Veranstaltungsprogramm
Eine Übersicht aller Sessions/Sitzungen dieser Veranstaltung.
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Tagesübersicht |
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Postersession Mittwoch Alle Poster sind während der gesamten Konferenz ausgestellt.
Die Postersession heute umfasst die Sessions/Themen 1, 2, 3, 4, 5, 9, 13, 15 und 19.
Die Autorinnen und Autoren sollten während der Postersession an ihrem Poster sein!
Die zugehörigen Poster sind hier aufgeführt. | |
| Präsentation 40 | |
ID: 310
/ Poster Mi: 40
Einfluss des letzten Trockenjahrzehnts auf die tatsächliche Verdunstung und den Landschaftswasserhaushalt in einem niedersächsischen Einzugsgebiet 1: Technische Universität Braunschweig, Langer Kamp 19c, 38106 Braunschweig, Germany; 2: Landesamt für Bergbau, Energie und Geologie Niedersachsen, Stilleweg 2, 30655 Hannover, Germany Der Klimawandel ist im Landschaftswasserhaushalt in Niedersachsen messbar. Die letzte Dekade (2015-2024) war von Extremen geprägt. So ist das Sommerhalbjahr 2018 durch eine seit der Wetteraufzeichnung einzigartige Dürresituation mit extremem Niederschlagsmangel und Hitzerekorden und gleichzeitig ist der Jahreswechsel 2023/2024 mit einer ebenfalls bisher einzigartigen Überschwemmungssituation mit anhaltenden Niederschlägen über das gesamte 4. Quartal 2023 den Menschen in Erinnerung geblieben. Diese Dynamik im Klimasystem ist für konzeptionelle Wasserhaushaltsmodelle, deren Methodik für Auswertungen von langjährigen Zeiträumen entwickelt sind, eine Herausforderung. Relevante Einflussgrößen wie die vegetations- und wachstumsphasenabhängigen kc-Faktoren zur Berechnung der tatsächlichen Verdunstung oder Grundwasserstände müssen teils aufgrund eingeschränkter Verfügbarkeit mit langjährigen Mitteln angenommen werden, so dass die Bilanz eines 30-jährigen Zeitraums ausgeglichen ist. Es stellt sich die Frage, ob diese Parametrisierung in einem sich wandelnden Klima und zur Auswertung von Extremereignissen Anpassungen bedarf. Exemplarisch wurde ein landwirtschaftlich geprägtes Einzugsgebiet im Landkreis Diepholz (Zentralniedersachsen) untersucht. Dabei wurden die gemittelten kc-Faktoren der Klasse Ackerland in 78 feldfruchtspezifische Klassen und anschließend jeweils in 4 ertragsspezifische Klassen unterteilt. Diese schlaggenauen Anbaukulturen liegen seit 2016 durch die Daten der Gemeinsamen Agrarpolitik (GAP) und der Erntestatistik des Landesamts für Statistik Niedersachsen (LSN) vor. Der Anbau von Winterzwischenfrüchten wird in den GAP-Daten nicht erfasst. Daher musste hier eine expertenbasierte Annahme getroffen werden. Berücksichtigt wurde hierbei, ob das Einzugsgebiet Wasserschutzgebiete enthält (der Anbau von Zwischenfrüchten wird hier gefördert) oder in einer der Kulissen der mit Nitrat belasteten Gebiete nach NDüngGewNPVO lag. Die Berechnung des Landschaftswasserhaushalts und die Berechnung der Grundwasserwasserneubildung sind mit dem Wasserhaushaltsmodell mGROWA exemplarisch mit dem ursprünglichen und dem angepassten Set-up durchgeführt und anschließend mit dem Pegelabfluss des Einzugsgebiets und der tatsächlichen Verdunstung mittels Satellitendaten MODIS (MOD16A2, MOD16A3) evaluiert worden. Die Verdunstung ist in den letzten Jahrzehnten kontinuierlich gestiegen und hat einen starken Einfluss auf den Landschaftswasserhaushalt. Dies, der ertragsspezifische Effekt von differenzierten Feldfrüchten auf die Verdunstung, sowie Extremereignisse verändern die Wasserbilanz des Einzugsgebiets erheblich und haben einen Einfluss auf die Grundwasserneubildung. Im nächsten Schritt wird diese Pilotstudie auf weitere Einzugsgebiete erweitert werden, um den großräumigen Effekt auf Niedersachsen abzuschätzen. | |

