Veranstaltungsprogramm
Eine Übersicht aller Sessions/Sitzungen dieser Veranstaltung.
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Postersession Donnerstag Alle Poster sind während der gesamten Konferenz ausgestellt.
Die Postersession heute umfasst die Sessions/Themen 6, 7, 8, 10, 11, 12, 14, 16, 17 und 18.
Die Autorinnen und Autoren sollten während der Postersession an ihrem Poster sein!
Die zugehörigen Poster sind hier aufgeführt. | |
| Präsentation 29 | |
ID: 379
/ Poster Do: 29
Hydrogeologisches Modell Braunkohlengebiet Geiseltal (IHU GmbH) IHU Gesellschaft für Ingenieur-, Hydro- und Umweltgeologie mbH, Deutschland Südwestlich von Merseburg (Saalekreis) befinden sich die ehemaligen Braunkohlentagebaue des Geiseltals, die sich in mehrere, jetzt geflutete, Tagebaurestlöcher mit den Gewässern „Geiseltalsee“, „Runstedter See“,Großkaynaer See“ und „Hassesee“ unterteilen. In den vergangenen Jahren wurden durch eine Reihe von hydrogeologischen Arbeiten die Grundlagen für die bergbaulichen Sanierungsmaßnahmen und die Lösung von wasserwirtschaftlichen Fragestellungen im Sinne einer nachhaltigen Entwicklung des Geiseltales geschaffen. Die Praxis hat gezeigt, dass die Planung und eine erfolgreiche Umsetzung von technischen Sanierungsmaßnahmen und wasserwirtschaftlichen Vorhaben ganz wesentlich von der Qualität der geowissenschaftlichen Grundlagendaten und der hydrogeologischen Untersuchungen sowie den Modellprognoseberechnungen zur Grundwassersituation und zum Wasserhaushalt abhängig sind. Der Abriss zur Entwicklung des hydrogeologischen Modells zeigt am Praxisreferenzobjekt Geiseltal, welche geologisch-hydrogeologischen Untersuchungen und fundierten geowissenschaftlichen Erkundungs- und Forschungsarbeiten zur Vorbereitung sowie Umsetzung der bergbaulich-wasserwirtschaftlichen Sanierung des Braunkohlenbergbaugebietes notwendig waren. Zugleich wird im Überblick dargestellt, welchen wissenschaftlichen Beitrag die hydrogeologische Modellierung und numerische Grundwassermodellierung methodisch leistete und wie auf Grundlage der Untersuchungsergebnisse eine gravierende Senkung des materiell-technischen Gesamtaufwandes erzielt werden konnte. Dabei stellen das hydrogeologische Modell und die darauf basierenden Grund-und Oberflächenwasserströmungsmodelle, gekoppelt an entsprechende Monitoring- und Informationssysteme mit Datenbanken, effiziente, hydrogeologische Prognosewerkzeuge dar. Ohne diese geowissenschaftlichen Grundlagen ist eine qualifizierte, belastbare Darstellung, Analyse und Bewertung der Ausgangssituation sowie der zu erwartenden Prozesse, die sich mit der Flutung der Tagebaurestlöcher, der Entstehung von Gewässern und dem Grundwasseranstieg sowie der Gewässerbewirtschaftung verbinden, nicht machbar. Bei der Überwachung und Steuerung der hydrogeologischen und wasserwirtschaftlichen Prozesse der Flutung, dem Grundwasserwiederanstieg, der Gewässerentwicklung „Geiseltalsee“ und des Wasserhaushaltes sowie den Abflussbedingungen in den Bergbaufolgelandschaften des Geiseltales kommt den Geowissenschaften mit der Hydrogeologie, insbesondere in Hinblick auf die schrittweise Verifizierung der Modellprognoseberechnungen, auf Basis der hydrogeologischen und geotechnischen Monitoringmessdaten somit auch in der Zukunft eine entscheidende Begleitungs- und Steuerungsfunktion zur Gewässerbewirtschaftung sowie für die nachhaltige Gestaltung der Bergbaufolge zu. Die hydrogeologischen Berechnungsergebnisse aus der numerischen 3D-Grundwassermodellierung stellen, gekoppelt an 2D-Vertikalschittmodelle, außerdem wesentliche Eingangsdaten für geotechnische Berechnungen zur Bewertung der Standsicherheit von Böschungssystemen im Gewässerrandbereich des Geiseltalsees dar.Die hydrogeologische Modellierung zur Lösung von wasserwirtschaftlichen Problemstellungen bei der bergbaulichen Sanierung des Braunkohlegebietes Geiseltales und die Umweltforschungsarbeiten zur Sicherung der subaquatischen Deponie im Tagebaurestloch Großkayna mit dem „Runstedter See“ wurden von Naturwissenschaftlern, Ingenieuren und Technikern durchgeführt. Das Vorhaben wird von der LMBV mbH durchgeführt. | |

