Veranstaltungsprogramm
Eine Übersicht aller Sessions/Sitzungen dieser Veranstaltung.
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Tagesübersicht |
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S13 Neue Schadstoffe im Grundwasser – Vorkommen, Eintragspfade, Nachweisverfahren und Sanierungsmethoden Ort: Händel-Saal, Kongresshalle am Zoo Chair der Sitzung: Anett Georgi Chair der Sitzung: Kevin Kuntze, Isodetect GmbH | |
| Präsentation 6 | |
12:00 - 12:15
ID: 325 / Session 13: 6 Vorkommen, Verteilung und Verhalten organischer Spurenstoffe am Übergang zwischen Land und Meer – ein Beispiel von Spiekeroog 1: Institut für Biologie und Umweltwissenschaften, Carl von Ossietzky Universität Oldenburg, Deutschland; 2: Institut für Chmie und Biologie des Meeres (ICBM), Carl von Ossietzky Universität Oldenburg, Oldenburg, Germany Das Forschungsinteresse an organischen Spurenstoffen (organic micro pollutants: OMPs) in Süßwasser- und Meeresumgebungen hat zugenommen. Allerdings gibt es nur wenige Erkenntnisse über ihr Vorkommen, ihre Verteilung und ihr Verhalten in Küstenaquiferen an der Land-Meer-Übergangszone. Am Untersuchungsort, dem Hochenergiestrand an der Nordseite von Spiekeroog, verändern dynamische hydrometeorologische Bedingungen ständig die Strandmorphologie. Zusammen mit saisonalen Sturmfluten führen diese Bedingungen zu dynamischen Grundwasserströmungspfaden, verschieben die Süßwasser-Salzwasser-Mischungszone und verursachen hohe Salzgehalts- und Redoxgradienten. Dementsprechend fungiert der Strand als effizienter biogeochemischer Reaktor. Um das Verständnis der Prozesse von OMPs in der Land-Meer-Übergangszone zu verbessern, wurden insgesamt 13 Wasserproben, die entlang eines Strandtranssekts von den Dünen bis zur Niedrigwasserlinie in Tiefen von 6 m, 12 m, 18 m und 24 m entnommen wurden, sowie Meerwasser mittels LC–MS/MS auf 117 OMPs untersucht. Zweiunddreißig Verbindungen wurden in messbaren Konzentrationen nachgewiesen, von denen 12 über der Bestimmungsgrenze (LOQ) lagen. Die meisten dieser Verbindungen wiesen maximale Konzentrationen im Meerwasser auf und waren entlang des Transekts entsprechend der Strömungspfade des eindringenden Meerwassers verteilt. Die höchsten Konzentrationen wurden in der intertidalen Rezirkulationszelle beobachtet, die sich durch ihren hohen Salzgehalt, ihre oxischen Bedingungen bis in 12 m Tiefe im Infiltrationsbereich und ihr relativ junges Grundwasseralter auszeichnet. Umgekehrt wurden niedrigere Konzentrationen der Substanzen nahe der Dünenbasis, wo der Salzgehalt geringer ist, und in tieferen Regionen festgestellt, in denen anoxische Bedingungen vorherrschen und das Grundwasser älter ist. Grundsätzlich weisen alle 12 Verbindungen also eine positive Korrelation mit dem Meerwasseranteil und eine negative Korrelation mit dem Alter des Grundwassers auf. Dies deutet darauf hin, dass das eindringende Nordseewasser der Eintrittsweg der OMPs in den Küstenaquifer ist und nicht das Süßwasser aus der Süßwasserlinse der Insel. Genauer betrachtet ergab die Mischungsanalyse drei Prozesse, die auf bestimmte Verbindungen einwirken: Entfernung (Melamin, Metformin, 5-Methyl-1H-benzotriazol, Valsartansäure), Anreicherung durch Umwandlungsprozesse (Terbutylazin-2-hydroxyl, Propanolol, Benzocain) und konservative Mischung (Ammelide, Acesulfam). | |

