Veranstaltungsprogramm
Eine Übersicht aller Sessions/Sitzungen dieser Veranstaltung.
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Postersession Donnerstag Alle Poster sind während der gesamten Konferenz ausgestellt.
Die Postersession heute umfasst die Sessions/Themen 6, 7, 8, 10, 11, 12, 14, 16, 17 und 18.
Die Autorinnen und Autoren sollten während der Postersession an ihrem Poster sein!
Die zugehörigen Poster sind hier aufgeführt. | |
| Präsentation 25 | |
ID: 295
/ Poster Do: 25
Grundwassergeschütztheit in ariden Gebieten 1: Deutsche Bahn Logistik, Umwelt und Baukapazität (I.II-SO-T 2) DB InfraGO AG Brandenburger Straße 1, 04103 Leipzig; 2: Hydrogeology and Environmental Geology School of Environmental Sciences Jawaharlal Nehru University, New Delhi - 110067, India; 3: Al Ain University UAE; 4: Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg, Deutschland Die Bewertung der Grundwassergeschütztheit ist in humiden Klimaten mittlerweile weitgehend standardisiert. In einigen europäischen Ländern werden ähnliche Verfahren wie das in Hölting et al. (1995) dargestellte Verfahren eingesetzt. Für Karstgebiete gibt es Erweiterungen, die teilweise auf Tracerexperimenten beruhen (Goldscheider et al. 2000). In anderen Klimaten und anderen Ländern der Welt werden oftmals Verfahren eingesetzt, die der DRASTIC-Methode (Aller et al. 1987) ähneln und damit nur relative Einschätzungen darstellen, wie z.B. in Haidu & Nistor (2020). Das Problem in ariden Gebieten besteht insbesondere darin, dass die Grundwasserneubildung nicht gleichmäßig stattfindet und daher die Prozesse, die bei der Bewertung der intrinsischen Schutzfunktion berücksichtigt werden, deutlich anders sind als bei einem nahezu gleichmäßigen Transportprozess in der ungesättigten Zone. Stark schwankende Grundwasserflurabstände, wie sie insbesondere aus plötzlichen Extremereignissen resultieren, beeinflussen die Verweilzeit zusätzlich. Die klimatisch und hydrogeologisch bedingt wechselnden Eintragsbedingungen für Stoffe ins Grundwasser zeigen nicht nur einen ausgeprägteren Jahresgang sondern starke Veränderungen über Jahrzehnte, wie gravimetrische Fernerkundungsmethoden nachgewiesen haben (Lezzaik & Milewski 2017 und Liesch & Ohmer 2016). Relative Bewertungen wie Aller et al. (1987) sind zwar auch in diesen Gebieten und Klimaten grundsätzlich anwendbar, aber sie haben den entscheidenden Nachteil, keine Einschätzung der Verweilzeit geben zu können. Haidu, I, Nistor, M.-M. (2020) Groundwater vulnerability assessment in the Grand Est region, France. Quaternary International, 2020, 547, pp.86-100. Goldscheider N, Klute M, Sturm S, Hötzl H (2000) The PI method – a GIS-based approach to mapping groundwater vulnerability with special consideration of karst aquifers. Zeitschrift für angewandte Geologie, 46 (2000) 3: 157-166 Aller, L., Bennett, T., Lehr, J. H., Petty, R., and Hackett, G. (1987) DRASTIC: a standardized system to evaluate groundwater pollution potential using hydrogeologic settings: National Water Well Association, Worthington, Ohio, United States of America, http://rdn.bc.ca/cms/wpattachments/wpID3175atID5999.pdf. Lezzaik, K & Milewski, A 2017 A quantitative assessment of groundwater resources in the Middle East and North Africa region. Hydrogeol J (2018) 26:251–266 | |

