Veranstaltungsprogramm
Eine Übersicht aller Sessions/Sitzungen dieser Veranstaltung.
Bitte wählen Sie einen Ort oder ein Datum aus, um nur die betreffenden Sitzungen anzuzeigen. Wählen Sie eine Sitzung aus, um zur Detailanzeige zu gelangen.
|
Tagesübersicht |
| Sitzung | |
|
S19.1 Hydrogeologie in der Praxis - Fallbeispiele der Staatlichen Geologischen Dienste Ort: Bach-Saal, Kongresshalle am Zoo Chair der Sitzung: Tobias Geyer, Regierungspräsidium Freiburg Chair der Sitzung: Timo Spörlein, LFU Bayern Chair der Sitzung: Stefan Broda, BGR | |
| Präsentation 4 | |
11:30 - 11:45
ID: 278 / Session 19.1.: 4 Vergleichende Betrachtung der Bewertung des mengenmäßigen Zustandes nach WRRL 1: Hessisches Landesamt für Naturschutz, Umwelt und Geologie, Wiesbaden; 2: Landesamt für Umwelt Rheinland-Pfalz, Mainz Ziel der Europäischen Wasserrahmenrichtlinie (EG-WRRL) aus dem Jahr 2000 ist u. a. der mengenmäßig und chemisch gute Zustand für das Grundwasser. Seit 2009 werden im 6-Jahres-Rhythmus Bewirtschaftungs- und Maßnahmenpläne erstellt, um diesen Zustand zu erhalten bzw. zu erreichen. Zahlreiche Dokumente auf europäischer (Common Implementation Strategy (CIS) Guidance Documents) und nationaler Ebene (Länderarbeitsgemeinschaft Wasser (LAWA)-Arbeitshilfen, Grundwasserverordnung) beschreiben die jeweiligen Vorgehensweisen zur Bewertung dafür. Für die Überprüfung und Aktualisierung der Zustandsbewertung und Risikoanalyse (Bestandsaufnahme) im Bereich mengenmäßiger Zustand sind das hauptsächlich die Veröffentlichungen der LAWA aus 2011 und 2019. Die Vorgaben lassen einen gewissen Spielraum, der angesichts der heterogenen Hydrogeologie und Wasserwirtschaft in Deutschland zunächst sinnvoll erscheint. Ziel dieses Beitrags ist es, besser zu verstehen, wie die Auswahl der Methode, der Messstellen und des Untersuchungszeitraums sowie das „Expert Judgement“ die Bewertung beeinflussen. Die Auswirkungen werden anhand von Beispielen aus Hessen und Rheinland-Pfalz untersucht. Die Ergebnisse zeigen teils deutliche Unterschiede in Abhängigkeit der untersuchten Parameter. Konsequenzen sind, dass die Bewertung teilweise von der bearbeitenden Person bzw. Behörde oder von den jeweiligen Rahmenbedingungen abhängen kann und Ergebnisse zwischen Bundesländern nicht direkt vergleichbar sind. Wir plädieren daher für eine Überarbeitung und Konkretisierung der LAWA-Dokumente, um eine einheitlichere Bewertung gemäß dem aktuellen wissenschaftlichen, insbesondere auch statistischen Stand zu gewährleisten und die Vergleichbarkeit zu erhöhen. Dies dient als Grundlage für verlässliche und transparente Bewertungen und liefert damit einen Beitrag zur Stärkung des vorsorgenden Grundwasserschutzes. Referenzen: LAWA (2011): Fachliche Umsetzung der EG-Wasserrahmenrichtlinie – Teil 5: Bundesweit einheitliche Methode zur Beurteilung des mengenmäßigen Zustands der Grundwasserkörper. Länderarbeitsgemeinschaft Wasser (LAWA). Verfügbar unter: https://www.wasserblick.net/servlet/is/142651/WRRL_LAWA_Fachliche_Umsetzung_WRRL_Teil_5_Methode_Beurteilung_Menge_GW.pdf?command=downloadContent&filename=WRRL_LAWA_Fachliche_Umsetzung_WRRL_Teil_5_Methode_Beurteilung_Menge_GW.pdf LAWA (2019): Aktualisierung und Anpassung der LAWA-Arbeitshilfe zur Umsetzung der EG-Wasserrahmenrichtlinie, Teil 3, Kapitel II.1.2 – Grundwasser. Länderarbeitsgemeinschaft Wasser (LAWA). Verfügbar unter: https://www.lawa.de/documents/arbeitshilfe_umsetzung_wrrl_kap_grundwasser_1575970330.pdf | |

