Veranstaltungsprogramm
Eine Übersicht aller Sessions/Sitzungen dieser Veranstaltung.
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Tagesübersicht |
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S19.1 Hydrogeologie in der Praxis - Fallbeispiele der Staatlichen Geologischen Dienste Ort: Bach-Saal, Kongresshalle am Zoo Chair der Sitzung: Tobias Geyer, Regierungspräsidium Freiburg Chair der Sitzung: Timo Spörlein, LFU Bayern Chair der Sitzung: Stefan Broda, BGR | |
| Präsentation 2 | |
11:00 - 11:15
ID: 287 / Session 19.1.: 2 Wie mache ich meine Region klimaresilient? - Das Interreg North Sea Projekt „Blue Transition“ am Beispiel der Luneplate in Bremerhaven 1: Geologischer Dienst für Bremen, Deutschland; 2: Universität Bremen; 3: Geologischer Dienst für Bremen, Deutschland Das Interreg-Programm Nordsee fördert die Zusammenarbeit der Anrainerstaaten zur Entwicklung einer grünen und nachhaltigen Zukunft. Das Projekt „Blue Transition“ (2022–2026) untersucht Strategien, um das Gleichgewicht zwischen Wasser- und Landnutzung zu verbessern und die Auswirkungen des Klimawandels zu minimieren – ausgehend von der Leitfrage: Wie kann eine Region klimaresilient gestaltet werden? Im Vorgängerprojekt „TOPSOIL“ wurde die Luneplate im Süden Bremerhavens als besonders empfindliches Gebiet gegenüber Salzwasserintrusionen identifiziert. Während weite Teile als Naturschutzgebiet ausgewiesen sind, soll der nordöstliche Bereich künftig als nachhaltiges Gewerbegebiet LUNEDELTA mit klimaneutralem Ansatz entwickelt werden. Dieses Gebiet bietet ein ideales Testfeld, um Strategien zur Klimaanpassung unter realen Bedingungen zu erproben und gemeinsam mit regionalen Akteuren umzusetzen. Der Schwerpunkt liegt auf einem integrierten Wassermanagement, das überschüssiges Regenwasser gezielt speichert und versickern lässt. Dadurch sollen Starkregenereignisse abgepuffert und das Vordringen salzhaltigen Wassers ins Grundwasser gemindert werden. Im Rahmen von Blue Transition werden Grundwassermodellierungen mit hochauflösenden Untergrundmodellen eingesetzt, um die Reaktionsfähigkeit des Systems auf unterschiedliche Klimafolgen zu bewerten – von häufigeren Starkregen bis zur zunehmenden Versalzung infolge des Meeresspiegelanstiegs. Die geplanten Maßnahmen werden mithilfe von numerischen Grundwasserströmungsmodellen mit rund 100.000 aktiven Modellzellen (10 × 10 m) simuliert und durch ein kontinuierliches Monitoringprogramm begleitet. Dieses umfasst Grundwassermessstellen und halbjährliche geoelektrische ERT-Messungen (Electrical Resistivity Tomography), mit denen die zeitliche Dynamik von Süß- und Salzwasser sichtbar gemacht wird. Auf dieser Grundlage entsteht eine praxisnahe, evidenzbasierte Strategie für nachhaltiges Grundwassermanagement, die den regionalen Klimaschutz stärkt und als übertragbares Modell für andere Küstenregionen dienen kann. Durch die enge Verzahnung von Modellierung, Monitoring und regionaler Umsetzung liefert das Projekt einen skalierbaren Ansatz zur Stärkung der Klimaanpassungsfähigkeit küstennaher Räume. | |

