Veranstaltungsprogramm
Eine Übersicht aller Sessions/Sitzungen dieser Veranstaltung.
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Postersession Donnerstag Alle Poster sind während der gesamten Konferenz ausgestellt.
Die Postersession heute umfasst die Sessions/Themen 6, 7, 8, 10, 11, 12, 14, 16, 17 und 18.
Die Autorinnen und Autoren sollten während der Postersession an ihrem Poster sein!
Die zugehörigen Poster sind hier aufgeführt. | |
| Präsentation 44 | |
ID: 328
/ Poster Do: 44
Modelltechnische Machbarkeitsstudie zur Wiedervernässung der landwirtschaftlichen Versuchsstation Karolinenfeld DHI WASY GmbH, Deutschland Die Versuchsstation Karolinenfeld der Bayerischen Staatsgüter (BaySG) liegt östlich von München. Dort werden im Rahmen des Projektes "Moorverträgliche Bewirtschaftungsmaßnahmen" verschiedene Untersuchungen zu einer moorverträglichen Nutzung mit angehobenen Grundwasserständen durchgeführt. Zukünftig plant die BaySG mit Unterstützung des Landesamtes für Landwirtschaft (LfL) die Wiedervernässung des gesamten Moorversuchgutes, um den teilweise schon stark degradierten Torfkörper zu erhalten. Im Rahmen des Projekts KliMoBay hat die DHI WASY zusammen mit der TU München bereits ein integriertes Wasserhaushaltsmodell aufgebaut, welches in der Lage ist, die komplexen Wechselbeziehungen zwischen Niederschlag, Verdunstung, Oberflächenabfluss, Grundwasser, Drainagen und Torfböden unterschiedlicher Degradierungsstufe abzubilden. Das integrierte Wasserhaushaltsmodell wurden stationär und instationär anhand von Grundwasserständen und Gewässerabflüssen kalibriert und ist in der Lage alle hydrologischen Prozesse und baulichen Maßnahmen realitätsnah abzubilden. Ziel der Machbarkeitsstudie war es mithilfe des Modells die Moorwasserstände in so vielen Bereichen wie möglich auf ein Optimum anzuheben. Gleichzeitig sollten mögliche Synergieeffekte erkannt und mögliche negative Auswirkungen auf Gewässerabflüsse und Anrainer untersucht werden. So konnte beispielweise der Rückhalt von Starkregenereignissen nicht nur dem Hochwasserschutz dienen, sondern auch dazu beitragen das Wasserdefizit in den heißen Sommermonaten ausgleichen. Das Modell ist durch den Finite-Differenzen-Ansatz in separate Modellzellen unterteilt, sodass sowohl Änderungen im (Grund-) Wasserstand, Gewässerabfluss als auch in der Wasserbilanz für jedes beliebige Teilgebiet ausgewertet werden können. Somit konnten die Auswirkungen durch den Wehranstau des zentralen Vorfluters bei Starkregen sowohl auf die maximalen Grundwasserstände als auch auf die Gewässerabflüsse detailliert untersucht werden. Durch die Anwendung des integrierten Wasserhaushaltsmodells, konnten ebenfalls die langfristigen, sekundären Effekte auf die Wasserbilanz analysiert werden. So zeigt der Vergleich der Wasserbilanz für das Referenzszenario mit aktiven Drainagen gegenüber dem Szenario ohne Drainagen einen starken Anstieg im Direktabfluss, dem Basisabfluss und der Evapotranspiration. Die Ergebnisse der Machbarkeitsstudie zeigen sieben vielversprechende Maßnahmen auf, welche eine Wiedervernässung ermöglichen. Darauf konnte differenziert analysiert werden, welche Maßnahmen dabei einen positiven bzw. welche einen negativen Effekt auf das Abflussverhaltens der Gewässer in Bezug auf den Hochwasserschutz erwarten lassen. Für eine der untersuchten Flächen zeigte sich beispielsweise, dass eine Umnutzung als Polderfläche die zielführendste Lösung darstellt – deren Umsetzung nun auch geplant ist. Künftig soll der Überlauf dieser Polderfläche zum Erlbach gesteuert erfolgen. Die hierfür erforderliche Steuerung wird mithilfe des integrierten Modellansatzes entwickelt.
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