Veranstaltungsprogramm
Eine Übersicht aller Sessions/Sitzungen dieser Veranstaltung.
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Tagesübersicht |
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S5 Braunkohleausstieg als Herausforderung für die Wasserwirtschaft: Lessons learned. Ort: Telemann-Saal, Kongresshalle am Zoo Chair der Sitzung: Nils Cremer, Erftverband Chair der Sitzung: Felix Bilek, GFI Grundwasser-Consulting-Institut GmbH Dresden Chair der Sitzung: Wilfried Uhlmann, IWB - Privates Institut für Wasser und Boden GmbH Chair der Sitzung: Carolin Pezenka, Chair der Sitzung: Kai Zimmermann, IWB - Privates Institut für Wasser und Boden GmbH | |
| Präsentation 4 | |
11:30 - 11:45
ID: 303 / Session 5: 4 Grundwassermodellierung als Werkzeug der Bergbausanierung im Lausitzer Braunkohlenrevier – ein Überblick Lausitzer und Mitteldeutsche Bergbau-Verwaltungsgesellschaft mbH, Deutschland Die Grundwasser(strömungs)modellierung war und ist ein wichtiges Arbeitsmittel sowohl für den Gewinnungs- als auch den Sanierungsbergbau in den ostdeutschen Braunkohlenrevieren. Die Palette der Modellanwendungen reicht dabei von Großraummodellen für tagebauübergreifende Grundwassersimulationen bis zu Detailmodellen für lokale oder objektkonkrete Fragestellungen. In den 1970er Jahren begann in der DDR die Entwicklung und Anwendung von Programmen zur numerischen Modellierung der Grundwasserströmung. Mit ihnen sollten Fragestellungen zu Grundwassererschließung und -bewirtschaftung, Tagebauentwässerung und -wiederauffüllung oder Meliorationsmaßnahmen in der Landwirtschaft bearbeitet werden. Seit ihren Anfängen hat die numerische Grundwassermodellierung eine bemerkenswerte Entwicklung durchlaufen. Durch Fortschritte in der Rechentechnik und Datenverarbeitung wurde die Leistungsfähigkeit der Simulationsprogramme bzw. der damit erstellten Grundwassermodelle sukzessive gesteigert. Die Zunahme von Rechengeschwindigkeit und zu verarbeitenden Datenmengen sowie Verbesserungen im Pre- und Postprocessing erlauben inzwischen großräumige Grundwassermodellierungen mit hohem Detailgrad. War die Diskretisierung des Strömungsraumes anfänglich noch auf wenige hundert Modellzellen limitiert, sind inzwischen hochaufgelöste 3D-Modelle mit mehr als eine Million Modellzellen im Einsatz. Im Lauf der Zeit haben sich aber nicht nur die technischen Möglichkeiten verändert, sondern auch die Aufgaben und Anforderungen an die Grundwassermodelle. Die Lausitzer und Mitteldeutsche Bergbau-Verwaltungsgesellschaft mbH (LMBV) ist Projektträger der Bergbausanierung in Ostdeutschland. In der Lausitz saniert sie im Auftrag von Bund und den Ländern Brandenburg und Sachsen die von der Braunkohlenförderung der DDR in Anspruch genommenen Gebiete. Mit der Außerbetriebnahme der Tagebaue war die Einstellung der Sümpfungsmaßnahmen verbunden. Entsprechend verschob sich der Aufgabenschwerpunkt der Grundwassermodelle von der Tagebauentwässerung zur Begleitung des Grundwasserwiederanstieges einschließlich der Flutung der Tagebaurestlöcher. Auch nach Abschluss des Grundwasserwiederanstieges ist die LMBV auf die Ergebnisse und Aussagen der Grundwassermodelle für unterschiedliche Fragestellungen (Planungen, Genehmigungen, Gutachten usw.) angewiesen. Der Beitrag soll einen Überblick über die Grundwasserströmungsmodellierung im Lausitzer Revier mit Fokus auf den Sanierungsbergbau in Verantwortung der LMBV geben. Dabei wird auf die Entwicklung der Modelle bezüglich Aufgaben, Anwendung und Herausforderungen eingegangen. | |

