Veranstaltungsprogramm
Eine Übersicht aller Sessions/Sitzungen dieser Veranstaltung.
Bitte wählen Sie einen Ort oder ein Datum aus, um nur die betreffenden Sitzungen anzuzeigen. Wählen Sie eine Sitzung aus, um zur Detailanzeige zu gelangen.
|
Tagesübersicht |
| Sitzung | |
|
S7.2 Nutzungskonflikte bei veränderter Grundwasserverfügbarkeit und zukünftige Bewirtschaftung der Ressource Grundwasser Ort: Weißer Saal, Kongresshalle am Zoo Chair der Sitzung: Frank Herrmann, Forschungszentrum Jülich Chair der Sitzung: Jörg Elbracht Chair der Sitzung: Christian Klassert Chair der Sitzung: Martina Flörke Chair der Sitzung: Stefan Simon, Erftverband Chair der Sitzung: Uwe Sütering | |
| Präsentation 2 | |
10:15 - 10:30
ID: 263 / Session 7.2: 2 Gemeinsames Zukunftskonzept Wassermengenmanagement als integrative Pla-nungsgrundlage zur Sicherstellung der Versorgung und zur Vermeidung von Nutzungskonflikten 1: CONSULAQUA Hamburg Beratungsgesellschaft mbH, Deutschland; 2: Energie- und Wasserversorgung Bünde GmbH An der Trinkwasserversorgung von Kommunen und Landkreisen sind häufig mehrere Wasserversorgungsunternehmen beteiligt, die z. T. wirtschaftlich miteinander verbunden sind (z.B. durch gegenseitige Lieferverträge) und nicht selten auf die gleichen Oberflächen- bzw. Grundwasservorräte zugreifen. Die Versorgungsgebiete der Trinkwasserversorger orientieren sich in der Regel an administrativen Grenzen (Kommunen, Landkreise, Bundesländer), weswegen die Trinkwasserversorgung in Deutschland bereichsweise sehr kleinteilig organisiert ist. Demgegenüber stehen die Herausforderungen, vor denen die Wasserversorger aufgrund des Klimawandels stehen, und die sich nicht an administrative Grenzen oder organisatorische Vorgaben halten. Die besonderen Witterungslagen der zurückliegenden Jahre mit sowohl anhaltend heißen und trockenen Frühjahrs- und Sommerperioden als auch zunehmende Starkregenereignisse zeigen, dass sich die wandelnden klimatischen Bedingungen bereits auf die verfügbaren Trinkwasservorräte auswirken. Demgegenüber stehen häufig steigende Bedarfe. Mögliche Lösungsansätze können nicht allein in weiteren infrastrukturellen Maßnahmen bestehen bzw. von einzelnen Wasserversorgern für ihr individuelles Versorgungsgebiet implementiert werden. Aus diesem Grund haben sich 25 Trinkwasserversorger in der nördlichen Region Ostwestfalen-Lippe zum Ziel gesetzt, ein versorgungsgebietsübergreifendes Zukunftskonzept zu erarbeiten. Kernelemente dieses Zukunftskonzeptes sind die Analyse der Ist-Situation und die Prognose der zu erwartenden Entwicklungen in den Bereichen Wasserdargebot (Oberflächen- und Grundwasser), Wasserbedarf (Trink- und Brauchwasser) und Wasserversorgungsinfrastruktur. Auf Basis dieser Ergebnisse wird ein Handlungsplan entworfen, um die zukünftige Wasserversorgung sicherzustellen. Mit den Methoden der ‚Systems Dynamics‘ wird versucht, die Vielzahl der Faktoren und Parameter, aus denen das komplexe System ‚Wasserversorgung‘ besteht, auf die wesentlichen Schaltstellen zu reduzieren und so die Auswirkungen, die zukünftiges Handeln auf die regionale Wasserwirtschaft hat, vorab mittels eines Systemmodells abschätzen zu können. Dies soll auch dazu dienen, die Konsequenzen von Maßnahmen (bzw. deren Nicht-Ergreifung) einem breiteren Kreis an Interessenten (Politik, Wirtschaft, Bevölkerung) transparent und verständlich darstellen und erläutern zu können. | |

