Eine Übersicht aller Sessions/Sitzungen dieser Veranstaltung. Bitte wählen Sie einen Ort oder ein Datum aus, um nur die betreffenden Sitzungen anzuzeigen. Wählen Sie eine Sitzung aus, um zur Detailanzeige zu gelangen.
Keynote: Angela Zábojník, Abteilungsleiterin, Amt für Stadtgrün und Gewässer Leipzig, Abteilung Gewässerentwicklung
Zeit:
Mittwoch, 11.03.2026:
9:30 - 10:15
Ort:Weißer Saal, Kongresshalle am Zoo
Präsentationen
9:30 - 10:15 ID: 386 / Keynote 1: 1
Wasser in Leipzig - Chancen und Herausforderungen
Angela Zábojník
Amt für Stadtgrün und Gewässer Leipzig, Deutschland
Die Stadt Leipzig liegt nicht an einem großen Fluss, sondern ist von kleineren Flüssen und Bächen durchzogen. Die Gewässer prägen das Stadtbild, welches ganz markant durch den wertvollen Leipziger Auenwald bereichert wird, welcher jedoch durch die bestehende Abkopplung vom Fließgewässersystem und niedrigen Grundwasserständen stark bedroht ist. Der Erhalt und die Entwicklung des Auensystems bilden den Inhalt vieler interkommunaler Projekte. Die Stadt erfreut sich eines großen Zuzuges, welcher jedoch auch für das Thema Wasser eine Herausforderung darstellt. So ist die Kapazität der Entwässerungssysteme begrenzt. Niederschlagswasser sollte nur noch in Ausnahmefällen seinen Weg ins Kanalnetz finden. Die wassersensible Stadtentwicklung ist in aller Munde und der Übergang von theoretischen Kenntnissen in konkrete, praktische Vorhaben stellt sich schwierig und langwierig dar. Leipzigs Umweltbedingungen wurden jahrhundertelang durch Braunkohletagebau und veredelnde Industrie bestimmt. Mit den Folgen dieser industriellen Nutzung ergeben sich unzählige Aufgaben und Chancen für alle Akteure, die sich nur über Generationen lösen und realisieren lassen. Nur in enger Zusammenarbeit von Kommunen, Unternehmen, Behörden und der engagierten Bürgerschaft ist es möglich, alltägliche und visionäre Ideen umzusetzen. Dabei spielt der Umgang mit den Erscheinungen des Klimawandels, wie z. B. Starkregen, Dürre und Hitze eine zunehmende Rolle. Das Wasserdargebot in den Flüssen und Seen ist schon immer limitiert und wird sich nun im Rahmen des Ausstieges aus der Braunkohleförderung über einen bestimmten Zeitraum nochmals verringern. Die Seen und Fließgewässer sind jedoch von hoher Bedeutung für die Lebensqualität in Stadt und Region. Naherholung und Tourismus stellen wichtige Wirtschaftsfaktoren im Strukturwandel dar. Die Gewässer sind ein hohes Gut für die physische und psychische Gesundheit. Es gilt, die Nutzungen auf und am Wasser und in den Auen zu lenken und Natur- und Artenschutz und das Bewegen in der freien Natur im Einklang zu erhalten bzw. zu bringen. Im Vortrag wird das Spannungsfeld Wasser/Gewässer allgemein vorgestellt und ausgewählte Schwerpunkte umfassender beschrieben.