Veranstaltungsprogramm
Eine Übersicht aller Sessions/Sitzungen dieser Veranstaltung.
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Tagesübersicht |
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S7.2 Nutzungskonflikte bei veränderter Grundwasserverfügbarkeit und zukünftige Bewirtschaftung der Ressource Grundwasser Ort: Weißer Saal, Kongresshalle am Zoo Chair der Sitzung: Frank Herrmann, Forschungszentrum Jülich Chair der Sitzung: Jörg Elbracht Chair der Sitzung: Christian Klassert Chair der Sitzung: Martina Flörke Chair der Sitzung: Stefan Simon, Erftverband Chair der Sitzung: Uwe Sütering | |
| Präsentation 3 | |
10:30 - 10:45
ID: 288 / Session 7.2: 3 Grundwasserbewirtschaftung als Teil der Niedrigwasservorsoge und Niedrigwasserbewitschaftung: Umsetzung des Landesniedrigwasserkonzeptes Brandenburg – Erfahrungen aus der Praxis 1: GICON® Resources GmbH, Deutschland; 2: Wasser- und Bodenverband Oberland Calau Das 2021 vom Ministerium für Land- und Ernährungswirtschaft, Umwelt und Verbraucherschutz (MLEUV) des Landes Brandburg eingeführte Landesniedrigwasserkonzept (LNWK) zielt auf ein systematisches und strukturiertes wasserwirtschaftliches und wasserrechtliches Handeln für ein nachhaltiges Niedrigwassermanagement in Brandenburg ab. Das LNWK ist auf die Umsetzungsebene von 16 Flussgebieten, orientiert an den WRRL-Planungseinheiten, ausgerichtet. Dass flussgebietsbezogene Niedrigwassermanagement soll in den Flussgebieten durch die regionalen Zuständigen für die Wasserwirtschaft und unter Beteiligung von Kommunen, Landwirten, Fischerei, Forstwirtschaft, Naturschutz und Öffentlichkeit erfolgen. Die Flussgebietskoordination und Projektmanagementmaßnahmen werden von 4 Ingenieur-Büros umgesetzt. Ziel ist eine gemeinsame und abgestimmte Flussgebietsbewirtschaftung, die auf die Stabilisierung des Landschaftswasserhaushaltes unter Berücksichtigung von Starkregen und Hochwasser ausgerichtet ist und das Management von Niedrigwassersituationen umfasst. Ein weiteres Ziel besteht in der Definition von fachübergreifenden Anforderungen. Maßgebende Handlungsoptionen zur Niedrigwasservorsorge wie das Stützen von Grundwasserständen, die Erhöhung der Grundwasserneubildung und die Verbesserung des Landschaftswasserhaushaltes sind eng verknüpft mit der Grundwasserbewirtschaftung. Im Rahmen der Flussgebietsarbeit wurden alle wesentlichen Akteure befragt, Informationen gesammelt, Probleme analysiert, Handlungsoptionen abgeleitet und die Erkenntnisse in Flussgebietssteckbriefen zusammengefasst. Ein weiterer wichtiger Teil ist die Begleitung der Umsetzung des LNWK durch den Aufbau kontinuierlicher Kommunikationsstrukturen, der Entwicklung von Strategien für regionale Bewirtschaftungs-/Niedrigwasserkonzepte und die Unterstützung & Initiierung erforderlicher konkreter Maßnahmen, z.B. unter Nutzung der LWH-Förderrichtlinie oder weiteren Förderprogrammen des Landes Brandenburg. Wesentliche Einzelmaßnahmen sind die Sanierung von Stauanlagen, Anpassung von Poldern und Schöpfwerken, die Revitalisierung von Kleingewässern, Teichen und Söllen, die Rücknahme der Entwässerung von Hochflächen, Speisungsgebieten und Quellgebieten, z.B. durch die Anpassung von Drainagen, die Verkleinerung von Gewässerprofilen oder das Verplomben von Gräben, und eine angepasste Oberflächen- und Grundwasserbewirtschaftung. Anhand eines Beispiel-Einzugsgebietes im Flussgebiet Mittlere Spree wird die Vorgehensweise der Ableitung und Beginn der Umsetzung von zielgerichteten Maßnahmen zur Verbesserung des Landschaftswasserhaushaltes, unter Beachtung der vorliegenden Datengrundlage, Einzugsgebietseigenheiten (z.B. bergbaulicher Einfluss, Stauregulierung,) und unter Beachtung weiterer Belange (z.B. weitere Nutzungsansprüche, Hochwasserschutz, WRRL, Grundwasserbewirtschaftung, bestehende Landnutzung) vorgestellt. | |

