Veranstaltungsprogramm
Eine Übersicht aller Sessions/Sitzungen dieser Veranstaltung.
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Tagesübersicht |
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S19.1 Hydrogeologie in der Praxis - Fallbeispiele der Staatlichen Geologischen Dienste Ort: Bach-Saal, Kongresshalle am Zoo Chair der Sitzung: Tobias Geyer, Regierungspräsidium Freiburg Chair der Sitzung: Timo Spörlein, LFU Bayern Chair der Sitzung: Stefan Broda, BGR | |
| Präsentation 1 | |
10:45 - 11:00
ID: 349 / Session 19.1.: 1 Historische und aktuelle Entwicklungen der Grundwasserstände in Deutschland 1: Bundesanstalt für Geowissenschaften und Rohstoffe (BGR); 2: Karlsruher Institut für Technologie (KIT); 3: Landesanstalt für Umwelt Baden-Württemberg (LUBW); 4: Bayerisches Landesamt für Umwelt (LfU BY); 5: Senatsverwaltung für Mobilität, Verkehr, Klimaschutz und Umwelt Berlin (SenMVKU); 6: Landesamt für Umwelt Brandenburg (LfU BB); 7: Landesamt für Bergbau, Geologie und Rohstoffe Brandenburg (LBGR BB); 8: Geologischer Dienst für Bremen (GDfB); 9: Behörde für Umwelt, Klima, Energie und Agrarwirtschaft Hamburg (BUKEA); 10: Hessisches Landesamt für Naturschutz, Umwelt und Geologie (HLNUG); 11: Landesamt für Umwelt, Naturschutz und Geologie Mecklenburg-Vorpommern, Geologischer Dienst (LUNG M-V, GD); 12: Niedersächsischer Landesbetrieb für Wasserwirtschaft, Küsten- und Naturschutz (NLWKN); 13: Landesamt für Bergbau, Energie und Geologie Niedersachsen (LBEG); 14: Landesamt für Natur, Umwelt und Klima Nordrhein-Westfalen (LANUK); 15: Geologischer Dienst Nordrhein-Westfalen (GD NRW); 16: Landesamt für Geologie und Bergbau Rheinland-Pfalz (LGB RP); 17: Landesamt für Umwelt Rheinland-Pfalz (LfU RP); 18: Sächsisches Landesamt für Umwelt, Landwirtschaft und Geologie (LfULG); 19: Landesbetrieb für Hochwasserschutz und Wasserwirtschaft Sachsen-Anhalt (LHW); 20: Landesamt für Geologie und Bergwesen Sachsen-Anhalt (LGB); 21: Landesamt für Umwelt Schleswig-Holstein (LfU SH); 22: Thüringer Landesamt für Umwelt, Bergbau und Naturschutz (TLUBN) Grundwasser ist die zentrale Ressource der Trinkwasserversorgung in Deutschland und steht zunehmend unter klimatischem Druck. Die vorliegende Untersuchung analysiert die langfristige Entwicklung der Grundwasserstände an 5 843 Messstellen im Referenzzeitraum 1991–2020 (sowie seit 2018 im Kontext der außergewöhnlichen Dürreperiode) und bewertet die Reaktionsdynamik der Grundwassersysteme gegenüber klimatischen Antrieben. Erstmals erfolgt eine bundesweit einheitliche Auswertung in enger Zusammenarbeit mit den zuständigen Landesbehörden. An 43 % der Messstellen wurden signifikante Trends festgestellt, überwiegend in Form fallender Grundwasserstände mit einem medianen Rückgang von etwa 0,9 cm pro Jahr. Diese Entwicklungen sind deutschlandweit sichtbar, jedoch regional unterschiedlich ausgeprägt und weitgehend klimatisch bedingt. Zur systematischen Erfassung der Reaktionsdynamik wurden die Messstellen anhand ihrer Autokorrelationslängen in vier Dynamikklassen eingeteilt. Mit abnehmender Dynamik zeigen sich stärkere langfristige Trends sowie eine höhere Persistenz klimatischer Effekte. Schnell reagierende Systeme weisen kürzere Niedrigstandsphasen (Median 2,2 Monate) auf und erholen sich rasch, während träge Systeme deutlich länger auf Niederschläge reagieren (Median 9,8 Monate) und nachhaltiger von Niedrigständen betroffen sind. Besonders seit der Dürreperiode 2018 treten die Unterschiede deutlich hervor: Rund 60 % der trägen Messstellen zeigen über fünf Jahre hinweg anhaltend niedrige Grundwasserstände, und bis zu 29 % erreichten neue historische Tiefstwerte. Die Ergebnisse verdeutlichen den engen Zusammenhang zwischen klimatischer Variabilität und Grundwasserdynamik und bieten eine Grundlage für die bundesweite Bewertung der Grundwasserentwicklung sowie für dynamikbasierte Risiko- und Resilienzanalysen. | |

