beratung die Perspektive des Kindes gezielt einnimmt und Eltern für die Bedürfnisse, Stärken und Herausforderungen ihrer Kinder sensibilisiert werden. Zentral sind praxisnahe Methoden wie videogestütztes Feedback: Eltern lernen, ihre Kinder differenziert zu beobachten, deren Verhalten besser zu verstehen und eigene Erziehungsziele im Abgleich mit den kindlichen Entwicklungserfordernissen weiterzuentwickeln. Ein besonderes Augenmerk liegt im Workshop auf der Förderung der Mentalisierungsfähigkeit der Eltern – also der Fähigkeit, das Erleben und die Sichtweise des Kindes nachvollziehen zu können. Der Workshop vermittelt, wie durch bindungsorientierte Beratung nach EPB® (für die frühe Kindheit) und EBT4-10® (für die mittlere Kindheit) komplexere Familiensituationen, wie sie im Kontext von Autismus-Spektrum-Störungen häufig auftreten, gezielt unterstützt werden können. Dabei werden Besonderheiten in der Beratung von Familien mit Kindern im Autismus-Spektrum erörtert – etwa im Umgang mit herausfordernden Verhaltensweisen oder der Förderung von Selbstregulation und sozialen Fähigkeiten. Der Workshop vermittelt, wie Fachkräfte Eltern helfen können, die besonderen Bedürfnisse ihrer Kinder wertschätzend zu adressieren und entmutigende Interaktionsmuster aufzulösen.
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| 17:45 - 18:45 | 2.5 PW: Psychologische Unterstützung für Kinder und Eltern in Trennung - Die KET Beratung Ort: Z 041 Referent*in: Sabine Brunner, Marie Meierhofer Institut für das Kind | |
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Psychologische Unterstützung für Kinder und Eltern in Trennung - Die KET Beratung Marie Meierhofer Institut für das Kind, Schweiz Das Marie Meierhofer Institut für das Kind bietet seit bald 15 Jahren die KET-Beratung an - eine Beratung für getrennte Eltern unter Einbezug ihrer Kinder. Der Impuls dazu entstand einerseits aus den Ergebnissen eines zwischen 2004-2008 im Rahmen des Nationalen Forschungsprogramms 52 durchgeführten Forschungsprojekts "Kinder und Scheidung". Hier zeigte sich unter anderem, dass Kinder in den familialen Reorganisationsprozess ihrer Eltern mehr einbezogen werden möchten. Gleichzeitig offenbarte sich in gutachterlichen und beraterischen Tätigkeiten der Bedarf nach einer unterstütztenden Beratung für Eltern unter Einbezug der Kinder. Daneben stellte sich für unser Institut speziell auch die Frage, wie Kinderrechte und Kinderschutz bei Kindern getrennter Eltern zu verstehen und umzusetzen sei. Um getrennte Eltern und Kinder in ihren diesbezüglichen Fragen und Anliegen zu unterstützen, installierten wir also ein psychologisches Beratungsangebot, das den Familien Halt und Unterstützung in ihren Fragen bieten und die Anliegen und Bedürfnisse der Kinder ins Zentrum stellen soll (KET - Kinder und Eltern in Trennung). Durchgeführt wird diese Beratung seit Anbeginn von qualifizierten Psychotherapeut:innen. Im Workshop sollen Erfahrungen aus der KET-Beratung erläutert und zusammen mit - professionellen wie auch persönlichen - Erfahrungen der Teilnehmenden diskutiert werden. Es sollen dabei folgende relevante Fragen zur Diskussion kommen: - Was benötigen Kinder Trennungssituationen? - Wie können Eltern in Trennungssituationen unterstützt werden, um den Anliegen und Bedürfnisse ihrer Kinder gerecht zu werden? - Wie kann Verständnis und Verständigung hergestellt werden? - Welche Formen der Unterstützung sind hilfreich? | |

