Veranstaltungsprogramm
Eine Übersicht aller Sessions/Sitzungen dieser Veranstaltung.
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Tagesübersicht |
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S16.2 Grundwasser-Oberflächenwasser Interaktionen an Fließgewässern, Seen und Küste Ort: Bach-Saal, Kongresshalle am Zoo Chair der Sitzung: Jan Fleckenstein, Helmholtz zentrum für Umweltforschung, UFZ GmbH Chair der Sitzung: Gudrun Maßmann Chair der Sitzung: Anja Reckhardt Chair der Sitzung: Clarissa Glaser, University of Bonn Chair der Sitzung: Felix Möhler, GCI GmbH | |
| Präsentation 4 | |
14:00 - 14:15
ID: 371 / Session 16.2: 4 Stickstoffeinträge in Entwässerungsgräben der grünlandgeprägten nordwestdeutschen Küstenregion Carl von Ossietzky Universität, Deutschland Die nordwestdeutsche Küstenregion ist geprägt durch die Grünlandwirtschaft. Ermöglicht wird diese durch eine intensive Entwässerung der verbreiteten Marsch- und Moorböden sowie in Teilen der Böden der Geest. Das Entwässerungssystem besteht im Wesentlichen aus einem engmaschigen und weiterverzweigten Netz aus Gräben und bildet damit einen riesigen Oberflächengewässerkörper. Neben Gräben werden Marschböden häufig zusätzlich über oberirdische Grüppen und Moorböden über unterirdische Drainagerohre entwässert. In den Böden der Geest finden sich ebenfalls immer wieder Drainagerohre oder sogenannte Bedarfsgrüppen, die anders als die Grüppen in der Marsch, nur temporär Wasser in die angrenzenden Gräben ableiten. Sowohl die Bedarfsgrüppen als auch die Grüppen und Drainagerohre bilden Austragspfade für Nährstoffe wie Stickstoff (N) in die angrenzenden Gräben. Vor allem grünlandbewirtschaftete Flächen entwässernd, bildet das Grabensystem die erste Schnittstelle zwischen Landwirtschaft und Oberflächengewässer. Vor dem Hintergrund fortlaufender Überschreitung von Zielwerten für N in Flüssen, die in die Nordsee münden, gilt es weiterhin die N-Einträge zu reduzieren. Um dieses Ziel in der nordwestdeutschen Küstenregion zu erreichen, ist es notwendig die N-Einträge in die Entwässerungsgräben zu minimieren. Aus diesem Grund wurde im Rahmen dieser Studie im Einzugsgebiet der Jade untersucht, welche Faktoren auf die N-Austragskonzentrationen aus Grünlandflächen Einfluss nehmen und wie sich diese auf die Konzentrationen in den Gräben auswirken. An insgesamt 49 Untersuchungsstandorten, die sich auf die unterschiedlichen Landschaftsräume der nordwestdeutschen Küstenregion (Geest, Moor, Marsch) verteilen, wurden dazu Ammonium- und Nitratkonzentrationen in den Wässern von Bedarfsgrüppen, Grüppen, Drainagen und Gräben analysiert. Die Ergebnisse zeigen insgesamt eine Standortabhängigkeit der Austragskonzentrationen. So nimmt der Gehalt an organischer Substanz der Böden aber auch die Bewirtschaftungsweise Einfluss auf die Ammonium- und Nitratkonzentrationen in den Wässern der Bedarfsgrüppen-, Grüppen-, Drainage und Grabenwässer. Darüber hinaus nehmen auch grabeninterne Prozesse Einfluss auf die gelösten N-Konzentrationen in den Grabenwässern. | |

