Veranstaltungsprogramm
Eine Übersicht aller Sessions/Sitzungen dieser Veranstaltung.
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Postersession Donnerstag Alle Poster sind während der gesamten Konferenz ausgestellt.
Die Postersession heute umfasst die Sessions/Themen 6, 7, 8, 10, 11, 12, 14, 16, 17 und 18.
Die Autorinnen und Autoren sollten während der Postersession an ihrem Poster sein!
Die zugehörigen Poster sind hier aufgeführt. | |
| Präsentation 8 | |
ID: 280
/ Poster Do: 8
Möglichkeiten der Wasserver- und Wasserentsorgung für einen nachhaltig orientiert produzierenden Hochtechnologiestandort (Industrie- und Gewerbegebiet) nordwestlich vom Güterbahnhof Seddin GICON® Resources GmbH, Deutschland Im Rahmen einer Machbarkeitsstudie wurde das Gebiet nordwestliche des Güterbahnhofs Seddin als grundsätzlich geeignet für die Entwicklung eine Industire- und Gewerbestandorts eingestuft. Es könnte sich als bedeutsamer Standort für nachhaltig produzierende Hochtechnologieunternehmen eignen; gleichzeitig könnte lokales Gewerbe angesiedelt werden. Der Standort befindet sich im Land Brandenburg, südwestlich von Berlin. Die vorliegende Bearbeitung beschäftigt sich mit der Frage der Wasserversorgung und Abwasserentsorgung der Potenzialfläche, um die Grundlage für mögliche weitere Planungsschritte zu schaffen. Weiterführund wurden die Auswirkungen der untersuchten Varianten auf umliegende Seen, welche von sinkenden Wasserständen betroffen sind, und den lokalen Wasserhaushalt untersucht. Es wurde ein Wasserbedarf von 1,0 bis 3,0 Millionen Kubikmeter pro Jahr ermittelt. Die im Untersuchungsgebiet tätigen Wasserverbände verfügen nur über geringe Reserven an genehmigten Wasserentnahmemengen; die vorhandene Infrastruktur ist weitgehend ausgelastet. Die Untersuchungen zeigen, dass die Wasserversorgung und Entsorgung der potenziellen Gewerbefläche als machbar einzustufen sind. Sowohl für die Wasserversorgung als auch für die Abwasserentsorgung wurden umsetzbare Optionen identifiziert. Für die Wasserversorgung wurden zwei Varianten betrachtet. Im Bereich Hoher Fläming wurde ein möglicher Standort für eine Grundwasserentnahme identifiziert, wobei das Grundwasser über eine 27…37 km lange Rohrleitung zum Standort geleitet werden muss. Als Alternative wurde eine Oberflächenwasserentnahme aus der Nieplitz betrachtet. Dabei wird das entnommene Wasser in den Seddiner See geleitet, dort zwischengespeichert und zur potenziellen Gewerbefläche geleitet. Diese Variante erfordert geringe Investitionen; ihre genehmigungsrechtliche Situation ist jedoch sehr komplex. Für die Abwasserentsorgung wurden 4 Varianten untersucht und hinsichtlich des Einflusses auf den lokalen Wasserhaushalt untersucht. In den vergangenen 10 Jahren sank der Seewasserspiegel des Seddiner Sees stark ab, was zu einer Verschlechterung seines ökologischen Zustands führte. Die Höhe des Seewasserspiegel hängt direkt vom Grundwasserstand ab. Um ein Austrocknen des Sees langfristig zu verhindern, sind Maßnahmen zur Stabilisierung der hydrologischen Verhältnisse erforderlich. Die durchgeführte Wasserhaushaltsmodellierung ergab, dass die untersuchte Änderung der Landnutzung, von der derzeit vorhandenen Kiefern-Monokultur zu einer teilversiegelten Gewerbefläche, zu einem signifikanten Wasserüberschuss führt. Aufgrund der starken Reduktion der Verdunstung würde sich die Grundwasserneubildung deutlich erhöhen. Trotz der teilweisen Versiegelung der potenziellen Gewerbeflächen durch die Ansiedlung von Unternehmen ist mit einer um etwa 48 mm/a höheren Grundwasserneubildung als im Ist-Zustand zu rechnen. Der darüber hinaus abfließende Niederschlag von Dach- und Verkehrsflächen kann gefasst und verfügbar gemacht werden. Durch die betrachtete Landnutzungsänderung wird somit eine dauerhafte Stützung des lokalen Wasserhaushalts ermöglicht. Für die Versickerung und Oberflächenwasserableitung des infolge der Landnutzungsänderung zusätzlich verfügbaren Wasservolumens besteht eine Vielzahl machbarer Kombinationsmöglichkeiten. Klimatische Veränderungen wurden durch eine mittlere Klimaprojektion aus dem Brandenburgischen Klimaprojektionsensemble berücksichtigt. | |

