Veranstaltungsprogramm
Eine Übersicht aller Sessions/Sitzungen dieser Veranstaltung.
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Tagesübersicht |
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Postersession Mittwoch Alle Poster sind während der gesamten Konferenz ausgestellt.
Die Postersession heute umfasst die Sessions/Themen 1, 2, 3, 4, 5, 9, 13, 15 und 19.
Die Autorinnen und Autoren sollten während der Postersession an ihrem Poster sein!
Die zugehörigen Poster sind hier aufgeführt. | |
| Präsentation 23 | |
ID: 359
/ Poster Mi: 23
Der Wasserhaushalt des Lausitzer Reviers im Wandel – Anwendungsmöglichkeiten und Perspektiven von isotopenhydrologischen Untersuchungen Bundesanstalt für Geowissenschaften und Rohstoffe, Deutschland Die klimatischen Bedingungen im Nordosten Deutschlands, zu dem auch das Lausitzer Braunkohlerevier gehört, sind geprägt durch zunehmend heiße und trockene Frühjahre und Sommer. Diese Entwicklung hat potentiell negative Auswirkungen auf Wasserressourcen, Ökosysteme und die Gesellschaft. In dieser Studie wurden Veränderungen in (i) extremen Klima- und meteorologischen Dürreindikatoren (1948–2022) sowie in (ii) dem Gehalt stabiler Isotope (δ18O, δ2H) des Niederschlags (1978–2022) quantifiziert. Unsere Ergebnisse zeigen eine erhöhte Häufigkeit von temperaturbedingten Extremereignissen ((sehr) heiße Tage, warme Nächte) und Tagen ohne Niederschlag (> 6,5 % in Berlin 1991–2020 im Vergleich zu 1961–1990). Gleichzeitig hat die Anzahl an Frost- und Schneetagen insbesondere in den letzten Jahren abgenommen. Die Analyse des Standardisierten Niederschlag-Evapotranspirations-Index (SPEI) zeigt eine Zunahme der Häufigkeit schwerer und extremer meteorologischer Dürreperioden. Berlin verzeichnete zwischen 2018 und 2022 den längsten zusammenhängenden Zeitraum mit einem Wasserbilanzdefizit seit 1948. Die beobachteten klimatischen Veränderungen gehen mit einem signifikanten positiven Trend im Gehalt der stabilen Isotope des Niederschlags einher (1978-2022). Dieser Trend ist sowohl auf Jahresbasis als auch im Sommer statistisch signifikant (p > 0,05). Unsere Ergebnisse zeigen zudem, dass der positive Trend im Isotopengehalt des Niederschlags in starkem Maße (r > 0,5) mit der Temperatur im Winter korreliert, während die Korrelation im Frühling und Sommer moderater (0,3 < r < 0,5) ausgeprägt ist. Dies deutet darauf hin, dass die Klimaerwärmung nun im Isotopensignal der Niederschläge in Berlin nachweisbar geworden ist. Für die Lausitzer Bergbauregion, in der es noch keine langen Isotopenzeitreihen gibt (Station Cottbus seit 2023), deuten die Ergebnisse darauf hin, dass der Klimawandel eine größere Berücksichtigung im regionalen Wassermanagement erfordert. Die hier vorgestellten isotopenhydrologischen Untersuchungen zeigen eine Bestimmung der lokalen Niederschlagslinie und der Isotopensignatur des Niederschlags, sowie lokaler Verdunstungslinien und können zu einer besseren Bilanzierung des regionalen Wasserhaushalts beitragen. | |

