Veranstaltungsprogramm
Eine Übersicht aller Sessions/Sitzungen dieser Veranstaltung.
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Tagesübersicht |
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S12.2 Nachhaltige Grundwasserbewirtschaftung in Deutschland – Herausforderungen und Innovationen Ort: Händel-Saal, Kongresshalle am Zoo Chair der Sitzung: Sarah Fieger, DECHEMA e.V. Chair der Sitzung: Johannes Barth Chair der Sitzung: Kathrin Menberg, Karlsruher Institut für Technologie | |
| Präsentation 3 | |
16:00 - 16:15
ID: 358 / Session 12.2: 3 Resiliente Städte beginnen unter der Oberfläche: Wege zu einem nachhaltigen Grundwassermanagement Technische Universität München, Deutschland
Das Projekt MARGIN, gefördert im EU-Interreg Alpenraumprogramm, zielt darauf ab, die Grundlage für ein umfassendes, nachhaltiges und übertragbares Grundwassermanagement zu schaffen. Dazu untersucht es die Anfälligkeit des Grundwassers in fünf Pilotstädten und einem Netzwerk von Beobachterstädten unter Berücksichtigung der Auswirkungen extremer Veränderungen der Grundwassermenge und -qualität auf Infrastruktur, Dienstleistungen und Ökosysteme. MARGIN verbessert Anpassungsstrategien, bewertet deren Integration in Planungsprozesse und entwickelt einen praxisorientierten Werkzeugkasten mit Leitlinien und bewährten Verfahren für Stadtverwaltungen, um Grundwassermanagement, Klimaanpassung, Ökosystemschutz und erneuerbare Energien zu fördern.
Ein Schwerpunkt liegt auf der Identifizierung von Anforderungen und Lücken in Verwaltungsstrukturen und im Datenmanagement sowie in den bestehenden nationalen und regionalen Regelwerken. Dazu wird eine übertragbare Methodik zur Analyse der städtischen Wasserbewirtschaftung entwickelt. Bestehendes Wissen über Quantität, Temperatur und Biodiversität zu urbanem Grundwasser sowie zu Risiken, Nutzungen, Barrieren und Verwaltungsstrukturen wird in den Pilotstädten systematisch zusammengeführt. Workshops und Fragebögen dienen der Wissenssammlung. Die Ergebnisse werden in Form von Steckbriefen für die Pilotstädte dokumentiert, Strategien und Maßnahmen zur Minderung qualitativer, quantitativer und ökologischer Risiken im Zusammenhang mit Klimawandel und Urbanisierung werden erfasst und bewertet. Zur Quantifizierung von Potenzialen und Risiken werden in den Pilotstädten harmonisierte Bewertungsverfahren angewendet, die Grundwasserquantität, -qualität (einschl. ökologischer Aspekte) sowie Potenziale für die thermische Nutzung erfassen. Die Risikoanalysen berücksichtigen die Auswirkungen von Klimawandel und Urbanisierung auf Wasserstände, Extremereignisse (z. B. Überflutung, Wasserknappheit), thermische Veränderungen und die Gesundheit aquatischer Ökosysteme. Integrierte Vulnerabilitätsanalysen beziehen gefährdete Infrastrukturen, Dienstleistungen und Ökosystemfunktionen mit ein. Basierend auf den Ergebnissen und dem Austausch zwischen Pilot- und Beobachterstädten werden Best-Practice-Beispiele identifiziert und städtespezifische Anpassungsmaßnahmen entwickelt. Abschließend entsteht ein transnationaler Leitfaden zur Bewertung von Grundwasserpotenzialen, Risiken und Verwundbarkeiten sowie zur Ableitung geeigneter Anpassungsmaßnahmen für verschiedene Stadtbedingungen im Alpenraum übertragbar gemacht wird. | |

